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Unfall mit einem tschechischen LKW in der Schweiz.

| 12.05.2013 19:15 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Ich hatte am 06.05.2013 in der Schweiz einen Verkehrsunfall mit einem tschechischen LKW.
In einem Kreisverkehr hat der LKW stark gebremst (angeblich,da er seine Ausfahrt verpasst hatte). Ich war kurz abgelenkt (ich hielt Ausschau nach meiner Ausfahrt ) und bin in ihn rein gefahren. In diesem Moment schaltete der LKW in den Rückwärtsgang und fuhr zurück. Dadurch entstand auch weiterer Schaden bei mir. Danach fuhr er in seine Ausfahrt hinein und ohne das ganze zu merken, fuhr er weg (er wurde dann aber doch am Zoll aufgehalten und kam zurück (das ganze ist in der Nähe der Gränze passiert)). Als die Polizei kam, meinten sie, dass wir beide Schuld wären und es kein Sinn machen würde, eine Anzeige zu machen. Was wir auch nicht getan haben. Das Problem ist nur, dass bei mir ein Schaden in Höhe von 8000-9000 Euro entstand, bei ihm dagegen nur ein verbogenes Nummernschild. Das Auto war nicht vollkasko versichert und weder ich noch mein Vater hat eine Rechtsschutzversicherung (Das Auto gehört meinem Vater). Ich selbst bin ein Student (also ziemlich arm). Alle raten mir zu einem Anwalt zu gehen, da ich sonst kein Cent von der tschechischen Versicherung bekommen würde. Ich habe aber Angst, dass es nichts bringt und zu den Reparaturkosten auch noch Anwaltskosten dazu kommen.

Nun die Fragen:
1. Stimmt es? Brauche ich unbedingt einen Anwalt?

2. Wie sehen meine Chancen aus? Kann es sein, dass ich von der Versicherung gar kein Geld bekommen werde? Wir haben ein europäisches Unfallprotokoll ausgefüllt. Es steht auch darin, ich : "fuhr auf" und er: "setzte nach Auffahrkollision rückwärts ohne B (mich) gesehen zu haben". Es gibt auch eine Zeugin, die hinter mir fuhr und das ganze beobachtet hat.

3. Welche Schritte muss ich unternehmen? Brauche ich ein teures Gutachten oder reicht ein Kostenvoranschlag aus?

4. Und das wichtigste: Wie hoch können die Anwaltskosten werden? Können sie größer als 1000 Euro werden im Falle des Verlierens?




Einsatz editiert am 12.05.2013 19:18:46

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Sie brauchen zwar nicht unbedingt einen Rechtsanwalt, allerdings werden Sie (vermeintliche) Schadenersatzansprüche ohne anwaltliche Hilfe kaum durchsetzen können.

Anspruchsteller ist übrigens Ihr Vater, da er Halter des von Ihnen gesteuerten Fahrzeugs ist.


2.

Ihre Chancen sehen nicht sonderlich gut aus.

Wir haben im Grunde zwei Unfälle, nämlich einmal den von Ihnen verursachten Auffahrunfall und dann das Zurücksetzen des LKWs.

Die Schwierigkeit besteht darin, zu klären, durch welches Verhalten welcher Schaden entstanden ist. Diese Frage wäre ggf. durch Einholung eines Sachverständigengutachtens zu beantworten.


3.

Bei dieser Schadenhöhe reicht ein Kostenvoranschlag nicht mehr aus. D. h. Sie werden ein Gutachten einholen müssen.

Da beide Verkehrsteilnehmer eine Mitschuld am Unfall tragen, sollten Sie, um die Kosten möglichst gering zu halten, 50 % des am Fahrzeug Ihres Vaters entstandenen Schadens geltend machen.


4.

Ja, wenn es zum Prozeß kommt und Sie unterliegen, müssen Sie mit Rechtsanwaltsgebühren in der von Ihnen angesprochenen Höhe rechnen müssen.

Ob es aber zum Prozeß kommt, entscheiden letztlich Sie. D. h. Sie könnten den Schaden zunächst mit Hilfe eines Rechtsanwalts bei der gegnerischen Haftpflichtversicherung geltend machen. Wenn die Versicherung zahlt, haben Sie wenigstens einen Teil des Schadens abgedeckt. Zahlt die Versicherung nicht, können Sie immer noch überlegen, ob Sie einen Prozeß führen wollen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.05.2013 | 21:42

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