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Unfallflucht, 30 Euro Schaden

24.03.2011 12:51 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe einen Außenspiegel (Fahrerseite) eines stehenden Fahrzeugs im Vorbeifahren beschädigt, es aber während der Fahrt nicht bemerkt. Ein Zeuge hat es der Polizei gemeldet.

Bei der Vernehmung habe ich die Tat sofort reumütig zugegeben. Der Polizist nannte mich einen "harmlosen Fall" und glaubte mir auch nach Sichtung des Schadens, dass man das nicht unbedingt hören muss. Ich habe mich bei der Unfallgeschädigten sofort entschuldigt und versprochen den Schaden zu begleichen.

In den Akten der Polizei steht eine Schadenshöhe von 30 Euro - meiner Ansicht nach dürfte die Reparatur aber 100 Euro kosten. Ich bin Ersttäter.

Meine Fragen:

(1) Was für eine Geldstrafe kommt auf mich zu?
(2) Droht ein Fahrverbot?
(3) Bestehen Chancen, dass das Verfahren eingestellt wird?
(4) Welche Schadenshöhe legt der Rechtsanwalt bei der Überlegung das Verfahren einzustellen zugrunde? Die im Polizeibericht vermerkten 30 Euro?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage! Diese darf ich Ihnen wie folgt beantworten:

1. Ich halte es angesichts der Schadenshöhe für wahrscheinlich, dass das Verfahren gegen Sie – möglicherweise gegen Zahlung einer Geldauflage nach § 153a StPO (an eine gemeinnützige Einrichtung o.ä.) – eingestellt wird.
Voraussetzung hierfür wird zum einen sein, dass Sie keine Vorstrafen und zum anderen den bei der Fahrerflucht verursachten Schaden wiedergutgemacht haben.

2. Sollte es zu einer Verurteilung wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort (Unfallflucht/Fahrerflucht) kommen, haben Sie mit einer Geldstrafe, die sich im unteren Bereich (jedenfalls unter 90 Tagessätzen) bewegt zu rechnen.
Bitte beachten Sie diesbezüglich, dass eine Geldstrafe bis zum 90. Tagessatz nicht in das Führungszeugnis aufgenommen wird. Die Tagessatzhöhe errechnet sich aus Ihrem monatlichen Nettoeinkommen, von dem zunächst Ihre eventuellen Unterhaltsverpflichtungen abgezogen werden, geteilt durch 30.

3. In Anbetracht der Höhe des bei dem Unfall verursachten Schadens wird, so es zu einer Verurteilung wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort kommt, in der Regel kein Fahrverbot gegen Sie verhängt werden.

4. Der Entscheidung der Staatsanwaltschaft über die Frage, ob das Ermittlungsverfahren gegen Sie eingestellt wird oder ob es zu einem Strafbefehl bzw. eine Anklage kommen soll, wird die tatsächliche Schadenshöhe zugrundegelegt. Diese wird seitens der Polizei bei dem Geschädigten der Fahrerflucht ermittelt.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick ermöglicht zu haben, und stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion ebenso wie für alle Wahrnehmung ihrer Strafverteidigung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.03.2011 | 13:44

Sehr geehrter Herr Kämpf,

vielen Dank für die nette, schnelle und kompetente Auskunft!

Eine Nachfrage bleibt mir dann doch noch:

ad (2) Können Sie die Höhe der Tagessatz-Anzahl im Falle einer Verurteilung aufgrund Ihrer Erfahrung oder einer Art Faustregel beurteilen? Man liest öfter von 15-20 Tagessätzen bei einer Schadenshöhe unter 250 Euro. Stimmt das? Und kommen hier noch Gerichtskosten dazu?

Zu Ihrer Info. Ich bin nicht vorbestraft und habe die Unfallgeschädigte zwecks Schadensregulierung umgehend kontaktiert.

Vielen Dank nochmal und herzliche Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.03.2011 | 13:52

Sehr geehrter Anfragender,

Ihre Nachfrage darf ich Ihnen wie folgt beantworten:

Die Tagessatzanzahl bei einer Verurteilung dürfte in dem von Ihnen genannten Bereich liegen.

Des Weiteren hätten Sie bei einer Verurteilung auch die Gerichtskosten zu tragen. Diese liegen bei einer Erledigung im Strafbefehlswege bei EUR 60,-.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

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