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Unfallflucht ?


08.05.2006 12:06 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Ich habe beim Rangieren/ Ausparken ein vor mir stehendes Auto leicht angefahren . Die Besitzerin des Autos stand bei diesem Vorgang ca. 1 Meter davon entfernt (das Auto parkte vor ihrem Haus. Nachdem sie sich ihr Auto danach angesehen hatte und keinen sichtbaren Schaden entdeckt hatte, meinte sie zu mir "Glück gehabt" und winkte mich raus, indem sie etwa meinte " Jetzt fahren sie aber zu", was ich dann auch tat.

Eine halbe Stunde später erschien die Polizei, nahm den Vorfall aus meiner Sicht auf, führte einen Alkoholtest durch (negativ) und meinte, es bestünde der Verdacht der Ufalllucht.

Fie Bamten, die im Übrigen sehr freundlich waren, gaben mir die Telefonnummer der Frau, deren Auto ich angefahren hatte und meinten, ich solle diese möglichst sofort anrufen, was ich auch tat. Sie meinten auch, es sei zwar eine kleine Beule am Auto der Frau zu sehen, jedoch müsse diese nicht zwangsläufig von meinem Auto stammen,...

Die Frau meinte zum Einen, sie hätte dann doch eine kleine Beule am Auto entdeckt, zum anderen hätte sie v.a. die Polzei gerufen, um zu klären, ob mit mir alles ok sei...

Sie war auch sehr freundlich, versicherte mir, dass sie mein Verhalten nicht als Unfallflucht auslegen würde - meinte, sie würde im Laufe der Woche in die Werkstatt fahren, um nachzufragen, ob man denn wegen der Beule tätig werden solle oder nicht....

Na ja, meine Frage ist primär nicht der Schaden am Auto, den ich selbstverständlich bezahlen werde, sondern der Verdacht der Unfallflucht,

inwieweit ist er gerechtfertigt (ich habe der Frau am Unfallort meine Personalien nicht gegeben, da ich nach ihren Worten "Glück gehabt" nicht annahm, es sei ein Schaden entstanden), sie fragte mich auch nicht danach, ich fuhr erst los, als sie mich durchwinkte,...

- im Falle, dass Unfallflucht zutrifft, mit welcher Strafe hätte ich zu rechnen (Führerschein seit 17 Jahren, bisher kein Vorkommnis).... ?

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte:

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts dürfte die Annahme eines unerlaubten Entfernens vom Unfallort sich nicht erhärten.

Gemäß § 142 Absatz 1 Nr.1 sind Sie verpflichtet, zugunsten des Geschädigten Feststellungen zur Person, zum eigenen Fahrzeug und zur Unfallverursachung zu ermöglichen.

Nach Ihrer Schilderung hat die (möglicherweise) Geschädigte auf diese Feststellungen verzichtet, indem Sie sie aufforderte, zu fahren.

Bei einem solchen Verzicht kommt eine Tatbestandsverwirklichung nicht in Betracht.

Wichtig ist, dass die Geschädigte auch gegenüber den Ermittlungsbehörden zugibt, Ihnen das Wegfahren erlaubt zu haben.

Sollte es dennoch zu einer Verurteilung wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort kommen, müssten Sie gemäß §§ 69, 69a StGB mit dem Entzug der Fahrerlaubnis und einer Sperre von mindestens sechs Monaten bis zur möglichen Neuerteilung rechnen.

Sofern Sie im weiteren Verlauf das Gefühl haben, dass dem Tatvorwurf weiterhin ernsthaft nachgegangen wird, empfehle ich die Einschaltung eines Rechtsanwalts, der mittels Akteneinsicht erfahren kann, welche Aussage die Geschädigte gemacht hat und gegenüber der Staatsanwaltschaft auf eine Einstellung hinwirken sollte.

Ich hoffe Ihnen hiermit eine erste Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt
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