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Unkorrekte Anwaltsrechnung?

18.09.2014 10:03 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


Guten Tag,
es wäre prima, wenn Sie mir helfen könnten. Es geht um meine Eltern, die sich gerade scheiden lassen. Beide haben sich auf eine Zahlung an meine Mutter in Höhe von 30.000 € geeinigt. Zuvor gab es schon einen Gerichtstermin, der ohne Einigung verlief. Meine Eltern hatten sich zuvor schon mal geeinigt: 20.000 €. Die Anwältin meiner Mutter hat dann dafür gesorgt, dass meine Mutter sich nicht darauf einlässt. Ausserdem hat sie damit gedroht, mich anzuzeigen, weil ich meine Mutter unter Druck setzen würde. Dabei habe ich auf Bitten meiner Eltern versucht, zu vermitteln, was beide auch vor Gericht bestätigt haben.
Jetzt hat sie eine Rechnung an meinen Vater geschickt, in der sie die 5.000 €, die mein Vater meiner Mutter als Zuschuss für die Anwaltskosten gibt, mit den 30.000 als Streitwert angibt (35.000).
Außerdem hat sie meinen Vater massiv aufgefordert, diese Summe direkt an sie zu zahlen. Mein Vater fühlt sich unter Druck gesetzt.
Dieses Schreiben plus Rechnung hat meine Mutter ausserdem nicht in Kopie erhalten. Und beide Anwälte haben sich wohl 'hinterrücks' abgesprochen.
Frage: Ist das alles so korrekt? Kann sie mit den Anwaltskosten den Streitwert erhöhen, damit sie mehr verdient?

18.09.2014 | 11:45

Antwort

von


(68)
Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Selbstverständlich sollte Ihre Mutter eine Kopie desSchreibens, welches die Anwältin an Ihren Vater geschickt hat, zur Kenntnisnahme erhalten. Dies gebietet die Informationspflicht.
Hier könnte Ihre Mutter in jedem Fall die Übersendung einer Kopie verlangen.

Die Tatsache, dass sich die beiden Anwälte auch ohne das Beisein der jeweiligen Mandanten miteinander besprechen, ist als solches möglich und auch üblich. Dies wäre jedoch anders, wenn Ihre Mutter als Auftraggeberin dies ausdrücklich untersagt hätte. Ggf. Enthält das Vollmachtsformular eine solche Erlaubnis. Dies müssten Sie überprüfen.
Hintergrund ist das Bestreben der Anwälte, eine vergleichsweise Regelung herbeizuführen, da dies für die Parteien der schnellere Weg im Vergleich zu einer gerichtlichen Entscheidung ist. Ein von beiden Seiten ausgehandelter und akzeptierter Vergleich ist einem einseitigen Urteil oftmals vorzuziehen, vor allem in Familienangelegenheiten.

Was die Höhe des geltend gemachten Streitwertes angeht, kommt es darauf an, über welche Summe sich die Parteien geeinigt haben. Sind dies nur die 30.000 Euro, so kommt auch nur dieser Betrag als Streitwert in Frage. Wurde auch eine Einigung hinsichtlich der 5.000 Euro Anwaltskostenzuschuss erzielt, so wirkt dies durchaus streitwerterhöhend. Handelt es sich aber um ein freiwilliges Angebot Ihres Vaters, so bleibt es bei 30.000 Euro. Es kommt also auf die konkrete Einigung an.

Gerne biete ich Ihnen an, dies genauer zu überprüfen. Hierfür bräuchte ich jedoch die Einigung und die Rechnung.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 18.09.2014 | 16:12

Vielen Dank für Ihre Erklärung.
Die erwähnten 5.000 € Anwalskostenzuschuss sind ein freiwilliges Angebot meines Vaters. Die Anwältin meiner Mutter hat diese Auflistung bereits zum Gericht geschickt, obwohl mein Vater sein Einverständnis noch nicht gegeben hat. Diese Anwältin hat im Vorfeld jeden Vergleich abgelehnt (Erinnerung: ich würde meine Mutter beeinflussen). Auch die jetztige Einigung wollte sie nicht wirklich akzeptieren.
Wie kann mein Vater vorgehen, dass der Streitwert nicht 'künstlich' erhöht wird?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.09.2014 | 17:27

Ihr Vater sollte der Anwältin schriftlich mitteilen, dass er den Streitwert von 35.000 Euro für unrichtig hält und Sie zur Korrektur der Rechnung auffordern.
Dabei sollte er auch die Gründe nennen, nämlich, dass die zusätzlichen 5.000 Euro eine freiwillige Zusatzleistung seinerseits waren und der Vergleich nur über einen Netrag von 30.000 Euro zustande gekommen ist. Die freiwillige Zusatzleistung erhöht nicht den Streitwert, da hierüber nicht "gestritten" / verhandelt wurde.

Zudem rate ich Ihrem Vater, den korrigierten Rechnungsbetrag zu begleichen, um mit der Zahlung nicht in Verzug zu geraten, da sonst ggf. Zinsen anfallen würden.
Benutzen Sie dafür am besten einen Online Gebührenrechner und geben Sie dort die 30.000 Euro als Streitwert an.

ANTWORT VON

(68)

Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
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