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Unstimmigkeiten Erbengemeinschaft

14.10.2018 20:34 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


Wir sind eine Erbengemeinschaft, die sich aus 4 Geschwistern zusammensetzt. Das geerbte Grundstück soll nun verkauft und der Erlös zu gleichen Teilen ausbezahlt werden. Nun blockiert ein Bruder den Ablauf, weil er von einem Mitglied der Erbengemeinschaft angeblich noch Geld bekommt. Ein Rückzahlungstermin wurde jedoch nie angegeben. Er verlangt nun bis zu einem festen Zeitpunkt das Geld zurück, ansonsten wird er dem Verkauf nicht zustimmen, bzw. zur Unterzeichnung des Vertrags nicht erscheinen, obwohl er bisher auf einen schnellen Verkauf gepocht hatte. Hinzugefügt werden muss noch, dass es ihm von uns allen finanziell am besten geht.
Meine Frage: sollte er den Notartermin boykottieren, kann er dann zu Schadenersatzansprüchen herangezogen werden, wenn der Käufer abspringt? Können wir 3 anderen Geschwister den Vertrag auch in seiner Abwesenheit abwickeln?

Besten Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Soll die Immobilie verkauft werden, müssen alle Miterben einverstanden sein. Verweigert ein Miterbe die Zustimmung, muss der Verkauf unterbleiben. Insoweit ist das Recht des Miterben, als Eigentümer nach eigenem Gutdünken über die Immobilie entscheiden zu können, vorrangig.

Können Sich die Mitglieder einer Erbengemeinschaft nicht auf einen Verkauf einigen, bleibt nur die Möglichkeit einer Teilungsversteigerung. Der Verkauf über eine Mehrheit der Mitglieder ist nicht möglich.
Der Versteigerungserlös wird in der Erbengemeinschaft anhand der Erbqoute verteilt.

Ein Schadensersatz gegen den Miterben kommt in Betracht wenn er sich durch seine jetzt auftretende Weigerung widerspüchlich verhält. Wieweit die Schadensersatzansprüche hier gehen kann nicht beurteilt werden. Wenn beispielsweise drei Wochen später ein Verkauf mit einem anderen Käufer zustande kommen würde, die restlichen Erben jetzt aber eine Versteigerung veranlasst haben, wäre zu streiten wie der Schaden zu beziffern ist.
Eventuell anfallende Notarkosten können im Innenverhältnis der Erbengemeinschaft von dem "Absprungenden" zum Ausgleich verlangt werden.

Ich hoffe, ich könnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Grundsätzlich empfehle ich Ihnen sich anwaltliche Unterstützung zu holen. Gerne bin auch ich bereit Ihnen weiter zu helfen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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