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Unfallfrei lt.Vorbesitzer vs. Reperatur durch Autohaus.


27.11.2013 13:46 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von



Gebrauchtwagen (Bj 2007, 120000km,11000€) im gewerblichen Autohaus gekauft.Im Kaufvertrag steht drinne (Laut Vorbesitzer unfallfrei), im persönlichen Verkaufsgespräch habe ich mehrfach darauf hingewiesen das mir unfallfreiheit sehr wichtig ist, und habe gesagt bekommen "Fahrzeug ist unfallfrei" (Zeuge, Kumpel, war mit dabei). 10 Tage später wurde durch mich ein Schaden am Schweller festgestellt, dessen fachgerechte Behebung ca. 2500€ kostet.
Auto will ich auf jedenfall behalten

Fragen: gilt hier trotz des "lt.Vorbesitzer unfallfrei" dass ich diesen Unfallschaden nicht erwarten musste? ( Urteil:Nach der Rechtsprechung des Senats kann der Käufer auch beim Kauf eines gebrauchten Kraftfahrzeugs, wenn keine besonderen Umstände vorliegen, im Sinne von § 434 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BGB erwarten, dass das Fahrzeug keinen Unfall erlitten hat, bei dem es zu mehr als "Bagatellschäden" gekommen ist. )

Stimmt es dass ich von dem Verkäufer diesen Schaden (2500€) und eine merkantile Wertminderung verlangen kann, ohne das er ein Nachbesserungsversuch machen darf?
Weil aus einem Unfallwagen kann er ja keinen nicht Unfallwagen machen. Aber was ist mit dem eigentlichen Schaden? Darf dieser Schaden durch das Autohaus repariert werden? Oder darf ich das auch einfach als sofortige Kaufpreisminderung einfordern? Weil will den Wagen lieber selber reparieren.

Super wäre ein auch Urteil wo es nicht um Rückabwicklung wegen Unfallschaden geht sondern um die Kosten der Behebung des Unfalls....

Hier mein Schreiben an das Autohaus:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wie bereits angezeigt hat der Wagen einen Unfallschaden (Schweller eingedrückt) obwohl er als unfallfrei verkauft wurde. Dieser Schaden war dem Autohaus von dem Sie den Wagen erworben haben bekannt (Ihre Aussage in unserem Telefongespräch). Nach Rücksprache mit einem Sachverständigen möchte ich Sie bitten, den hieraus entstandenen Schaden als Kaufpreisminderung zu begleichen. Laut Sachverständigen beläuft sich die Schadenhöhe auf 2500€. Die merkantile Wertminderung (Fahrzeug kann nicht mehr unfallfrei verkauft werden) beziffere ich auf 500€. Ich gehe davon aus, dass Sie diese Kaufpreisminderung ebenfalls gegenüber Ihrem Verkäufer geltend machen, daher habe ich die Kalkulation des Sachverständigen beigefügt.

Ich bitte Sie daher, die Schadenposition von insgesamt 3000€ bis zum xx.xx.xxxx auf folgendes Konto zu überweisen:



Ist das so in Ordnung?






Einsatz editiert am 27.11.2013 13:57:53
27.11.2013 | 15:28

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Das Schreiben ist zwar durchaus in Ordnung, allerdings hat der Verkäufer durchaus das Recht einer Neulieferung. D.h., er kann Ihnen ein gleichwertiges Auto (gleiches Fabrikat, gleiches Baujahr, gleicher Kilometerstand, gleiche Ausstattung etc.) liefern, wenn er eins findet. Erst wenn er das endgültig verweigert, eine entsprechend gesetzte Frist verstreichen läßt oder zweimal erfolglos neu liefert, haben Sie Anspruch auf Minderung.

Ich gebe gerne zu, dass das Recht auf Neulieferung bei Gebrauchtwagen eher theoretisch ist, da ein gleiches Auto nur schwer bis unmöglich zu finden ist. Dennoch müssen Sie das Recht auf Neulieferung beachten, da Ihr Recht auf Minderung nachrangig ist, d.h. erst dann besteht, wenn die Neulieferung fehlschägt oder unmöglich ist.

Ich empfehle daher, das Schreiben so zu ändern, dass Sie dem Verkäufer eine Frist (14 Tage) zur Neulieferung setzen und direkt für den Fall der Nicht-Neulieferung den Anspruch auf Minderung geltend machen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2013 | 15:40

Ist mir eine Neulieferung den zumutbar, schliesslich müsste ich dann erneut den Wagen abmelden und Zulassen usw. Die Zeit dafür habe ich nicht. Es handelt sich um eine seltene Version des Wagens 4x4,Leder, Soundsystem. Ausserdem hatte ich bereits 2 unverschuldete Unfälle (Heck und Front) die ich bereits reparieren lassen habe und eine Standheizung im Wert von 1700 habe ich auch nachrüsten lassen.

Ich will/wollte ja genau dieses Fahrzeug.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2013 | 15:51

Sehr geehrter Ratsuchender,

danke für die zusätzlichen Angaben.

In der Tat wäre eine Neulieferung in dem Fall grob unverhältnismäßig, so dass eine Neulieferung ausgeschlossen ist.

Dementsprechend haben Sie sofort Anspruch auf Schadensersatz in Geld.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


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