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Unser Anwalt hat Mist gebaut!


22.06.2006 10:15 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Hallo, ich werde seit einem Jahr vom Nachbarn mit Anzeigen bombadiert (bisher 11 x).

1. Bei der ersten Anzeige (ich habe die Nachbarin beleidigt) habe ich die Vernehmung durch die Polizei angelehnt und die Sache dem Anwalt übergeben. Dieser hat nach Darlegung meiner Version und der Gründe, weshalb ich so ausfallend geworden bin, in der Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft ohne jegliche Rücksprache mit mir den Hauptgrund für meinen Ausbruch ganz einfach weggelassen. Dies war vor ca. einem Jahr!

2. In einer weiteren Anzeige wurde ich wegen Stinkefinger zeigen angezeigt. Ich habe für diesen Zeitpunkt ein Alibi und kann es somit nicht gewesen sein. Der Anwalt hat die Frist versäumt, den Anzeiger (ein Polizist) wegen Falschanzeige zu belangen. Obwohl ich schriftlich darauf hingewiesen habe.

3. Im weiteren Verlauf hat der Anwalt gesagt, mit dieser Staatanwaltschaft an meinem Wohnort möchte er generell nichts zu tun haben. Mit denen ist die Zusammenarbeit unmöglich. Warum hat er dann den Fall angenommen?

Und dafür habe ich an den Anwalt 1100 Euro bezahlt.

Kann ich den Anwalt Schadensersatzpflichtig machen? Oder sonstwie belangen? Anwaltskammer oder so?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Bei einer Schlechtleistung seitens Ihres Anwalts steht Ihnen ein Schadensersatzanspruch zu. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass eine solche Schlechtleistung in einer beweisbaren Art und Weise vorliegt, Ihnen ein Schaden entstanden ist und dieser Schaden gerade durch die Pflichtverletzung entstanden ist

Möglicherweise gab es einen Grund, warum Ihr Anwalt nicht alle Gründe in der Stellungnahme angegeben hat. Hier ist Rücksprache mit Ihrem Anwalt erforderlich.

Wegen der „Falsch“-Anzeige handelt es sich nach meinem Eindruck um eine neue Angelegenheit. Wenn hierzu ein Auftrag Ihrerseits vorlag, hätte Ihr Anwalt reagieren müssen. Leider kann ich mit meinem derzeitigen Kenntnisstand nicht beurteilen, ob es nicht vielleicht taktisch klug war, auf eine solche Anzeige zu verzichten (lässt sich erst bei Kenntnis des Gesamtsachverhalts feststellen).

Diesbezüglich stellt sich die Frage, welcher Schaden Ihnen entstanden sein könnte: Ist aus der „Falsch“Anzeige ein Ermittlungsverfahren mit einem für Sie ungünstigen Ausgang erwachsen? Hätte dieses durch eine Anzeige gegen den Polizeibeamten verhindert werden können? Nur, wenn diese Fragen positiv beantwortet werden können, sehe ich hier einen Ansatzpunkt.

Die gleiche Frage stellt sich bei der Aussage mit der Staatsanwaltschaft: Auch hier könnte Taktik das Vorgehen bestimmen. Auch wenn keine Bereitschaft zur Verhandlung seitens einer Staatsanwaltschaft besteht, sind dem Anwalt im Ermittlungsverfahren weitestgehend die Hände gebunden. Es kommt dann auf das Hauptverfahren an.

Sie sollte sich mit Ihrem Anwalt in Verbindung setzen, sich die Gründe für sein Vorgehen anhören. Sodann können Sie mit Ihm über eine Ermäßigung der Vergütung verhandeln. Sollte Ihnen sein Verhalten nach wie vor nicht einleuchten und kein Kooperationsbereitschaft seitens des Anwalts erkennbar sein, können Sie die Anwaltskammer am Sitz des Anwalts mit der Klärung der Angelegenheit beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de
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