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Unmittelbare Ladung, § 220 StPO


20.11.2005 23:02 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Wie kann ich jemanden unmittelbar laden lassen?
Wie geht das korrekt?
also:
Welcher Inhalt muss die unmittelbare Ladung haben?
Wie kann ich die Ladung veranlassen? (Gerichtsvollzieher?)
Wo muss ich Geld hinterlegen?


(also, Strafverfahren. Ich möchte einen Zeugen vorladen lassen, der zwar von der StA im Ermittlungsverfahren berücksichtigt worden, aber nicht als Zeuge im Gerichtsverfahren vorgeladen ist)

Vielen Dank

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage gerne wie folgt:

1. Ein Beweisthema muss nicht angegeben werden. Sie müssen aber gem. § 48 StPO auf §§ 51, 77 StPO (Folgen des Ausbleibens) hinweisen.

2. Mit der Zustellung der Ladung haben Sie gem. § 38 StPO den Gerichtsvollzieher zu beauftragen. Dieser kann, muss sich aber nicht dann der Post bedienen (§§195 ff. ZPO).

3. Zu hinterlegen ist bei der Geschäftsstelle.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 20.11.2005 | 23:27

Vielen Dank erstmal.

Muss ich nicht noch an das Gericht und/oder der StA schreiben, dass ich jemanden vorgeladen habe?

Woher weiß, ab wann der Zeuge vor Gericht aussagen kann? (also, muss die Uhrzeit nicht angegeben werden?)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2005 | 23:41

Sehr geehrter Herr K.,

ja, natürlich sind Gericht und StA zu informieren. Nach § 222 II StPO sind sie „rechtzeitig namhaft zu machen und ist ihr Wohn-/Aufenthaltsort anzugeben.

Wann genau im Rahmen der Hauptverhandlung ein Zeuge genau vernommen wird, ist erfahrungsgemäss schwer zu prognostizieren.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de

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