Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ungerechtfertigte Bereicherung

13.09.2008 16:13 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Meine Freundin hat ein Problem: Sie hat sich nach vielen Jahren vom Lebensgefährten getrennt. Dieser ist beruflich selbständig im Baugewerbe tätig und beschäftigt unter anderem Schwarzarbeiter. Diese sind dadurch getarn, indem sie auf minimaler Bais angestellt sind, (Monatslohn ganz minimal, so daß sie gerade versichert sind bei der Knappschaft). Meine Freundin hatte von ihrem damaligen Lebensgefährten den Auftrag regelmäßgig Geld abzuholen (mit seiner EC-Karte) vom Geschäftskonto um die Arbeiter den "Rest" des Lohnes in bar geben zu können. Nach der Trennung behauptet er nun, sie hätte ihn um ca. 6000 Euro betrogen. (Seine Anwältin schreibt von ungerechtfertigter Bereicherung). Er ist sehr verletzt, weil sie ihn verlassen hat.
Das Geld hat sie wirklich abgeholt und ihn übergeben.
Aber zum einen hatte sie den Auftrag dazu, zum anderen haben sie zusammen gelebt.
Natürlich war die Übergabe ohne Quittung.
Kommt er mit so einer Behauptung durch?
Aussage ist hier gegen Aussage, oder?
Wie würde vor Gericht geurteilt werden??

Zweite Frage: Wie kann man ihm die Schwarzarbeit nachweisen? Die Bücher sind alle sauber und ordnungsgemäß. Die "Schwarzarbeiter" sind ja für ca. 10-15h die Woche angemeldet gewesen. Auf dem Baustellen stecken wohl alle unter einer Decke, da "verrät" sich niemand gegenseitig.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes zusammenfassend wie folgt:

Wenn der Ex-Freund Ihrer Freundin 6000,- Euro haben möchte, dann muss er beweisen, dass er einen Anspruch darauf hat. Wenn das Geld mit der EC-Karte des Ex-Freundes von dessen Konto abgehoben wurde, dann müsste er zunächst schonmal beweisen, dass die Freundin überhaupt das Geld jemals hatte.

Ihre Freundin sollte sich Ihre Angaben gegenüber der Anwältin daher sehr genau überlegen und ich empfehle, hierfür einen Anwalt zu beauftragen.

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Ex-Freund ja ein Interesse daran hat, seine Schwarzarbeit zu verheimlichen, wird es es vermutlich nicht auf einen Prozess ankommen lassen. In diesem Fall wäre das Risiko sicher zu hoch, dass es gegen ihn entsprechende Ermittlungen geben könnte.

Zudem sollte auch Ihre Freundin aufpassen. Denn da diese in Kenntnis der Umstände gehandelt hat, kommt eine Beihilfehandlung zumindest in Betracht.

Wenn es keinerlei Nachweise oder Quittungen gibt, dann wird das Gericht (Zivilprozess) wahrscheinlich sein Urteil nach der Beweislast treffen. Der Ex-Freund ist beweispflichtig für die Tatsache, dass Ihre Freundin überhaupt das Geld in Ihrem Besitz hatte. Wenn dieser Nachweis erbracht ist, dann ist Ihre Freundin in der Beweislast für die Behauptung, sie haben das Geld auftragsgemäß übergeben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81014 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die schnelle Antwort. Sehr verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort kam sehr schnell und überdies wurde die Rückfrage prägnant und zügig beantwortet. Ich würde mich jederzeit wieder vertrauensvoll an ihn wenden. Jedem, der dringend juristischen Rat sucht, nur zu empfehlen! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr Freundlich und kompetent sehr Ausführlich weitergeholfen nur zu Empfehlen . Herzlichen Dank ...
FRAGESTELLER