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Unkosten


27.09.2006 17:24 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Sehr geehrte Damen und Herren,
vor kurzem habe ich mich von meinem Freund getrennt. Unter anderem auch aus dem Grund, dass er ein "Schmarotzerleben" auf meine Kosten führte. Er aß, duschte, traf seine Freunde bei mir für die ich dann auch kochte. Auch wurde seine Wäsche von mir gewaschen usw.! Seine Wohung, die nur einen Aufgang weiter liegt, wurde in dem halben Jahr kaum genutzt. Er hat sich allerdings nie an den Kosten für Lebensmittel, Strom, Wasser usw. beteiligt. Ich selbst bin alleinerziehend und lebe von HartzVI. Meine Frage ist nun, ob ich jetzt nachträglich von ihm noch einen Unkostenbeitrag verlangen kann? Und wenn ja auch welcher rechtlichen Grundlage. Laut meiner Rechnung sind es so ca. 300€ die er mir "schuldet". Leider habe ich keinerlei Belege bzw. Nachweise. Im Voraus Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

ein Anspruch Ihrerseits auf nachträgliche Beteiligung an den Kosten besteht nicht.

Ein vertraglicher Anspruch scheidet aus, weil in Ihrem Fall ein sogenanntes Gefälligkeitsverhältnis vorliegen dürfte. Sie haben gegenüber Ihrem Freund nicht aus einer rechtlichen Verpflichtung bzw. aufgrund der Erwartung einer Gegenleistung gehandelt, sondern wohl weil Sie ihm nahestanden.

Es ging daher auch nicht darum, das Vermögen Ihres Freundes zu mehren, so dass ein Anspruch aus § 812 I BGB wegen einer rechtsgrundlosen Leistung in Betracht käme. Da Sie aber Ihrem Freund auch nicht ohne Ihren Willen einen Vorteil verschaffen wollten, liegt auch keine Bereicherung in sonstiger Weise vor, die Ihnen eventuell einen Wertersatzanspruch hätte bringen können.

Es tut mir leid, Ihnen keine positivere Nachricht erteilen zu können.

Mit freundlichen Grüssen aus Hamburg

RA Thomas R. Krajewski
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