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Unfall unter Alkohol, Fahrerflucht


31.07.2005 13:32 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Ich bin auf einer regennassen Straße ohne Fremdeinwirkung (wegen überhöhter Geschwindigkeit) geschleudert und in einen Graben gerutscht (dabei verschiedene Begrenzungsschilder umgeworfen). Ich hatte vorher ca. 3 Bier getrunken und bin dummerweise erst einmal nach Hause gegangen und wollte am nächsten Tag das Auto bergen. Ca. 2 h nach dem Unfall klingelte die Polizei. Da ich die Tür aufgemacht habe, wurde ein Atemalkoholtest vorgenommen und nach Feststellung von 0,19mg wurde ich zur Blutuntersuchung mitgenommen. Ich hatte in den letzten 12-15 h nichts gegessen.

Ich habe der Polizei ggü. nach anfänglichem Leugnen des Alkoholgenusses alle notwendigen Angaben bis auf die Anzahl der Getränke gemacht. Neben der Fahrerflucht werde ich wohl wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss mit deftigen Strafen zu rechnen haben. Ich habe keine Vorstrafen, hin und wieder mal eine Geldbuße für zu schnelles Fahren auf einer Autobahn (< 30 km/h).

Wie geht es jetzt weiter? Wie soll ich mich weiter verhalten? Wie lang wird mein Führerscheinentzug voraussichtlich ausfallen (Polizei erwähnte 4 bis 8 Monate)? Welche weiteren Strafen habe ich zu erwarten (inkl. Höhe einer evtl. Geldstrafe etc.)? Gibt es Möglichkeiten zur Verbesserung meiner Position? Ich habe keine Rechtschutzversicherung. Sollte ich unbedingt einen Anwalt nehmen, der mich vertritt, da ich beruflich ziemlich eingespannt bin, oder ist eher damit zu rechnen, dass es keine Verhandlung etc. gibt und das Ganze brieflich abgewickelt wird? Wie hoch sind evtl. Rechtsanwalts- und Verfahrenskosten? Werden solche Verfahren von der Justiz/Polizei vertraulich behandelt oder wird z.B. mein Arbeitgeber (Polizei hatte nach meinem Arbeitgeber gefragt!) über den Unfall informiert (sei es direkt oder indirekt durch Nachfragen zu meiner Person)?

Vielen Dank im Voraus.

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Sehr geehrter Fragesteller,
sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Auf Grundlage Ihrer Angaben möchte ich Ihr Anliegen wie folgt beantworten:

Sie haben hier ein ganzes „Füllhorn“ an Fragen. Aber die meisten lassen sich recht kurz beantworten:


1.

Sie sollten auf jeden Fall einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens konsultieren. Denn nur dieser kann die Akte einsehen. Auf Grundlage der Akteneinsicht können Sie dann gemeinsam die richtige Strategie entwickeln, das nun einmal gegebene Fehlverhalten bestmöglich aus der Welt zu bringen.


2.

Strafrechtlich steht neben der Trunkenheitsfahrt natürlich nun die Fahrerflucht im Raume. Vernünftigerweise wird man beides nicht in Abrede stellen können. Die Beweislage ist nun einmal eindeutig. Da Sie, wie Sie schilderten, einschlägig bislang nicht auffielen (die eher üblichen OWiG-Tatbestände spielen hier keine Rolle), sollten Sie mit offenen Karten spielen. Sie sollten –siehe Antwort 1- unter Begleitung eines verkehrs- und strafrechtlich versierten Kollegen vor Ort abwarten, unter welchen Prämissen sich die Staatsanwaltschaft bei Ihnen meldet. Das Spektrum, wie es weitergeht, ist hier relativ weit: Strafbefehl, Einstellung gegen Auflagen, vorläufige Einstellung, Anklageerhebung mit nachfolgender Verhandlung vor dem Amtsgericht.

Eine sichere Prognose ist im Rahmen dieses Forums ohnehin nicht, aber auch vor dem „Lebenszeichen“ der Staatsanwaltschaft nicht seriös möglich. Deswegen gilt dasselbe auch für die von Ihnen angefragten Anwalts- und Gerichtskosten. Hier ist ohne Kenntnis der noch ausstehenden Verfahrenskonstellation keine vernünftige Prognose möglich. Auf jeden Fall gilt aber: Je schneller und einvernehmlicher Sie die Sache aus der Welt bringen, desto geringer sind die Gebührentatbestände aus dem RVG (Rechtsberatungsgesetz) für den Anwalt resp. die allfälligen gerichtlichen Kosten.


3.

Mit der von der Polizei zitieren Dauer des Führerscheinentzuges dürfte diese gar nicht so verkehrt liegen. Hinsichtlich der Höhe einer zu gewärtigen Geldstrafe kann ich Ihnen seriöserweise keine Prognose geben. Denn dies hängt u.a. von Ihrem Verdienst aber auch dem „Schuldvorwurf“, wie ihn die StA oder im Falle eines Urteils das Gericht sieht, ab.


4.

Ihr Arbeitgeber, hier kann ich Sie beruhigen, hat mit dem straf- und ordnungswidrigkeitenrechtlichen Verfahren nichts zu tun und darf auch nicht involviert werden. Wenn die Polizei nach ihm fragte, dient dies häufig nur der Abklärung der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten. Etwas anderes könnte nur gelten, wenn Sie die ärgerliche Autofahrt in seinem (also des Arbeitgebers) Auftrag vorgenommen hätten. Dem kann ich Ihrem Bericht aber keine Anhaltspunkte entnehmen.


5.

Schlussendlich (noch mal): Warten Sie ab, bis sich die Staatsanwaltschaft bei Ihnen meldet. Ziehen Sie ein Rechtsanwalt vor Ort hinzu, schon wegen der Akteneinsicht. Besprechen Sie mit diesem nach Akteneinsicht die geeignete Strategie zur „Schadensbegrenzung“, hier bietet sich nach im Rahmen dieses Forums möglicher, überschlägiger Prüfung ein Zusammengehen mit der Staatsanwaltschaft an, um die nun einmal passierte Angelegenheit aus der Welt zu bringen.

Ich hoffe Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ selbstverständlich zur Verfügung; gerne auch für eine weitergehende Interessenwahrnehmung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf
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