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Unfallwagen unwissentlich verkauft

10.07.2012 23:13 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Mack


Habe Anfang 2012 einen gebrauchten VW zum Kaufpreis von 5.000 € von privat für meinen Sohn gekauft. Das Fahrzeug wurde gemäß Kaufvertrag als unfallfrei vom Verkäufer verkauft. Der Verkäufer ist nicht im Brief eingetragen. Das Fahrzeug war für seine Frau gedacht, die es aber nicht mehr mochte. Im Fahrzeugbrief gibt es einen Vorbesitzer, den Erstbesitzer.

Der VW wurde vor 2 Wochen wieder an privat verkauft, weil mein Sohn ein Studium beginnt.
Ich habe im Kaufvertrag die Unfallfreiheit für den Zeitraum, in dem das Fahrzeug mein Eigentum war, zugesichert. Sachmängelhaftung wurde ausgeschlossen.

Bei einer vom Käufer veranlassten Routineuntersuchung wurde nun festgestellt, dass es sich um einen Unfallwagen handelt. Der Käufer hat mit mir bereits Kontakt aufgenommen. Seine Recherchen ergaben, dass der Erstbesitzer Ende 2011 einen Totalschaden mit dem Fahrzeug hatte. Der VW wurde über eine Unfallfahrzeugbörse an einen Autohändler verkauft, von dem mein Verkäufer das Fahrzeug käuflich erworben hat.
Eine daraufhin telefonische Kontaktaufnahme hat mein Verkäufer abgebrochen.

Wie handle ich nun richtig....
Bin ich meinem Käufer gegenüber zum Schadenersatz/zur Wandlung verpflichtet, obwohl ich das Fahrzeug schriftlich nachweislich als unfallfrei erworben habe, ihn also nicht arglistig getäuscht habe?
Wie kann ich meinen Käufer unterstützen? Ich möchte das Fahrzeug jedoch nicht zurücknehmen.
Sollte ich meinem Verkäufer eine Frist zur Wandlung setzen oder st es möglich, dass mein Käufer eine Wandlung direkt von meinem Verkäufer verlangen kann?
Ich habe zusätzliche Kosten für Reparaturen in das Auto gesteckt, kann ich diese bei meinem Verkäufer geltend machen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung kann durch Ihre Anfrage nicht ersetzt werden.

Dies vorausgeschickt möchte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes gerne wie folgt beantworten:


Die entscheidende Frage für Sie ist, ob Sie dem Käufer zur Gewährleistung verpflichtet sind.
Nach Ihren Angaben sind Sie privater Verkäufer, daher ist die Möglichkeit gegeben, daß Sie die Gewährleistung ausschließen.
Das haben Sie nach Ihren Angaben auch getan, abgesehen von der Unfallfreiheit für den Zeitraum Ihres Besitzes.

Ein Haftungsausschluß ist allerdings nach § 444 BGB unwirksam, wenn der Verkäufer einen Mangel arglistig verschwiegen hat, oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat.

Beide Ausnahmen liegen nach Ihren Angaben nicht vor, daher sind Sie weder zum Schadensersatz noch zur Gewährleistung verpflichtet.

Der Käufer kann keine Ansprüche gegen Sie geltend machen.

Zur „Unterstützung" Ihres Käufers: Dies sollten Sie sich gut überlegen. Grundsätzlich könnten Sie natürlich Schadensersatzansprüche bzw. Gewährleistungsansprüche gegenüber Ihrem Verkäufer geltend machen.

Dann könnten Sie einen entsprechenden Minderwert Ihrem Käufer (teilweise) überlassen. Davon würde ich jedoch eher abraten, da Sie in diesem Fall bei einer gerichtlichen Klage das Prozeßrisiko tragen. Ihr Käufer hat keinen vertraglichen Anspruch gegen Ihren Verkäufer.

Der Verkäufer ist offensichtlich nicht zu einer außergerichtlichen Einigung bereit.

Kann gegenüber dem Verkäufer kein Anspruch durchgesetzt werden – z.B. kein Vermögen, kein Nachweis über die Kenntnis des Unfalls etc. – dann müssen Sie die Kosten tragen.

Letztlich muß man wohl sagen, daß der Käufer den VW vor dem Kauf hätte untersuchen müssen. Bei einem Gewährleistungsausschluß und fehlender Untersuchung muß mit derartigen Risiken gerechnet werden, die in diesem Fall bei Ihrem Käufer verbleiben.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen auch über die angegebene E-mail Adresse gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Mack
Rechtsanwalt


________________________________________________________
Rechtsanwalt Thomas Mack
Throner Str. 3
60385 Frankfurt a.M.
Tel.: 0049-69-4691701
E-mail: tsmack@t-online.de



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