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Unsachgemäße Nutzung Eigentumswohnung (selbstgenutzt)


| 02.05.2007 11:33 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



1. Sachverhalt / Problem:

Seit einigen Wochen dringt deutlich wahrnehmbarer Schimmelgeruch aus der an meine Wohnung angrenzenden Eigentumswohnung. An der Wohnungseingangstür zeigen sich bereits längere Zeit schwarze fadenartige Spuren (mutmaßlich Schimmel).

Schon seit Jahren dienen Pappen als Sichtschutz im Wohnzimmerfenster. Aufgrund der feuchten Fenster bei niedrigen Außentemperaturen sind diese von der Straße sichtbar (5. OG) im unteren Bereich schwarz gefärbt (mutmaßlich Schimmel).

Für diese Wahrnehmungen liegen bislang keine Gutachten oder Messungen vor.

-->> Ich befürchte nunmehr Gesundheitsgefahren für mich und (perspektivisch) bei Eindringen der Feuchtigkeit in die Wände und das Mauerwerk ggf. auch Sachbeschädigung durch Schimmel in meiner Wohnung.

2. Eigentumsverhältnisse:

Der Bewohner ist Sohn der Eigentümer. Ich selbst bin ebenfalls Eigentümerin.

3. Bisherige Maßnahmen:

Das kontaktierte Gesundheitsamt verweist auf die Unverletzlichkeit der Wohnung und sieht keine Handlungsgrundlage für ein Eingreifen.
Die Hausverwaltung wird nunmehr ebenfalls das Gesundheitsamt und die Eigentümerin (Mutter) kontaktieren. Hier stehen die Antworten noch aus.

4. Zielstellung:

· Rückführung der Wohnung in einen WEG-adäquaten Zustand (Schimmelbeseitigung)
· Vermeidung von Schäden am Gemeinschaftseigentum (z.B. Außenfenster, Mauerwerk)

5. Fragestellung:

Welche Möglichkeiten habe ich als Eigentümer, Abhilfe zu erreichen (gibt es für mich eine Rechtsgrundlage in diesem Stadium):
Bietet z.B. eine Klage Aussicht auf Erfolg? Muss ich Gutachten beauftragen?? Gibt es andere staatliche Behörden, die eingreifen können?
(6. ggf. weitere Ansatzpunkte???):

· Probleme mit dem Bewohner existieren bereits durch jahrelange extrem laute Musik (z.T. konnte diese bereits im EG gehört werden) auch deutlich nach 20 Uhr. Mehrere persönliche Kontaktaufnahmen diesbezüglich führten zu keiner dauerhaften Verbesserung dieses Zustandes.
· Die Eigentümer haben einige Zeit lang kein Wohngeld gezahlt. Die Rückstände wurden durch Auflösung von Rücklagen durch den Sohn ausgeglichen.
· Der Bewohner ist lt. Mutter selbstmordgefährdet (Hartz IV Empfänger). Kontakte bestehen jedoch derzeit nicht (kein Schlüssel vorhanden).
02.05.2007 | 13:18

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Nach Ihren Angaben haben Sie zumindest die Hausverwaltung bereits eingeschaltet und um Maßnahmen ersucht.
2.In Ihrer derzeitigen Lage sollten Sie einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Eigentümerversammlung stellen. Als Tagesordnungspunkt sollten Sie aufführen, dass aufgrund der verheerenden Zustände in der Wohnung Massnahmen ergriffen werden müssen, um Schäden am gemeinschaftlichen Eigentum und Ihrem Sondereigentum (bzw weiteren Sondereigentümern) zu verhindern. Mögliche Maßnahmen sind z.B. die Durchführung einer Begutachtung der Wände in der fraglichen Wohnung.
3.Sollte die Eigentümerin den Zugang verweigern, bleibt der Hauseigentümergemeinschaft nur die Möglichkeit, die Maßnahmen per Gericht durchzusetzen. Da die Eigentümerin verpflichtet ist, ihr Sondereigentum so zu behandeln, dass den anderen Eigentümern kein Schaden entsteht, steht Ihnen und den Miteigentümern dann ein Anspruch auf Begutachtung der Wohnung zu, wenn Hinweise auf Schäden wie z.B. Schimmelbildung vorliegen. Dazu müssen Sie Beweise sichern (Fotos, Zeugen etc).


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
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80333 München
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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 02.05.2007 | 15:06

Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort.
Folgende Nachfrage:

Im ungünstigen Fall, d.h. Erfordernis einer gerichtlichen Maßnahme gem. Punkt 3, wäre diese Maßnahme als Klage "WEG gegen Eigentümer X" realisierbar oder muss ich als Eigentümer die WEG verklagen (was ja nicht mein Anliegen und auch nicht sinnführend wäre)?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.05.2007 | 16:39

Sollte die Wohnungseigentumsgemeinschaft nicht zu einem Entschluß kommen, können Sie alleine den Antrag bei Gericht stellen. Der Antrag richtet sich nicht gegen die Wohnungseigentumsgemeinschaft, sondern gegen die störende Eigentümerin. Gegen die Wohnungseigentumsgemeinschaft müssten Sie dann vorgehen, wenn quasi gegen Ihren Vorschlag ein Beschluss gefasst wird, dass das Vorgehen der störenden Eigentümerin angemessen ist.

Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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