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Ungerechtfertigte Forderung - J-Labs, Unsiscore und dann RA Hoepner

| 20.05.2014 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Zusammenfassung: Inkassoschreiben wegen unberechtigter Forderung

Ende 2012 kam ein Schreiben einer Uniscore GmbH. (Über die Abzocke seitens der Uniscore ist einiges zu lesen im WEB). Hier gäbe es eine Hauptforderung in Höhe von 5,95€ (angeblich eingeholte Selbstauskunft) die nun zu rund 80€ angewachsen ist. Eine solche Selbstauskunft wurde nie eingeholt. 3 weitere Schreiben folgen mit Androhungen von Mahnbescheiden und gerichtlichen Schritten etc. und der Aufforderung die Ratenzahlungsvereinbarung zu unterzeichnen.
Nach dem dritten Schreiben wurde dann die dubiose Forderung um die Sache zu beenden in 4 Monatsraten abgezahlt. Die Ratenzahlungsvereinbarung wurde nicht unterzeichnet und auch nicht schriftlich auf deren Schreiben reagiert. Trotz der Zahlungen folgten weitere fast gleichlautende Schreiben der Uniscore (zuletzt mit fantasievollen Drohungen wie Gerichtsvollzieher, Kontopfändungen, EV,....), der Forderungsbetrag variierte stets ein wenig.
Diese Schreiben, zuletzt vom Sept.2013 wurden weiter ignoriert, da die angebliche und ohnehin ungerechtfertigte Forderung ja bezahlt wurde.
Nun kommt ein Schreiben der Anwaltskanzlei Hoepner aus Ludwigshafen. Auf alle Zahlungsforderungen wurde nicht reagiert, es bestehe weiterhin die Forderung Summe X, Zahlungsfrist Y, sonst Einleitung gerichtliches Verfahren.

Was sollte man hier am Besten tun? Das Schreiben der Kanzlei zu ignorieren oder anschreiben?

Vielen Dank im Voraus

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Rechtlich gesehen ist die Angelegenheit eindeutig.

Um die angebliche Forderung gegen Sie durchsetzen zu können muss diese Firma Ihnen einen Vertragsschluss in Nachweis bringen.

Da Sie diese angebliche Selbstauskunft nicht eingeholt haben, wird ein solcher Beweis nicht gelingen.

Das bedeutet: Würde die Gegenseite tatsächlich ein ger. Mahnverfahren oder eine Klage gegen Sie einreichen, würde sie den Prozess verlieren.

In rechtlicher Hinsicht brauchen Sie sich also keine Sorgen zu machen.

Tatsächlich sollte Sie jedoch auf das Anwaltsschreiben reagieren.

Ich halte es zwar für nicht wahrscheinlich, dass Sie aufgrund der vorliegenden Beweislage tatsächlich mit einem gerichtlichen Verfahren überzogen werden.

Es besteht aber die Gefahr, dass Ihnen der Anwalt oder aber das Inkassobüro eine negative Schufa-Eintragung verpasst, wenn Sie sich nicht melden (also die Forderung nicht bestreiten, aber auch nicht bezahlen).

Aus diesem Grunde sollten Sie den Anwalt einmal anschreiben (Einwurfeinschreiben) und ihm klar und unmißverständlich mitteilen, dass Sie definitiv nicht zahlen werden und die Forderung bestreiten. Schreiben Sie weiter, dass ein weiteres außergerichtliches Anmahnen sinnlos ist.

Wenden Sie sich dann an die Schufa und holen Sie dort zur Sicherheit eine (kostenlose) Selbstauskunft ein. Sollten Sie tatsächlich einen Negativeintrag finden, so wenden Sie sich schriftlich an die Schufa, fügen Ihr Schreiben an den Anwalt in Kopie bei und teilen mit, dass die Forderung bestritten ist.

Die Schufa wird daraufhin den Eintrag sofort sperren/löschen.

Zusammenfassend: Rechtlich zu befürchten haben Sie nichts. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie aber einmal reagieren und Ihren Schufa-Eintrag kontrollieren.







Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 20.05.2014 | 10:51

Sehr geehrter Herr Schiessl,
vielen Dank für Ihre Antwort!
Allerdings wurde, wie schon geschrieben, die Forderung bereits in 4 Raten beglichen. Spielt dies eine Rolle dass schon bezahlt wurde (auch wenn er nicht hätte sein sollen)? Kann man hier dem Herrn Anwalt somit klar schreiben, dass die angebliche Forderung zu Erledigung der Sache, ohne jegliche Schuldanerkenntnis beglichen wurde?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.05.2014 | 12:57

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nein, das spielt keine Rolle. Vor allem wird das Verhaltend dieser Firma dadurch nicht gerechtfertigt.

Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn Sie die Ratenzahlungsvereinbarung unterzeichnet hätten. In diesem Falle würde mann in der Vereinbarung ein Anerkenntnis sehen können.

Aber selbst wenn Sie die Vereinbarung unterzeichnet hätten könnten Sie mit der Zahlung der Raten immer noch die Erfüllung einwenden.

Auch unter diesem Aspekt kann die Gegenseite keine Ansprüche ableiten.

Schreiben Sie daher einmal den Anwalt an und weisen Sie die unberechtigte Forderung zurück.

Kontrollieren Sie aber auch Ihre Schufa-Eintragungen zur Sicherheit.






Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.05.2014 | 14:10

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