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Unfall wegen Behinderung anderer verursacht - was tun?

24.06.2013 20:30 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich fahre auf der rechten Spur einer zweispurigen Hauptstraße mit einer Geschwindigkeit von ca. 60 km/h. Die max. erlaubte Geschwindigkeit wurde nicht überschritten.

Ich sehe, dass eine ältere Dame mit ihren Fahrzeug aus einer rechtanliegenden Nebenstraße auf die Hauptstraße fährt und sich bereits auf meiner Spur befindet

Um die Kollision zu vermeiden, ziehe ich reflexartig (sehr schnell) nach links.

Dabei kommt es zu einem Zusammenstoß mit einen in die gleiche Richtung fahrenden Fahrzeug, welches sich auf der linken Spur ein wenig hinter meinem Auto befand.

Ich und der zweite Geschädigte, dessen Fahrzeuge beschädigt sind, bleiben stehen. Alte Dame hat keinen Schaden und fährt an allen Beteiligten vorbei einfach weiter, obwohl der Unfall vor ihren Augen passiert ist.

Alte Frau wird von mir zum Halten aufgefordert. Sie ist sich keiner Schuld bewusst, gestikuliert ziemlich wild und fährt, wie bereits gesagt, einfach weiter.

Das Kennzeichen des Autos der älteren Dame wird aufgeschrieben und die Polizei wird hinzugezogen.

Es gibt keine Zeugen, die den Unfall gesehen haben. Videokameras sind nicht vorhanden.

Ich und meine Ehefrau waren zu zweit im Auto.
Der zweite Geschädigte war alleine. Er hat nicht gesehen, dass die ältere Frau auf die rechte Spur der Hauptstraße fuhr. Kann aber bestätigen, dass ich ohne zu blinken sehr schnell nach links gezogen bin, die ältere Frau zum Anhalten aufgefordert habe und das Kennzeichen notiert habe.
Die ältere Dame war mit einer anderen Dame zusammen.

Am gleichen Tag wird dieser Sachverhalt meiner Versicherung gemeldet.

Paar Wochen später erhalten meine Frau und ich das Schreiben von der Polizei. Die ältere Dame wurde anhand des Kennzeichens identifiziert. Die Fragebögen zum oben genannten Sachverhalt werden an die Polizei zurück geschickt.

Da die Polizei sich zu diesem Vorgang nicht meldet, rufe ich beim zuständigen Unfallsachbearbeiter an. Er teilt mir mit, dass der Vorgang an die Staatsanwaltschaft übergeben worden ist. Die ältere Dame hat seinen Anwalt eingeschaltet und der zweite Geschädigte hat sich wie oben bereits erwähnt zum Sachverhalt geäußert.
Der Unfallsachbearbeiter hat mir geraten, mich an die Versicherung der älteren Dame wegen Schadensregulierung zu wenden.

Um die Schadenshöhe an meinem Auto zu kennen, mache ich mich auf den Weg zur VW, um mir einen Kostenvoranschlag erstellen zu lassen. Leider ist kein Kostenvoranschlag möglich, da ein Gutachter hinzugezogen werden muss. Eventuell ist der Rahmen meines Autos verzogen. Das Auto muss auf „der Richtbank" vermessen werden. Laut dem Werkstattleiter beläuft sich der Schaden auf ca. 5.000 EUR. Bei einer freien Unfallwerkstatt verlangt man von mir 50 EUR für den Kostenvoranschlag. (Sie haben nicht gesehen, dass der Rahmen verzogen ist.)


Meine Frage:

Da ich nur eine Teilkasko KfZ-Versicherung und keine Rechtschutzversicherung habe, weiß ich nicht wie ich mich verhalten soll. Eigentlich muss ich einen Gutachter nun hinzuziehen, wahrscheinlich auch einen Anwalt. Wie sehen meine Chancen in diesem Fall aus?

Ich habe keine Lust am Ende zwei Anwälte und den Gutachter zu bezahlen.

Andererseits finde ich es total ungerecht, den Schaden von ca . 5.000 EUR, die steigenden Prozente bei der Autoversicherung selber zu finanzieren.

Eventuell habe ich die ältere Frau vor der Invalidität gerettet, da ich nicht in ihr Auto (wäre bestimmt die Fahrertür) reingefahren bin.

24.06.2013 | 21:51

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworte:

Ihre Annahme, dass es keine Zeugen für den Unfall geben würde, ist so vermutlich nicht ganz zutreffend: Ihre Frau ist letztlich eine vollwertig Zeugin (wobei ich davon ausgehe, dass Sie den Vorfall ebenfalls deutlich wahrgenommen hat). Natürlich wird ihre Aussage kritisch gewürdigt werden, da sie natürlich ein Interesse haben kann, Ihnen zu helfen. Letztlich kann sie aber genauso überzeugend oder weniger überzeugend eine Aussage machen wie jeder andere auch.

Auch die Aussage des weiteren Geschädigten kann hier natürlich hilfreich sein, weil sich ja offenbar hieraus ergibt, dass Sie ohne zu zögern darauf bedacht waren, die Verursacherin zum Anhalten zu bewegen. Zusammen mit der Aussage Ihrer Frau kann dies ein schlüssiges Bild vom Unfallhergang ergeben.

Trotzdem ist die Angelegenheit natürlich nicht sicher und eine genaue Haftungsverteilung kann hier so nicht beurteilt werde, weil es immer auf die konkreten Umstände im Einzelfall ankommt.

Wenn Sie zunächst das finanzielle Risiko so gering wie möglich halten wollen, können Sie zunächst die gegnerische Versicherung unter Schilderung des Sachverhalts auffordern (dieser erhalten Sie anhand des Kennzeichens über die Seite www.zentralruf.de), ihre Eintrittspflicht dem Grunde nach zu bestätigen. Sollten sie eine solche Bestätigung erhalten, könnten Sie dann ohne größere Befürchtungen einen Gutachter einschalten, um die Schadenhöhe zu ermitteln.

Eine Bestätigung der Versicherung werden Sie allerdings kaum erhalten, ohne dass diese Einsicht in die Ermittlungsakte genommen hat. Daher empfiehlt es sich, ebenfalls Akteneinsicht in die Ermittlungsakte zu nehmen. Denn anhand der getätigten schriftlichen Äußerungen lässt sich leichter eine Einschätzung geben, ob und wie man die gegnerische Versicherung zu einer Zahlung bewegen kann. Da eine vollständige Akteneinsicht kurzfristig in der Regel nur über einen Anwalt zu erlangen ist, würde ich empfehlen, hierfür zumindest ein solchen zunächst einzuschalten. Hierfür können Sie sich selbstverständlich auch gerne an mich wenden. Alternativ können Sie natürlich auch bei Ihrer Versicherung nachfragen. Diese hat ja ebenfalls ein Interesse, die Schäden des weiteren Geschädigten nicht regulieren zu müssen und wird daher ebenfalls eine Einsicht in die Ermittlungsakte nehmen wollen.

Ein Indiz kann natürlich auch das weitere Verhalten der Staatsanwaltschaft sein: Wird das Ermittlungsverfahren nicht einfach ohne Weiteres eingestellt, sprechen jedenfalls Argumente dafür, dass man auch dort eine (Mit-)Verantwortung für den Unfall für nicht unwahrscheinlich hält.

Im Ergebnis wird es allerdings hier vermutlich so sein, dass es noch einige Wochen dauern wird, bis man bzgl. einer etwaigen Haftung der Abbiegenden und deren Beweisbarkeit etwas klarer sehen kann. Je nachdem, ob Sie beabsichtigen, das Fahrzeug reparieren zu lassen, zu verkaufen etc. ist letztlich abzuwägen, ob man die Kosten eines Sachverständigengutachtens nicht doch vorab auf sich nimmt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dieser Antwort zunächst weiterhelfen konnte, auch wenn es derzeit nicht möglich ist, die Erfolgschancen einzuschätzen. Ihr Vorteil ist jedenfalls Ihre Frau als Zeugin. Auch wenn die Abbiegende eine Beifahrerin dabei hatte, ist nicht sicher, ob diese überhaupt etwas bemerkt hat und ob diese andernfalls tatsächlich für die Fahrerin eine falsche Aussage machen würde. Auch dies lässt sich im Ergebnis wohl nur durch die Akteneinsicht klären.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt


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