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Ungerechtfertigter Eintrag von Inkassobüro in Schufa

| 19.07.2013 12:16 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


13:53

Zusammenfassung:

Nach erteilter Restschuldbefreiung kann gegen Gläubiger, die die Forderung gleichwohl noch geltend machen, im Wege der Vollstreckungsgegenklage gemäß § 767 ZPO vorgegangen werden. Leiten diese die Zwangsvollstreckung ein, kann deren Einstellung im Wege des Eilverfahrens beantragt werden.

Hallo,
ich hatte leider in 2002 Insolvenz anmelden müßen. (Erledigt Restschuldbefreit in 2008).
Habe mir wieder bis heute eine absolut sauber Schufa / Bonität aufgebaut. (Score 97,82%)
Habe wieder Kreditkarten, Handy und alles läuft wieder wunderbar.

Heute stelle ich nun fest das die Firma First Debit GmbH bei der Schufa ein Abwicklungskonto hat eintragen lassen.
Nach Auskunft der Schufa sehr Schädlich für meine gute Bonität.

First Debit hatt eine Forderung gekauft die damals ins Insolvenzverfahren einbezogen war, der Gläubiger aber nichts bekommen hat.

Ich habe die Schufa per Mail und fax über das Vorgehen / Vorgang informiert und der First Debit eine Frist gesetzt bis nächsten Freitag die Löschung bei der Schufa vorzunehmen.

Meine Frage: kann ich eine Einstweillige Vefrügung beantragen um den Vorgang voranzutreiben? Kann ich Strafanzeige gegen First Debit stellen? Oder WAS kann ich tun um die Sache schnellstmöglich wieder rauszubekommen.

First Debit wusste ganz genau das sie nichts mehr zu gut hat und versucht es trotzdem.Lt. Telefonat mit denen haben sie auch einen Gerichtsvollziehe losgeschickt !!!

Das kann doch alles nicht Rechtens sein.

Bitte wer kann mir helfen??

1000 x Danke

19.07.2013 | 12:57

Antwort

von


(577)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Da die Forderung von der Restschuldbefreiung erfasst ist, können Sie im Wege der sog. Vollstreckungsgegenklage gemäß § 767 ZPO gegen die Gläubigerin vorgehen. Da wohl die Zwangsvollstreckung eingeleitet wurde, können Sie zudem die einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung, also das von Ihnen erwähnte Eilverfahren beantragen.

Soweit die Forderung mehr als EUR 5.000,00 beträgt, sind die Landgerichte zuständig, so dass Sie einen Anwalt beauftragen müssen. Aber auch wenn die Sache vor das Amtsgericht kommt, sollten Sie einen Anwalt beauftragen, da die Formulierung der Anträge juristische Kenntnisse erfordert.

Im Hinblick auf die Schufa-Eintragung können Sie gesondert die Beseitigung verlangen und notfalls ebenfalls zivilrechtlich verklagen.

Ansatz für eine Strafanzeige sehe ich im ersten Moment hingegen nicht. Die unberechtigte Geltendmachung einer Forderung ist per se nicht strafbar. Zudem helfen Ihnen strafrechtliche Ermittlungen bezüglich Ihrer Bonität ja nicht weiter.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 19.07.2013 | 13:05

Guten Tag Frau Dr. Elke Scheibeler,

zunächst vielen Dank.
Die wollen 745 € (wohl nur Anwalts und Inkassokosten)

Würden Sie das Mandat übernehmen und die von ihnen vorgeschlagenen rechtlichen Schritte gegen dieses Inkassounternehmen und der Schufa einleiten?? und was würde es mich kosten??
Wer muss die Kosten letztendlich tragen??

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.07.2013 | 13:53

Sehr geehrte Fragestellerin,

natürlich kann ich Ihnen in der Sache weiterhelfen. Bei EUR 745 Anwalts- und Inkassokosten dürfte die Hauptforderung wohl schon einige tausend Euro betragen. Da sich die anwaltlichen Gebühren nach dem Gegenstandswert richten und ich diese nicht kenne, ist es schwierig zu den Kosten hier Stellung zu nehmen.

Bei einem Gegenstandswert von EUR 4.000,00 würden die Kosten für meine Tätigkeit überschlägig EUR 700,00 betragen. Hinzu kämen noch Fahrtkosten oder die Kosten eines Unterbevollmächtigten für einen Gerichtstermin. Weiter fallen noch Gerichtskosten von ca. EUR 300,00 an, wobei ich unterstellt habe, dass der Prozess noch vor der Gebührenreform am 01.08.2013 in Gang kommt, die zu einer Erhöhung der Gebühren führt.

Wenn Sie den Prozess gewinnen, haben Sie einen Kostenerstattungsanspruch gegen den Gegner. Sie haften aber sowohl der Gerichtskasse, die einen Vorschuss fordern wird, also auch mir, falls dieser selbst insolvent ist. Ich erwarte zudem eine kontinuierliche Bezahlung während des Rechtsstreits und trete nicht mit meinen Leistungen in Vorkasse.

Ausgenommen ist der Fall der Prozesskostenhilfe, die Ihnen bewilligt würde, wenn Sie Sozialleistungen erhalten oder ein ähnlich niedriges Einkommen haben.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 19.07.2013 | 14:03

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