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Unfallversicherung Gutachten Fristeinhaltung

18.03.2008 18:45 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler


Guten Tag,
am 24.03.2005 zog sich meine Frau beim Skifahren einen Kreuzbandriss zu. Am 07.04.2006 wurde unter Berücksichtigung der AUB, ein Medizinisches Gutachten zur Feststellung des Invaliditätsgrad erstellt. Das Ergebnis war 1/10 Bein mit dem Hinweis, das es sich nicht um einen Endzustand handelt und empfohlen wurde, die abschließende Untersuchung im 3 Unfalljahr zu machen. Von der Versicherung bekamen wir ein Schreiben, das die Abschlußuntersuchung für Dezember 2007 vorgemerkt ist. Am 10.12.2007 bakamen wir ein Schreiben von der Versicherung, das ein Gutachter beauftragt wurde, der sich zur Terminierung mit uns in Verbindung setzen würde. Dieser Termin war am 11.02.2008. Das Ergebnis, 3/7 Bein. Daraufhin schrieb die Versicherung uns, das die Beurteilung unter Berücksichtigung des ersten Gutachtens nicht nachvollziehbar ist, und bat uns um ein nochmaliges Gutachten. Nach §9.4 der AUB, sind beide Parteien berechtigt, den Grad der Invalidität jährlich, längstens bis zu 3 Jahren nach dem Unfalltag bemessen zu lassen. Der neue Termin ist am 07.04.2008, und liegt außerhalb der 3 Jahresfrist. Nach einem Telefonat mit der Versicherung und dem Hinweis, das der neue Termin ausserhalb der Frist wäre, sagte man uns das in jedem Fall das letzte Gutachten angefochten würde, und wir den Termin wahrnehmen müssten. Jetzt die Frage. Müssen wir dem Termin nachgehen oder muß die Versicherung das letzte Gutachten anerkennen.

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Die Beurteilung der Unfallfolgen und der eingetretenen Invalidität im Rahmen eines privaten Unfallversicherungsvertrages erfolgt grundsätzlich nach einem Jahr. Dabei kann eine Neubemessung erfolgen, wenn eine Verschlimmerung zu erwarten ist und sich diese Neubemessung vorbehalten wurde. Endgültig hat diese allerdings drei Jahre nach dem Unfall zu erfolgen. Dies bedeutet allerdings nur, dass als Zeitpunkt für diese Neubemessung die drei Jahresfrist gilt. D.h. bei einer Begutachtung ist auf den Zustand zu diesem Zeitpunkt abzustellen. Nicht entscheidend ist, wann das Gutachten selbst gefertigt wurde. Dies kann somit auch noch nach Ablauf dieser Frist, z.B. im Rahmen eines Klageverfahrens, erfolgen, hat dann allerdings rückwirkend auf diesen Zeitpunkt abzustellen und darf spätere Änderungen nicht mehr berücksichtigen, es sei denn sie waren zum Beurteilungsstichtag aus medizinischer Sicht bereits mit Gewissheit zu prognostizieren.

Die Versicherung muss daher nicht allein aufgrund des Zeitablaufes das letzte Gutachten anerkennen.

Unter den Gesichtspunkten der Mitwirkungsverpflichtung wird Ihre Frau daher den Termin wahrzunehmen haben.

Sollten Sie sodann mit der letztendlichen Entscheidung der Gutachter nicht einverstanden sein, bzw. die Versicherung, oder sollten diese kein eindeutiges Ergebnis liefern bzw. auch sonst keine Einigung erfolgen, verbleibt Ihnen bzw. der Versicherung noch der Rechtsweg. Dabei können Sie sich dann auf das für Sie günstigere Gutachten stützen, wobei allerdings das Gericht höchstwahrscheinlich auch selbst ein weiteres Gutachten einholen wird.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -


www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net




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