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Unfallwagen über eBay ersteigert, aber Schrott bekommen.


28.10.2005 10:41 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Betreff: Rücktritt vom Kaufvertrag?

Nachricht: Guten Tag, Ich bin neu hier und recht gespannt ob mir jemand helfen kann. Ich habe am 29. Aug 2005 über Ebay einen Unfallwagen (VW T4 Bj.96) ersteigert. Gegenstandswert 2000 Euro. Nach Auskunft (ebay schriftlich) des Verkäufers gehörte zu dem Auktionsangebot: " Motor und Getriebe komplett Baujahr 97 alles noch komplett eingebaut incl. Unfallkarosse incl. Hinter- und Vorderachse...Standheizung... da privat keine Garantie" Nach telefonischer Rückfrage meinerseits sollte der Motor laufen und zum Rahmen ein Brief gehören dieser sei nur vorrübergehend stillgelegt und nicht verschrottet. nach diesem Gespräch und den darin enthaltenen Zusagen - Entscheidung zum Kauf Dann habe ich mich auf den Weg gemacht das Fahrzeug abzuholen. Jedoch wurde ich vor Ort wegen des Briefes vertöstet, dieser sei noch beim Vorbesitzer demjenigen der den Unfall hatte. Sein Sohn kümmere sich um die Angelegenheiten und hätte den Brief noch nicht gefunden. ich bekäme diesen mit der Post innerhalb der nächsten Tage... Deshalb Übergabe des Fahrzeuges und eines handschriftlichen Kaufvertrages mit der einer Notiz über den Erhalt der Geldes und das Fehlen des Briefes... Anschließend fuhr die Person in den Urlaub nach Norwegen und diverse andere Besorgungen - war selten zu erreichen und jede Nachfrage nach dem Brief war ohne Wirkung - nur Vertröstungen (meist telefonisch einige sms)... In der Zwischenzeit habe ich den Motor samt Getriebe und Achsen des Unfallfahrzeuges in meinen eigenen Wagen mit Motorschaden einbauen lassen. Die Hinterachsen waren sogar noch beschädigt und mussten erneuert werden. (obwohl bei ebay als in ordung deklariert - wertminderung?) In der zwischenzeit hatte ich selber bei ebay den Rahmen angeboten und ernstgemeinte Anbebote auf Rahmen mit Brief erhalten (zwischen 1000-2000 euro...) jedoch die Auktion zweimal beenden müssen - aufgrund der nicht eingehaltenen zusage den brief endlich zu erhalten. Nochmal die Nachfrage ob der Brief in Ordnung keine Stempel keine abgeschnittenen Ecken oder ähnliches ? Antwort: nein! Er hätte den Brief mit einem Paket von Kollegen seiner Firma schicken lassen - dieses sei wieder zurück und nach dem zweiten Versuch ist dieser gestern bei meinen Eltern angekommen. (27.10.2005). Der Brief ist von Amt als verschrottet abgestempelt und so wertlos - im Gegenteil es sind sogar noch zusätzliche Verschrottungskosten zu erwarten. nach einen Anruf kam von Ihm die Antwort er hätte den Brief nie in den Händen gehalten!!!! nur eine kopie ohne abstempelung ich habe diese kopie gestern per fax erhalten. abgestempelt wurde der schon am 21. juli 05 (ersteigent von mir am 29 Aug.) MEINE FRAGE: ist dieser Kaufvertrag gültig!!! 1. da der verkäufer nie im besitz des Briefes war, kann er diesen dann überhaupt zum kauf anbieten und wenn nicht wäre dann nicht der Kaufvertrag nicht ungültig bis zu den Zeitpunkt bei dem der brief in seinen besitz übergegangen war 2. gibt es eine möglichkeit da ich den brief nicht bekommen hatte das das fahrzeug auch nicht in meinem besitz ist und immernoch wen auch immer gehört 3. Versuch der Täuschung? 4. irgendeine andere möglichkeit? 0170-7516620

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Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst einmal ist der Kaufvertrag gültig. Es ist völlig unerheblich, ob der Verkäufer im Besitz des Briefes war oder nicht. Dementsprechend ist das Fahrzeug auch durch die Übergabe an Sie in Ihr Eigentum übergegangen.

Ob Sie wegen der falschen Angabe bezüglich des Briefes (nur vorübergehend stillgelegt statt endgültig stillgelegt) nun Mängelgewährleistungsansprüche geltend machen können, ist sehr fraglich. Zunächst hat der Verkäufer die Gewährleistung ausgeschlossen. Auf diesen Gewährleistungsausschluss kann sich der Verkäufer aber dann nicht berufen, wenn die Kaufsache einen ihm bekannten Mangel aufweist und er diesen arglistig verschwiegen hat.

Hier gehen die Probleme los: Zum einen gibt es nur eine mündliche Aussage, der Wagen sei nicht endgültig stillgelegt. Dass es diese Auskunft durch den Verkäufer überhaupt gab müssten Sie im Streitfall beweisen. Auch betreffend die mögliche Arglist des Verkäufers müssten Sie Beweis antreten, dass der Verkäufer wusste, dass der Wagen endgültig stillgelegt war oder "ins Blaue hinein" diese Behauptung aufgestellt hat. Sofern Sie diese Beweise nicht antreten können, würde ein entsprechender Versuch der Geltendmachung von Gewährleistungsrechten nicht von Erfolg gekrönt.

Schließlich bliebe als einzig wirtschaftliches Gewährleistungsrecht nur die Minderung, da die Wandlung oder die Rückabwicklung nach Rücktritt kaum mehr durchführbar sind, da Sie schon wesentliche Teile des Wagens anderweitig verbaut haben.

So, wie sich die Sachlage nach Ihrer Schulderung darstellt, würde ich Ihnen fast empfeheln, den Mindererlös führ den Rahmen ohne Brief als Lehrgeld abzubuchen, da sich die Durchsetzung von Gewährleistungsrechten nach dem oben Gesagten als äüßerste schwierig erweist.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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