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Untätigkeit unseres professionellen Verwalters


01.08.2005 07:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Guten Tag,

vor Jahren wurde ein einstimmiger Beschluss gefasst, wonach das Parken im Hofraum unserer Anlage so geregelt ist, dass, wenn alle 7 Stellplätze belegt sind, jedes weitere Parken im Hofraum untersagt ist. Wer zuletzt kommt und keinen Parkplatz findet muss draußen bleiben.
Überwiegend der Beirat dieser Wohnanlage hält sich nicht daran. Seine Besucher parken wild im Hofraum.

Ich habe den Verwalter schriftlich aufgefordert, alle Eigentümer (dazu gehört auch der Beirat) auf die Einhaltung dieses Beschlusses mit Nachdruck hinzuweisen. Der Verwalter hat, obwohl eine schriftliche Erinnerung erfolgte, bisher nicht reagiert. Er ist wohl zu sehr um das gute Verhältnis zu seinem Beirat bemüht!

Der Verwalter ist doch verpflichtet, für die Einhaltung der Beschlüsse Sorge zu tragen.

Wie kann ich erreichen, dass der Verwalter seinen diesbezüglichen Pflichten, möglichst schnell, nachkommt?

Kann ich z. B. bis zur Erledigung der Sache das Wohngeld oder die Verwaltergebühren nicht zahlen?

Wo sind die Pflichten eines Verwalters im WEG geregelt?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.
01.08.2005 | 09:00

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Als erstes würde ich persönlich bei der Verwaltung anrufen, wenn mal wieder falsch geparkt wird und um Beseitigung der Autos bitten.

2.Wenn sich darauf hin nichts tut, fangen Sie an, Beweise zu sammeln (Fotos der Autos, Nummernschilder aufschreiben, Zeit des Parkens, Beeinträchtigung für Sie und andere Eigentümer).

3.Versuchen Sie die übrigen Eigentümer auf die Miesere aufmerksam zu machen und z.B. Eine Unterschriftenliste zu sammeln, die für die Einhaltung des Beschlußes kämpft und notfalls eine Sondersitzung zu diesem Thema einberufen oder auf der nächsten ordentlichen Versammlung dies als eigenen Punkt aufführen oder unter Sontiges vortragen.

4.Machen Sie der Verwaltung klar, dass diese auch von Ihnen und den übrigen Eigentümern bezahlt wird und dass es auch andere Verwaltungen gibt, die Ihren Job ernst nehmen. Natürlich sollten Sie mit der Kündigung vorsichtig drohen, da Sie dafür auch eine Mehrheit der Eigentümer brauchen.

5.Stellen Sie sich als Beirat zur Verfügung, dann können Sie sich mit um die Einhaltungen kümmern.

6.Weisen Sie darauf hin, dass Sie, solange der Beschluß nicht umgesetzt wird, die Gebühr für die Verwaltung kürzen werden (mindestens 10%, da es ja sonst gar nicht ins Gewicht fällt).

7.Noch ein Tipp: versuchen Sie andere Eigentümer auf Ihre Seite zu ziehen. Wenn mehrere unzufrieden mit dem Verhalten der Verwaltung sind, haben Sie eindeutig mehr Chancen auf Durchsetzung.

Ich hoffe Ihnen mit diesen Vorschlägen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

www.anwaeltin-heussen.de


Nachfrage vom Fragesteller 01.08.2005 | 17:25

Hallo Frau Heussen,

vielen Dank für Ihren Rat, leider befriedigt mich Ihre Antwort nicht, die Verwaltung wurde über das Falschparken informiert, Fotos wurden der Verwaltung mit der Zeit des Parkens übersandt.

Die Situation ist folgende, es handelt sich um neun Eigentümer, fünf Eigentümer (Mehrheit) sind mit der Untätigkeit des Verwalters einverstanden, 4 Eigentümer nicht!
Verwalter und Beirat sitzen fest im Sattel, eine Umstimmung anderer Eigentümer ist daher wohl auf Jahre nicht möglich.
Eine neue EW-Versammlung würde heute wohl mit Mehrheit eine andere Parkregelung beschließen. Diese wäre nicht im Sinne der vier -unterlegenen- Eigentümer.

Wie können die vier unterlegenen Eigentümer den Verwalter dazu bringen, den damals einstimmig erfolgten Beschluss umzusetzen ??? Es kann doch nicht sein, dass man hier völlig machtlos ist, wenn der Verwalter (mit der Mehrheit im Rücken) den noch rechtskräftigen Beschluss nicht durchsetzt.
Vielen Dank und Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.08.2005 | 18:28

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der nunmehr mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

da Sie offensichtlich bereits sämtliche Möglichkeiten versucht haben, um den Beschluß außergerichtlich durchzusetzen und diese fehlgeschlagen sind, bleibt Ihnen dann nur noch der Weg zum Gericht.

Sie haben nun die Möglichkeit, den Beschluß mit Hilfe eines Antrags bei Gericht gemäß § 43 Abs. 1 Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 4 WEG durchzusetzen. Zuständig ist dafür das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Grundstück liegt.

Den Antrag stützen Sie auf den damals einstimmigen Beschluß über die Parkplatzregelung. Dieser ist nach Ihrer Ansicht gültig und muß somit auch von der Verwaltung umgesetzt werden.

Diesen Antrag können Sie alleine einreichen oder gemeinsam mit den Eigentümern, die auf Ihrer Seite stehen.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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