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Unser neu gemietetes Haus wird verkauft, können wir die Maklergebühr zurückfordern?

10.09.2009 14:53 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben vor 4 Wochen einen Mietvertrag über eine Dóppelhaus-
hälfte über einen Makler unterschrieben. Dieser Makler informierte uns vor 2 Tagen, dass der Vermieter gezwungen sei seine Doppelhaushälfte zu verkaufen. Er würde diesestark unter Wert
als Anlage anbieten.
Wir wissen jetzt nicht wie wir uns verhalten sollen, da wir bereits die Wohnung gekündigt haben und ein Nachmieter schon gefunden wurde. Wir gehen stark davon aus, dass der neue Eigentümer selbst
einziehen möchte und es zu diesem niedrigen Preis schnell verkauft
wird.
Sollen wir trotzdem einziehen ? Wenn nicht, können wir unsere
Maklergebühr, die sehr hoch war wieder zurückfordern ?
Wer kommt für eventuelle Einlagergebühren und Hotelrechnung auf ?


Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Zunächst ist festzuhalten, daß Sie einen wirksamen Mietvertrag unterzeichnet haben. Wenn der Makler Ihnen das Haus vermittelt hat, ist die Maklerprovision auch zur Zahlung fällig geworden, vorausgesetzt sie bewegt sich im zulässigen Rahmen. Sie können das Haus also beziehen.


2.

Die Frage wird sein, welche Absichten der Käufer der Immobilie hat.

Kauft er das Haus als Kapitalanlage, tritt er auf der Vermieterseite in das Mietverhältnis ein, d. h. der Mietvertrag gilt mit dem neuen Vermieter weiterhin.

Anders sieht es aus, wenn der Erwerber das Haus selbst beziehen möchte. In diesem Fall müßten Sie damit rechnen, daß eine Kündigung wegen Eigenbedarfs erfolgt. Die Kündigungsfrist beträgt in diesem Fall 3 Monate.

Alternativ haben auch Sie die Möglichkeit, den Mietvertrag mit einer Frist von 3 Monaten zu kündigen, sofern Sie vom Einzug in das Haus Abstand nehmen möchten. Die Maklerprovision wäre dann "verloren".


3.

Schadenersatz, also Rückzahlung der Maklergebühr, Einlagerungskosten für das Mobiliar und Hotelkosten, können Sie nur verlangen, wenn ein Vertragspartner seine vertraglichen Pflichten rechtswidrig und schuldhaft verletzt hat.

Vertragspartner ist der Vermieter. Aus der Sachverhaltsschilderung ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, daß er sich unredlich verhalten hat.

Ansprüche gegen den Makler könnten sich aus § 823 BGB (unerlaubte Handlung) ergeben, wenn der Makler den Mietvertrag in Kenntnis des bevorstehen Verkaufs des Hauses abgeschlossen hat. Aber auch in dieser Hinsicht sind aus der Sachverhaltsschilderung keine Anhaltspunkte zu ersehen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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