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Unlautere Vertragsverlängerung bei Sky

25.08.2017 14:05 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Ich habe meinen langjährigen Sky Bundesliga und CL Vertrag vor einem Jahr gekündigt. Die Kündigung wurde bestätigt und wäre zum Juli 2017 in Kraft getreten. Nachdem ich festgestellt habe, dass sky weiter von meinem Konto abbucht, habe ich angerufen. Dort sagte man mir, dass ich telefonisch den Vertrag im April verlängert hätte (tatsächlich habe ich mich geweigert mit Sky Vertriebsleuten zu rede, wenn die ungebeten anrufen) und dass ich eine Post und Email Bestätigung zugeschickt bekommen hätte. Ich will das nicht ausschließen, ist bei mir aber vermutlich im Spam Ordner gelandet und auch per Post könnte es von meiner Frau einfach weggeschmissen worden sein. Tatsache ist jedoch, dass ich gar keine Kenntnisse von einer Vertragsverlängerung hatte und um diese auch nie gebeten habe. Auf meine telefonische und auch schriftliche Einsprüche reagiert Sky nicht (auch per Einschreiben verschickt). Wie kann ich mich hier verhalten? Muss ich ein solches Gebaren akzeptieren und mir eine stillschweigende Zustimmung zurechnen lassen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie müssen die behauptete Vertragsverlängerung nicht akzeptieren.

Sie haben die Möglichkeit weiter abzuwarten bis Ihnen Sky, nachdem Sie nicht weiter bezahlt haben, kündigt und die Forderungen die Sky haben will, Ihnen gegenüber gerichtlich geltend macht. Dann muss Sky beweisen, dass Sie den Vertrag verlängert haben.

Alternativ können Sie auch selbst eine sogenannte Feststellungsklage erheben mit dem Ziel, dass das Gericht feststell, dass der Vertrag mit Sky zum Juli 2017 endete und nicht verlängert wurde. Auch hier muss Sky beweisen, dass der Vertrag verlängert wurde.

Mit der ersten Alternative werden Sie eine zeitlang mit der Ungewissheit leben müssen, ob Sky gegen Sie gerichtlich vorgeht. Bei der zweiten Alternative erzwingen Sie relativ schnell eine Entscheidung.

Da Sie zum Juli gekündigt haben, gehe ich davon aus, dass Sie Angebot von Sky auch danach nicht genutzt haben. Dies sollten Sie auch weiterhin so handhaben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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Nachfrage vom Fragesteller 25.08.2017 | 20:40

Sehr geehrter Herr Bordasch,
Danke für Ihre Antwort. Hier noch meine Rückfrage: Muss ich mir eine Vertragsverlängerung , die ich zwar nicht aufgegeben habe, von der Sky aber sagt, dass sie mir zugegangen ist und der ich dann nicht widersprochen habe, zurechnen lassen (auch wenn ich sie nicht wahrgenommen habe, bin ich also praktisch verpflichtet, Sky Post in Empfang zu nehmen) und was kann ich zunächst mehr tun, als per Einschreiben meinen Sachverhalt Sky ggü geschildert zu haben und die Sky Dienste nicht mehr zu nutzen (wenn ich den Weg einer aufwändigen Feststellungsklage zunächst nicht gehen möchte)
Vielen Dank fütr Ihre Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.08.2017 | 11:03

Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich müssen Sie nicht reagieren, wenn der Abschluss eines Vertrages Ihnen mitgeteilt wird, obwohl dies nicht zutreffend ist.

Aus einem laufenden Vertrag heraus kann jedoch von einem Gericht eine vertragliche Nebenpflicht Ihrerseits gesehen werden, den Vertragspartner, hier Sky, auf den Fehler hinzuweisen. Dazu müsste jedoch Sky zunächst nachweisen, dass Ihnen der Brief oder die Mail zugegangen sind. Dies wird Sky nicht gelingen, solange Sie dabei bleiben, die Mitteilungen nicht erhalten zu haben. Überlegungen wieso Ihnen die angeblichen Informationen nicht zugegangen sind, müssen Sie nicht anstellen und sollten dies auch nicht gegenüber Sky tun. Vor allem sollten Sie nicht die Möglichkeit ins Spiel bringen, dass Ihre Frau den Brief weggeworfen haben könnte.

Nachdem Sie erstmals durch die Abbuchung von der angeblichen Vertragsverlängerung erfahren haben, haben Sie sich an Sky gewendet und damit alles getan was in dieser Situation von Ihnen verlangt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

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