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Unfall mit Todesfolge


| 01.10.2007 09:57 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Euler



Hallo,

vor ca. 20 Jahren ist mein Vater als Beifahrer in Folge eines Unfalls auf der Autobahn gestorben. Ein LKW hatte ohne Vorankündigung die Fahrspur gewechselt und der PKW wurde vom LKW erfasst. Wie sich später herausstellte war der PKW-Fahrer betrunken. Ich war damals erst 6 Jahre und mir wurde dies erst vor wenigen Tagen erzählt. Nach meinen Informationen wurde der LKW Fahrer zu einem Bußgeld verurteilt. Ich habe aber jetzt erfahren, dass der Fahrer des PKW wie auch LKW nie einen Schadensersatz oder so an uns gezahlt hat. Meine Mutter hatte nie mehr geheiratet und erhielt seitdem Sozialhilfe und Weisenrente für mich.

Ich würde gerne wissen, ob man jetzt noch etwas im Straf- oder Zivilrecht machen kann? Nach meinen Informationen gibt es die Firma des LKW Faheres noch. Der Fahrer des PKW lebt ebenfalls noch.

Ich würde mich über eine Antwort freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Mark G.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln.

Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Für eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung ist vorliegend maßgeblich, ob möglicherweise begangene Straftaten oder bestehende Zivilansprüche der Verjährung unterliegen.

Ähnlich wie Straftaten nach Ablauf einer bestimmten Frist nicht mehr verfolgt werden dürfen, verjähren auch zivilrechtliche Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld nach einer bestimmten Frist.
Ist ein Anspruch verjährt, kann derjenige, der eigentlich zur Zahlung von Schadensersatz oder Schmerzensgeld verpflichtet werden, die Zahlung verweigern.
Beruft sich der Beklagte vor Gericht rechtmäßig darauf, dass ein Anspruch gegen ihn verjährt ist, muss das Gericht daher die Klage abweisen.

Die Verjährungsfristen für eine Tat sind im Straf- und im Zivilrecht unterschiedlich und unabhängig voneinander geregelt.

Die Verjährungsfrist für zivilrechtliche Ansprüche auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld wegen Verletzungen des Lebens beträgt in Ihrem Fall 30 Jahre (§ 195 BGB a.F. i.V.m. Art 229 § 6 EGBGB). Zu beachten ist, dass das BGB im Jahre 2001 einer Reform unterzogen wurde, weshalb sich in Ihrem Fall die Verjährungsfristen nach dem BGB in seiner alten Fassung berechnen.

Sofern noch keine Schadensersatzansprüche gegenüber dem PKW- oder LKW-Fahrer geltend gemacht wurden, sind diese somit zumindest noch nicht verjährt. Ob sie dem Grunde nach bestehen, und von wem sie geltend gemacht werden müssen kann im Rahmen dieser Erstberatung nicht beurteilt werden.

Hier ist zu empfehlen, dass Sie sich an einen Rechtsanwalt vor Ort wenden, um die Angelegenheit detailliert zu besprechen.

Eine strafrechtliche Verantwortung von PKW- und LKW Fahrer richtet sich hingegen nach den Straftatbeständen des Strafgesetzbuches (StGB).

Aufgrund Ihrer Schilderung ist zunächst an Strafbarkeiten wegen fahrlässiger Tötung (§ 222 StGB), sowie der Gefährdung des Straßenverkehs (§315c StGB) zu denken.

Bei diesen Delikten beträgt die Verjährungsfrist für die Strafverfolgung aber nur 5 Jahre (§ 78 III Nr. 4 StGB), so dass eine Strafverfolgung bereits aus diesem Grund nun nicht mehr möglich ist.

Ich bitte zu beachten, dass bereits kleinste Änderungen im Sachverhalt eine andere rechtliche Einschätzung erforderlich werden lassen. Sie sollten deshalb nach Feststellung der grundsätzlichen Möglichkeit der Geltendmachung von Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüchen einen Rechtsanwalt zur weiteren Betreuung in dieser Angelegenheit einschalten.
Für Rückfragen oder weiterer Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Michael Euler
Rechtsanwalt
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