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Unstimmigkeiten bei der Bewertung einer Bachelor- Thesis

| 26.11.2013 16:05 |
Preis: ***,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Rechtsmittel gegen Bewertung einer Prüfungsarbeit

Meine Bachelor Thesis wurde mit 10 Punkten bewertet (Note 2, 3). Damit liege ich unter dem Durchschnitt des Instituts. Erstmal kein Problem. Ich bat um ein Feedback, was ich auch bekam. Meine Betreuerin und Erstkorrekteurin gab an, dass sie mir 12 Punkte gegeben hätte. Die Zweitk. (Institutsleiterin) habe meine Arbeit aber mit 10 Punkten bewertet und sich damit dhrchgesetzt. Meine Frage ob man nicht den Durchschnitt ( also 11 Punkte) geben kann wurde abgelehnt. Begründung: Die Note könne man nicht mehr ändern. Zwei Tage später entdeckte ich in den allgm. Bestimmungen der JLU- Gießen & 28 Absatz 1. Demnach hätte die Durchschnittsnote gegeben werden müssen. Ich ging erneut zu meiner Betreuerin und konfrontierte sie mit der Regelung. Diese sagte nun, dass ich etwas falsch verstanden habe. Die Institutsleiterin habe die Arbeit deutlich schlechter bewertet und 10 Punkte seien bereits der Durchschnitt. Mit diesem Ausflucht hatte ich bereits gerechnet. Um auf diesen Schnitt zu kommen müsste die Instititsleiterin 8 und meine Betreuerin 12 Punkte gegeben haben. 8 Punkte sind absolut unüblich im Institut und 4 Punkte Differenz sprechen nicht gerade für eine objektive Bewertung nach klaren Kriterien. Eine befriedigende Erklärung steht bisher aus. Gibt es eine rechtliche Möglichkeit gegen die Bewertung vorzugehen? Im Voraus vielen Dank für die Hilfe!
Eingrenzung vom Fragesteller
26.11.2013 | 16:13

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ich habe zwar wahrscheinlich nicht genau Ihre Prüfungsordnung bei Ihrer Universität finden können, habe aber sehr ähnliches in vergleichbaren Prüfungsordnungen finden können:

„Die Note ergibt sich als das arithmetische Mittel beider Bewertungen. Bei Abweichungen von mehr als einer Note bestellt der Prüfungsausschuss einen dritten Prüfer, der im Rahmen der Vorschläge des ersten und zweiten Prüfers die Note festsetzt."

Ich würde daher die Sache unbedingt weiterverfolgen und Akteneinsicht bei der Universität beantragen, da das Verfahren wohl schon rechtsfehlerhaft abgelaufen ist, wenn man die obige Regelung betrachtet und im Vergleich dazu das Vorgehen des Prüfungsamts.

4 Punkte Differenz sprechen in der Tat nicht gerade für eine objektive Bewertung nach klaren Kriterien und einheitlichen Bewertungsgrundsätzen.

So ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es eine Bewertungsfehler gegeben hat, so dass sie auf jeden Fall das Rechtsmittel des Widerspruches gegen den Prüfungsbescheid einlegen sollten.

In aller Regel dürfte dieses außergerichtliche Verfahren die Prüfungsordnung/das Landeshochschulgesetz und das Landesverfahrensgesetz vorsehen.

Nach erfolgter Akteneinsicht können Sie selbst sehen, welche Bewertungsfehler hier vorliegen können, was Sie dann im Rahmen des Widerspruches als Rechtsmittel einwenden sollten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.11.2013 | 19:25

Vielen dank für die schnelle Antwort!
Leider trifft diese nicht genau mein Anliegen. In den allgemeinen Bestimmungen werden Prüfungsangelegenheiten näher geregelt, denen das Landeshochschulgesetz des Landes Hessen nur grob vorgibt.
In §28 Abs. 1 findet sich folgende Formulierung:
V. Bewertung der Prüfungsleistungen
§ 28 Bewertung der Prüfungsleistung
(1) Schriftliche Arbeiten sind, in der Regel innerhalb von sechs Wochen, von einer Prüferin oder einem Prüfer
der Prüfungskommission schriftlich zu bewerten. Mündliche Modulprüfungen, die letztmalige Wiederholung
von schriftlichen Modulprüfungen gemäß § 18 Abs. 2 HHG und die Abschlussarbeit (Thesis) sind stets durch
zwei Mitglieder der Prüfungskommission gem. § 18 Abs. 2 HHG zu bewerten. Bei der Bewertung der Thesis
sollte als Prüfer beteiligt sein, wer das Thema gestellt und die Arbeit betreut hat. Stimmen die Bewertungen
zweier Prüfer nicht überein, wird eine Durchschnittsnote aus beiden Benotungen gebildet.
(2) Abweichend von Absatz 1 Satz 4 gilt für die Abschlussarbeit (Thesis), dass immer dann, wenn einer der
Prüfer die Abschlussarbeit nicht mit mindestens „Ausreichend" bewertet hat, der Prüfungsausschuss nach
Anhörung der beteiligten Prüfer über die endgültige Bewertung entscheidet.

Die von Ihnen beschriebene Regelung (Drittprüfer), ist leider weder in den allgemeinen Bestimmungen noch in der Speziellen Ordnung meines Studiengangs noch im Landeshochschulgesetz vorgesehen. Sie kommt nur dann zur Anwendung, wenn eine Prüfung als nicht bestanden gilt.

Sehen sie dennoch eine Chance bzw. Handlungsbedarf? Wie genau soll ich weiter verfahren?

Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort!

Mit besten Grüßen

Ein Student



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.11.2013 | 20:35

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Ja, ich sehe weiter die Möglichkeit, hier vorzugehen, denn die widersprüchlichen Aussagen und Notendiskrepanzen sprechen für sich und dem sollten nachgegangen werden.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 28.11.2013 | 07:17

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Stellungnahme vom Anwalt:
In der Tat kann für diesen Einsatz keine ausführliche Beantwortung erfolgen - die ersten Schritte wurden jedoch aufgezeigt. Ich bitte um Verständnis.
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