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Untätiger Mieterbund


20.11.2007 12:59 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Hallo ,
meine Mutter hat sich als zahlendes Mitglied am 07.09.2006 an die Niederlassung des Mieterbundes in Backnang gewandt.
Grund hierfür war eine offensichtlich falsche Nebenkostenabrechnung Ihres nunmehr ehemaligen Vermieters ( der bei den Gerichten gut bekannt ist ). In der Nebenkostenabrechnung 2004/2005 war ein deutlich überhöhter Wasserpreis angeführt, welcher von den Stadtwerken so nicht bestätigt werden konnte.

Am 17.11.06 hat der Mieterbund den Vermieter angeschrieben. Bis zum 06.02.2007 ist dann nichts mehr passiert, erst nach nochmaliger Aufforderung seitens meiner Mutter hat der Mieterbund den Vermieter nochmals an das Schreiben erinnert.

Am 13.03.2007 neuer Termin beim Mieterbund, man wollte sich sofort der Sache erneut annehmen. Bis dahin war wieder nichts geschehen.

Bis zum 03.04.2007 wurde meine Mutter immer wieder aufs Neue vetröstet ( Ferienzeit, Diktiergerät des Mieterbundes defekt, etc... ).

Am 24.04.2007 erfuhren wir, dass erneut nichts passiert war.
Vertröstungen weiterhin ...

Am 04.09.2007 wurde im Beisein von Zeugen unsererseits vom Mieterbund versprochen, dass man den Vermieter nochmals anschreibt und um Korrektur der Nebenkostenabrechnung bittet.
Dies sollte alles bis 30.09.2007 erledigt sein.

Seitdem wird meine Mutter regelmässig vertröstet , der Mitarbeiter des Mieterbundes ist gar nicht zu sprechen - die Sekretärin wimmelt ab und macht leere Versprechungen.
Man könnte meiner Mutter nicht durchstellen, da der zuständige Mann im 1/4 Stunden Takt Termine hätte.

Der ehemalige Vermieter hat meiner Mutter jetzt Mahnkosten berechnet und mit einer Klage gedroht, da die Nebenkostenabrechnung auf Anraten des Mieterbundes bis heute
unbezahlt blieb.

Eine Beschwerde bei der Zentrale des Mieterbundes und dem zuständigen Landesverband vom 18.10.07 blieb unbeantwortet.

Meine Mutter ist schwerbehindert und völlig verzweifelt.

Kann der Mieterbund für ein solches Verhalten ggf. schadensersatzpflichtig gemacht werden ? Wie sollte man in dieser Sache vorgehen ?

Der zuständige und untätige Mann beim Mieterbund ist übrigens hauptberuflich Anwalt.

Gruss

Kamawachi

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Ob der Mieterbund bzw. der für diesen tätige Rechtsanwalt schadenersatzpflichtig ist, hängt davon ab, ob Ihrer Mutter ein Schaden entstanden ist – eine bloße Verzögerung würde hierfür nicht ausreichen. Ein Schaden könnte vorliegen, wenn nicht innerhalb der Frist des § 556 Abs. 3 S. 5 BGB Einwendungen gegen die Nebenkostenabrechnung geltend gemacht worden sind (Ablauf von 12 Monaten nach Zugang der Abrechnung) und deshalb „zuviel“ bezahlt werden müsste. Der Schaden läge dann in dem Mehrbetrag, auch die Verzugszinsen des Vermieters könnten ein Schaden sein.

Eine abschließende Beurteilung kann erst nach Kenntnis des genauen Auftragsumfangs abgegeben werden.

Ich rate Ihnen, den Mieterbund/Anwalt hierauf anzusprechen und klarzustellen, dass Sie die Mehrkosten nicht bezahlen werden. Falls die Einwendungen noch gemacht werden können, sollten Sie umgehend einen anderen Rechtsanwalt vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen, der ggf. auch den Schadenersatz einfordern kann, wenn auf die Ansprache hin keine Regelung gefunden wird.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.11.2007 | 10:12


Es ging uns um eventuellen Schadensersatz für Mahnkosten und eventuellen finanziellen Nachteilen wegen vergessenen Einwendungen ( wie von Ihnen angeführt ).

Sollte es dadurch zu einem Rechtsstreit ( wegen der verspäteten Zahlung ) mit dem Vermieter kommen, muss der Mieterbund dann ggf. für die Prozesskosten meiner Mutter aufkommen ( da dieser ja dann durch die mangelnde Bearbeitung des Mieterbundes verursacht wurde ) ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.11.2007 | 10:47


Sehr geehrter Ratuschender,

wenn Sie wegen Versäumnissen des Mieterbundes verklagt werden, wird dieser für aufgrunddessen entstandene Kosten aufkommen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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