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Unkorrekte Lohnabrechnung

06.11.2012 23:33 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit 1.10.2011 in einem Restaurant als Servicekraft fest angestellt (5 Festangestellte und 2 Aushilfen).
Auf Grund eines Bandscheibenvorfalls musste ich operiert werden und bin seit mitte September 2012 Krankgeschrieben.Nach derzeitigem Stand ist damit zu rechnen, dass ich noch bis ende dieses Jahres nicht arbeiten kann.
Laut meines Arbeitsvertrag wurde ein Nettolohn von 1400,-€ (Brutto 2065,-€) vereinbart.Auf bitte meines Arbeitgebers, um kosten (Sozialversicherungsbeiträge, Steuern etc.) für Ihn zu Sparen, weist die Lohnabrechnung seit April 2012 nur noch 1200,-€ Netto (Brutto 1650,-€) aus, und 200,-€ werden in Bar ausbezahlt.Eine Änderung auf den vereinbarten Lohn wie es im Arbeitsvertrag steht, hat mein Arbeitgeber mehrmals abgelehnt.
Dies hat jedoch Finanzielle nachteile bei der Berechnung von Kranken/Arbeitslosengeld und Rente.
Auch die Urlaubsvergütung für 6 Urlaubstage in 2011 und 28 Urlaubstage für 2012 wurde nicht wie es im Manteltarifvertrag steht an mich ausbezahlt.
Hinzufügen möchte ich noch, dass in meinem Arbeitsvertrag folgendes steht:
Punkt 2. Anwendbarkeit des Tarifvertrages
Sofern nachstehend nichts anderes vereinbart ist, finden die Bestimmungen des jeweils geltenden neuesten allgemeinverbindlichen Manteltarifvertrages (MTV) im Land Baden-Württemberg für das Hotel-und Gaststättengewerbe, einschließlich der dort in §23 genannten Ausschlussfristen Anwendung.Die genannten Tarifverträge liegen beim Arbeitgeber aus und können jederzeit eingesehen werden.

Ich habe nun die folgenden Fragen
1.
Wie kann ich erreichen, das in meiner Lohn Abrechnung wieder der vereinbarte Lohn ausgewiesen und berechnet wird, und ist das auch noch rückwirkend möglich?
2.
Wie kann ich erreichen, das ausstehende Urlaubsgeld/Jahressondervergütung zu bekommen und gibt es irgendwelche Fristen zu beachten?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:


1. Sie haben Anspruch auf den Lohn, der im Arbeitsvertrag festgehalten ist. Sie können also den vollen Bruttolohn fordern. Die Praxis ab April 2012 bringt für Sie ja auch Nachteile bei den Beiträgen zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Den Anspruch auf den vollen Bruttolohn haben Sie auch rückwirkend, Sie müssen sich natürlich die gezahlten Nettobeträge anrechnen lassen. Sie können also vom AG neue Abrechnungen verlangen. Kommt er der Aufforderung nicht nach, könnten Sie Klage zum Arbeitsgericht erheben. Diese würde sich auf den vollen Bruttolohn richten.

2. Sie haben nach dem MTV Anspruch auf Urlaubsgeld und auf eine Sonderzahlung. Der MTV findet definitiv Anwendung auf Ihr Arbeitsverhältnis. Er sieht Ausschlussfristen von zwei Monaten vor, allerdings erst ab dem tatsächlichen Ausscheiden aus dem Betrieb. Dies wäre bei Ihnen noch nicht der Fall, weil Sie nur arbeitsunfähig sind, aber noch nicht ausgeschieden. Auch diese Ansprüche könnten Sie notfalls beim Arbeitsgericht durchsetzen.

Sie sollten hierfür anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2012 | 22:08

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Sie schreiben ich könnte Notfalls die Ansprüche beim Arbeitsgericht durchsetzen.
Wie hoch oder niedrig (in Prozent) schätzen Sie den Erfolg einer Klage ein, wenn mein Arbeitgeber auf meine Forderungen durch einen Anwalt nicht eingeht?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2012 | 22:44

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Ich gehe davon aus, dass der schriftliche Arbeitsvertrag unverändert geblieben ist, also immer noch den vollen Bruttolohn von 2065 € aufweist. Der AG müsste nachweisen, dass man sich auf weniger geeinigt hat. Ihre Chancen schätze ich gut ein, mindestens 80 %, soweit man dies anhand der Angaben beurteilen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht und Familienrecht

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