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Unfallversicherung / Prüfung des Leistungsanspruchs

23.09.2019 21:39 |
Preis: 60,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Sehr geehrte Damen und Herren.

Am 6.6.2018 erlitt mein Vater einen Unfall. Er stürzte während eines Krankenhausaufenthaltes und zog sich einen Oberschenkelhalsbruch zu. Der Schaden wurde am 22.06.18 unserer Unfallversicherung (Janitos Versicherung) gemeldet.

Am 17. Oktober 2018 erhielten wir die Nachricht der Versicherung, dass aufgrund der Vertragsbedingungen eine vorläufige Entschädigungsleistung von 11.640 € gezahlt wird, eine "vermutliche Mindestinvalidität von 2/10 des Beines" vorliegt (m. E. eine falsche Einschätzung, da mein Vater seither nicht mehr laufen kann) und das eine Abschluss Begutachtung etwa ab Juni 2019 sinnvoll und vorgesehen sei.

Mit Schreiben vom 5. Juni 2019 forderte uns die Versicherung dann auch auf, einen Gutachter Termin wahrzunehmen, der am 28. Juni 2019 stattfand. Schon in diesem Schreiben wurden wir darauf hingewiesen, dass es einige Wochen dauern wird, bis das Gutachten von der Versicherung vorliegt und wir uns bis dahin gedulden müssen.

Die für das Gutachten erstellten neuen Röntgenbilder erhielten wir nach circa 2 Wochen vom Gutachter per Post zurück, so dass wir davon ausgehen, dass das Gutachten seither bei der Janitos Vs. vorliegt.

Eine telefonische Nachfrage Anfang August wie lange die Bearbeitung noch dauern wird, wurde mit der Aussage "es dauert noch circa 2-3 Wochen" beantwortet.

Am 23. August erfolgte eine zweite telefonische Rückfrage. Die Aussage "es dauert noch 2-3 Wochen" wurde hier wiederholt und mit Personalknappheit und hohem Arbeitsaufkommen begründet.

Am 13. September erfolgte unsererseits die dritte Nachfrage, die erneut mit einer Vertröstung für 2-3 weitere Wochen beantwortet wurde.

Meine Frage ist nun, wie lange muss ich mich gedulden, bis die Versicherung antwortet, beziehungsweise welche Mittel gibt es, den Vorgang zu beschleunigen, allerdings unter Berücksichtigung der Tatsache, dass wir die Versicherung auch nicht verärgern wollen. Es geht schliesslich um eine beträchtliche Geldleistung. Mir liegt daran, dass mein Vater von der Leistung noch profitieren kann, da er aber nunmehr 80 Jahre alt ist und sein allgem. Gesundheitszustand ziemlich labil ist, liegt mir viel, an einer zügigen Bearbeitung.

Gibt es Fristen für die Versicherung?

Mit freundlichen Grüßen
Martina Schulte

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen sich nicht weiter gedulden. Es ist leider nicht unüblich, dass Versicherungen die Regulierung verzögern.
Es gibt keine gesetzliche Frist, in der die Versicherung reguliert haben muss. Sie sollten der Versicherung eine Frist zur Regulierung und insbesondere zur Vorlage des Gutachtens setzen und darauf hinweisen, dass Sie nach fruchtlosem Fristablauf sich an den Versicherungsombudsmann wenden werden. Dies ist eine Verbraucherstelle, die kostenlos zur Streitbeilegung zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer tätig wird.
Ohne Einschaltung des Versicherungsombudsmann oder eines Rechtsanwaltes wird Ihnen leider nichts anderes übrig bleiben, als weiter abzuwarten. Auch ich gehe davon aus, dass das Gutachten bereits vorliegt und die Versicherung lediglich die Regulierung verzögert.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M. (Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt

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