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Unfall unter Alkoholeinfluß


07.09.2006 17:16 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,

Vorfall:
Ein Bekannter ist unter Alkoholeinfluß (BAK ist mir nicht bekannt) beim Überholen - mit in diesem Moment angeblich überhöhter Geschwindigkeit, an das zu überholende Fahrzeug gestossen. Dieses drehte sich in Folge dessen, stieß mehrfach an die Leitplanken und der Fahrer wurde leichtverletzt ambulant behandelt. Mehrere dutzend Meter Leitplanke wurden beschädigt. Durch den Unfall war die Straße mehrere Stunden gesperrt.

Die Fragen:

1. Auf welches Gebiet sollte ein zwingend einzuschaltender Anwalt spezialisiert sein?
2. Läßt sich unter den oben gemachten Angaben grob abschätzen, was auf meinen Bekannten zukommt? Falls ja, was?
3. Kann mein Bekannter seine Rechtschutzversicherung in Anspruch nehmen?

Vielen Dank.
07.09.2006 | 17:27

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

1. Der Anwalt sollte sich im Verkehrsrecht wie im Strafrecht auskennen. Gerade Anwälte, die wie ich häufiger im Bereich der Trunkenheitsdelikte bzw. Straßenverkehrsgefährdungsdelikte sowie im Strafrecht tätig sind, können Ihnen vernünftige Strategien aufzeigen und nebenher dafür Sorge tragen, dass Sie sich richtig verhalten. Die Entfernung ist dabei übrigens zweitrangig, weil die meisten Verfahrensschritte ohnehin schriftlich laufen. Bitte lassen Sie sich ohne Anwalt nicht zur Sache ein!

2. Ohne genaue Akteneinsicht, die nur ein RA nehmen kann, lässt sich (gerade mangels Kenntnis der genauen Alkoholisierung) nichts Abschließendes sagen. Allerdings liegen hier voraussichtlich Strafbarkeiten nach § 315c bzw. § 316 StGB vor, die ich Ihnen sogleich zitieren möchte:

§ 315c
Gefährdung des Straßenverkehrs


(1) Wer im Straßenverkehr
1. ein Fahrzeug führt, obwohl er
a) infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel oder
b) infolge geistiger oder körperlicher Mängel
nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, oder
2. grob verkehrswidrig und rücksichtslos
a) die Vorfahrt nicht beachtet,
b) falsch überholt oder sonst bei Überholvorgängen falsch fährt,
c) an Fußgängerüberwegen falsch fährt,
d) an unübersichtlichen Stellen, an Straßenkreuzungen, Straßeneinmündungen oder Bahnübergängen zu schnell fährt,
e) an unübersichtlichen Stellen nicht die rechte Seite der Fahrbahn einhält,
f) auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen wendet, rückwärts oder entgegen der Fahrtrichtung fährt oder dies versucht oder
g) haltende oder liegengebliebene Fahrzeuge nicht auf ausreichende Entfernung kenntlich macht, obwohl das zur Sicherung des Verkehrs erforderlich ist,
und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 ist der Versuch strafbar.

(3) Wer in den Fällen des Absatzes 1
1. die Gefahr fahrlässig verursacht oder
2. fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.



§ 316
Trunkenheit im Verkehr

(1) Wer im Verkehr (§§ 315 bis 315d) ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.
(2) Nach Absatz 1 wird auch bestraft, wer die Tat fahrlässig begeht.





Regelmäßig drohen hier also eine Geldstrafe sowie die Entziehung der Fahrerlaubnis. Um Schlimmeres (Stichwort: Dauer der Sperrfrist der zu erwartenden Führerscheinentziehung) zu vermeiden, sollten Sie daher unbedingt einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zwecks Einsichtnahme in die amtliche Ermittlungsakte beauftragen!

3. Die RSV wird auf jeden Fall Deckung erteilen, allerdings würde die Deckung nachträglich wieder entfallen, falls wegen Vorsatz verurteilt würde. Ob Vorsatz vorlag, wird sich anhand der Akte erst erkennen lassen.


Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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