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Unfall mit geliehenem Auto. Welche Schäden muss ich ersetzen?


03.12.2006 21:52 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Mein Sohn hat mit dem Fahrzeug eines Freunds, einen Auffahrunfall fabriziert mit leichten Personenschaden Schleuderdrama (nicht Polizeilich aufgenommen), das Fahrzeug ist auf den Vater des Freundes zugelassen. Der Kostenvoranschlag für die Reparatur beträgt
2674,23 Euro inkl. MWST. Der Zeitwert des Fahrzeug liegt bei ca. 2300,- Euro.

Unsere Fragen sind nun folgende:

· Falls das Fahrzeug nicht repariert wird, kann dann nur der Zeitwert des Fahrzeuges ersetzt werden und gehört dann das Fahrzeug danach uns?
· Falls das Fahrzeug nicht repariert wird und der Zeitwert des Fahrzeuges höher ist als die Reparaturkosten, kann dann die MWST abgezogen werden?
· Da die Prozente der Versicherung hoch gehen, müssen dieses auch ersetzt werden?
· Falls die o.g. Prozente ersetzt werden müssen, muss uns der Versicherungsnehmer nachweisen das der Vertrag noch besteht?
(z.B. Fahrzeug war seither als Zweitwagen auf den Vater zugelassen und neu auf die Mutter)
· Könnten Versicherungstechnisch noch Forderungen an uns kommen, wenn ja welche?


Wolfgang Hanser
03.12.2006 | 22:09

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

1. Es handelt sich hier um einen wirtschaftlichen Totalschaden, das ist eindeutig. Sie werden hier den „Zeitwert“ (entsprechende Haftungslage nach Ihrer Schilderung unterstellt) abzüglich des Restwertes ersetzen müssen oder den Zeitwert und den Wagen herausverlangen. Dagegen spricht zunächst nichts.

2. Eine Reparatur kommt hier nicht in Betracht. Die Mehrwertsteuer kann aber immer nur bei tatsächlicher Reparatur oder bei Neukauf in Betracht kommen. Dies muss der Eigentümer entsprechend nachweisen. Außerdem kann der Geschädigte auch keine vollen 16 % verlangen, da bei Gebrauchtwagen die Differenzbesteuerung nur als MWst anfällt (auf Unterschiedsbetrag zwischen Händlereinkaufspreis des Gebrauchten und des Händlerverkaufspreises!).

3. Ich erkenne nicht, wenn Sie den Schaden vollständig regulieren, dass die Versicherung hochstufen wird.

4. Er muss den Hochstufungsschaden exakt nachweisen. Bei welcher Versicherung er dann ist, spielt keine Rolle.

5. Ich sehe keine „versicherungstechnischen Forderungen“. Vielleicht spezifizieren Sie die Frage. Danke!

Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mail<image> </image>anwaltskanzlei-hellmann.de


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 03.12.2006 | 22:30

Hallo,
vermutlich habe ich mich nicht richtig ausgedrückt.
Der gegnerische Schaden "das Fahrzeug auf das mein Sohn auffuhr + Personenschaden" wird doch durch die Versicherung des Freundes/Vater bezahlt.
Diese Kosten übernehmen wir nicht und dadurch geht der Versicherungsnehmer mit den Prozenten hoch.

Frage 3 - 5

3. Ich erkenne nicht, wenn Sie den Schaden vollständig regulieren, dass die Versicherung hochstufen wird.
--- Ich meinte den gegnerischen Schaden ---

5. Ich sehe keine „versicherungstechnischen Forderungen“. Vielleicht spezifizieren Sie die Frage. Danke!

--- Ich meinte nach Bezahlung durch die Versicherung des Freundes/Vater an den o.g.Unfallgegner ---

Gruß Hanser

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.12.2006 | 10:17

Danke für Ihre Nachfrage und die Klarstellung. Ein Rückstufungsschaden in der Haftpflicht, der durch die Regulation des Schadens des Unfallgegners entsteht, ist kein ersatzfähiger Schaden. Soweit allerdings Kaskoleistungen von irgend einer Seite erbracht werden, könnte die dadurch eingetretene Rückstufung durchaus ersatzfähig sein. Dass dies der Fall ist, ist hier für mich nicht erkennbar.

Hochachtungsvoll

ANTWORT VON

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