Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unfallersatztarif


31.05.2005 12:29 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Nach einem unverschuldeten Unfall in Österreich musste mein KFZ repariert werden. Die Reparaturzeit betrug 3 Tage. Die gegnerische (österreichische) Versicherung hat den Reparaturbetrag komplett übernommen. Da ich auf mein Auto angewiesen bin, musste ich für 3 Tage einen Mietwagen mieten. Die fällige Mietwagenrechnung (abgerechnet nach Unfallersatztarif) wurde von der Versicherung aber nicht komplett bezahlt (nur 250€ von ca.900) mit dem Hinweis, es bestehe für österreichische Versicherungen kein Abkommen mit deutschen Mietwagenfirmen.
Die Mietwagenfirma will den Differenzbetrag nun von mir einfordern.
Was kann ich tun ?

Vielen Dank im Voraus
31.05.2005 | 13:07

Antwort

von


221 Bewertungen
Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Zunächst möchte ich Ihnen den Rat geben, die Rechnungen der Autovermietung erst einmal zu bezahlen. Da diese einen Vertrag mit Ihnen hatte, besteht insoweit auch ein Zahlungsanspruch. Wenn Sie die Rechnung nach Aufforderung nicht begleichen, befinden sie sich grundsätzlich in Verzug und sehen sich gegebenenfalls Inkassomaßnahmen der Autovermietung ausgesetzt. Diese wären mit weiteren Kosten verbunden für Sie.

Der Hinweis des österreichischen Versicherers dürfte dahingehend zu verstehen sein, dass der Betrag von 900 € nicht erforderlich war beziehungsweise zu hoch ist. Denn ansonsten wäre er sinnlos, da auch nach österreichischem Recht die Anmietung eines Mietwagens im Rahmen der Schadensabwicklung ausgeglichen werden muss. Da dieser Schadensfall nach internationalem Recht dem österreichischen Recht unterfällt, ist eine Vereinbarung von dem Versicherer mit deutschen Autovermietern nicht notwendig. Zu den genauen Tarifen kann ich aber im Rahmen dieser summarischen Prüfung leider nichts sagen. Der deutsche Unfallersatztarif ist tatsächlich nicht anwendbar.

Allerdings dürfte der „gemeinte“ Einwand des Versicherers nur dann greifen, wenn ein vergleichbares Mietfahrzeug in Österreich tatsächlich für den betreffenden Zeitraum keine 900 € gekostet hätte. Das kann ich mir allerdings so kaum vorstellen. Dazu würde ich aber empfehlen, einmal via Internet ein entsprechendes Unternehmen herauszusuchen und sich dort nach den Unfallersatztarifen zu erkundigen. Diesen Betrag dürfen Sie dann getrost vom Versicherer verlangen. Sie sollten das auch einfordern! Da nach europäischem Recht die Klage eines Verbrauchers im Zweifel auch an dessen Wohnsitzgericht durchgeführt werden darf, sollte die Androhung dem Versicherer Beine machen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Hellmann
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

ANTWORT VON

221 Bewertungen

Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Versicherungsrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER