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Unfallversicherung Privat gliedertaxe

24.08.2017 08:19 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Mich würde mal interessieren aufgrund eines Schadensfalles wie das mit der Gliedertaxe bei privaten Unfallversicherungen ist. Dort steht ja geschrieben, dass für eine vollständig gebrauchsunfähige Hand 55 % veranschlagt sind. Das heißt nach dem BGH Urteil ja, dass dies auch bei ein versteiftes Handgelenk zutrifft. Ich habe nämlich nach einem Unfall ein versteiftes Handgelenk.

Nach meiner Versicherung, von denen ich übrigends zwei habe, heißt es im Vertrag, dass für vollständige Gebrauchsunfähigkeit der Hand, was mit einer Versteifung ja gegeben ist, gibt es laut Vertrag A 90% und in Vertrag B 70 %.

Jetzt meine Fragen:
Nach welcher Gliedertaxe wird das bemessen mit meiner Hand? Nach der allgemeinen Gliedertaxe mit 55% oder die von der Versicherung weil man den besten Tarif gewählt hat? Heißt das, dass ich dann 90% bekomme bzw 70% von beiden Versicherungen oder wie rechnen die das?

Mir steht bei über 50 % Unfallrente zu aus Versicherung A 1500 Euro und aus Versicherung B 1000 Euro. Ich hatte aber einen Vorschaden im Handgelenk der auch mit 20% bemessen wurde von der BG vor 12 Jahren. Fällt das ins Gewicht? Ich habe gehört, dass Vorschäden erst ab 25 % zur Geltung kommen.

Also wichtig ist mir die beantwortung mit der Gliedertaxe. Weil ich bei Versicherung A den Maxitarif habe für Hand mit 90% und bei Versicherung B, dessen Vertrag ich eigentlich schon gekündigt habe, steht für Hand 70%. Wenn ich alles richtig verstanden habe, müßten jetzt doch beide den vollen Wert der versichert ist, bezahlen. Sprich 90 und 70 % der Invaliditätssumme und halt die Unfallrente. Oder???? Und wie ist das mit dem Vorschaden?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie teilen mit, dass Sie im Rahmen Ihrer Unfallversicherung abweichend von der Gliedertaxe 55% für Invalidität in der Hand 90% bzw. 70% vereinbart haben.

Damit haben Sie nach Ihrem Tarif eine sog. verbesserte Gliedertaxe vereinbart und werden daher bei Vollinvalidität im Bereich der Hand 90 bzw. 70% der Versicherungssumme erhalten. Selbstverständlich geht das konkret Vereinbarte der allgemeinen Gliedertaxe vor.

Im Hinblick auf den Vorschaden ist es leider so, dass nach den meisten Versicherungsbedingungen (z.B. § 7 I Abs.3 AUB 94) bei der Bemessung der Invalidität dieser in Abzug zu bringen ist. Dies ist lediglich nicht der Fall, wenn es sich um altersgerechte degenerative Veränderungen und nicht um echt Vorschäden handelt.

Die von Ihnen genannte 25% Grenze gilt bei der Minderung der Leistungspflicht bei einem Unfall, der auf der Vorschädigung beruht.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.08.2017 | 09:44

Also würde bedeuten das bei mir bei Versicherung A 90% für die Hand minus 20% Vorschaden, auf 70% gerechnet wird und bei Versicherung B auf 50% ? Also würde mir die Rente zustehen?
Das mit dem Vorschaden habe ich nicht richtig verstanden. Der ist bei mir durch einen Unfall entstanden. Also wenn ich richtig verstanden habe, dann meinen sie, die Arthrose ist nicht wegen dem Alter entstanden, sondern durch den Unfall und wird deswegen abgezogen?

Endlich mal ein Anwalt, der in normalen Deutsch antwortet. Top

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.08.2017 | 13:17

Sehr geehrter Fragesteller,

ja, es ist richtig, dass Sie unter Berücksichtigung des Vorschadens von Versicherung A 70 % und von Versicherung B 50 % erhalten.

Sofern Sie ab 50 % Rente erhalten, ist auch dies damit erfüllt.

Das mit dem Vorschaden haben Sie auch richtig verstanden. Häufig sehen Versicherungen normale altersbedingte Einschränkungen als Vorschaden an. Dies ist allerdings nicht richtig. Sofern bei Ihnen die Arthrose unfallbedingt ist, ist es richtig, wenn die Versicherung diese als Vorschaden berücksichtigt und in Abzug bringt.

Es freut mich, wenn ich mich verständlich ausgedrückt habe.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.(Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt

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