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Unrechtmäßige Forderung von ISP


12.11.2005 12:06 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag!

Ende 2002 tauchten auf meiner Telefonrechnung erstmals nicht nachvollziehbare Rechnungsbeträge eines großen Internetproviders
auf. Daraufhin habe ich mich mit diesem und meinem Telefonanbieter, der nur als Übermittler fungiert, in Verbindung gesetzt und klargestellt, daß ich diesen mir in Rechnung gestellten Dienst nie in Anspruch genommen habe.
Telefonisch und per Post. Doch eine direkte Bestätigung
habe ich nie von diesem Provider bekommen.
Bis Ende 2003 tauchten immer wieder Rechnungsbeträge des
Providers auf, die ich immer wieder dementierte.
Dann kam nichts mehr.
Und heute kam ein nettes Schreiben eines Inkassobüros zu mir ins Haus, dass ich doch bitte 506,60 € zahlen soll:
"wir machen gegen Sie Forderungen aus nicht bezahltem Nutzungsentgelt für Telekommunikationsleistungen geltend.
Mit Wirkung vom 31.10.2005 sind diese von der ...GmbH (was der Internetanbieter ist) auf unsere Auftraggeberin, die ...GmbH in Hamburg, übergegangen (wer auch immer diese ominöse Auftraggeberin ist...)....."
383,85 € Hauptforderung, Zinsen 52,75 € und Inkassovergütung 70,00 €.
Es existieren zwar die Rechnungsbeträge mit Rechnungsnummern und Abrechnungszeiträumen, aber keine Daten, WER denn nun die Dienste in Anspruch genommen hat.
Was kann ich da tun?????

MfG, M. Bartels
12.11.2005 | 12:28

Antwort

von


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Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Fordern Sie von Ihrem Telefonanbieter einen Einzelverbindungsnachweis. Darin können Sie zunächst sehen, ob von Ihrem Anschluß aus die fraglichen Verbindungen geschaltet worden sind.

2.Schreiben Sie dem Inkassounternehmen, dass Sie eine Forderungsaufstellung wünschen, also eine Auflistung der einzelnen Forderungen.

3.Wenn die Forderungen tatsächlich unbegründet sind, dürften sie im Einzelverbindungsnachweis nicht auftauchen. Eventuell haben Sie sich einen Dialer eingefanden, der von sich aus – und von Ihnen unbemerkt- die Verbindung erstellt.

4.Ansonsten muß derjenige, der von Ihnen Geld haben will, den Anspruch auch beweisen. Wenn auf dem Einzelverbindungsnachweis die Verbindungen des fraglichen Internetproviders auftauchen, müssen Sie den Gegenbeweis erbringen, dass Sie die Verbindungen nicht verursacht haben – was leider sehr schwer sein wird.

Fordern Sie den Einzelverbindungsnachweis an. Wenn sich die Forderungen daraus ergeben, haben Sie wenig Chancen, die Forderung abzuwenden.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

info@anwaeltin-heussen.de
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Nachfrage vom Fragesteller 12.11.2005 | 14:15

Erstmal Danke für Ihre schnelle Antwort.
Leider existieren wohl keine Einzelverbindungsnachweise, aus denen hervorgehen würde, wer diese Verbindungen geschaltet hat.
Ich habe vom Inkassobüro eine Aufstellung der einzelnen Abrechnungszeiträume mit Forderungsbetrag erhalten, aber eben ohne meine "Anschlussadresse".
Etwa so: Abrechnungszeitraum 28.11.02-28.12.02, Rechnungsnummer 9647314221, Betrag 26,77 €. Mehr geht daraus nicht hervor, und
bei meinem Telefonanbieter wurde mir gesagt, dass bei ihnen eben nur der ISP mit dem Vermerk "Fremdanbieter" und dem Betrag
in der Datenbank und auf den Rechnungen existiert. Die Einzelverbindungsnachweise werden nach einiger Zeit gelöscht.
Muss mir der ISP nachweisen können, ob und wann ich seinen
Dienst in Anspruch genommen habe?
Und wie schnell muss ich jetzt überhaupt reagieren, bis vom
Inkassobüro weitere Schritte eingeleitet werden (Gerichtsvollzieher)?
MfG, M.Bartels

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.11.2005 | 19:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Gerichtsvollzieher kommt noch nicht so schnell.
Der nächste Schritt des Inkassounternehmens wird ein Mahnbescheid sein.
Bezüglich der Beweisproblematik schicke ich Ihnen noch eine separate E-Mail.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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