Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unfall mit Radfahrer

| 24.05.2009 22:46 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


hallo,
ich bräuchte bitte eine Info im Bereich Verkehrsrecht. Ich befuhr mit meinem PKW vor kurzer Zeit eine Straße, welche in eine geteillte Straße mit Einbahnverkehr in zwei Spuren je Richtung endet.
An der Seite der Strasse mit Einbahnverkehr befinden sich jeweils Radwege, zu benutzen in die Fahrtrichtung.
Direkt an der Kreuzung ist der Blick von der Seitenstrasse nach rechts durch ein Gebäude zusätzlich stark behindert.
Ich befuhr also die Seitenstrasse, drosselte mein Tempo und kam vor dem Radweg an der Einfahrt quasi zum stehen, um den von links kommenden Verkehr zu überprüfen, kuckte auch kurz nach rechts, durch das Gebäude war der Fahrradfahrer noch nicht zu sehen. Nachdem der Verkehr frei war, fuhr ich langsam an. In diesem Moment erfasste ich einen aus der falschen Richtung (=rechts) kommenden Radfahrer frontal. Zum Glück wurde der Radfahrer nur sehr leicht verletzt. Ich sicherte den Unfallort, kümmerte mich um den radfahrer und rief die Polizei.
Nun fordert der Radfahrer über meine KFZ-Versicherung Schadensersatz und Schmerzensgeld, zudem erhielt ich von der Polizei gestern eine Info über eine Anzeige bezüglich Fahrlässiger Körperverletzung Par. 229 StGB, Par. 49 StVO.
Ich hatte den Radfahrer nicht gesehen, da er aus der falschen Richtung kam, er hatte von mir kein Signal erhalten, dass ich ihn gesehen hätte, und er sagte später auch, er dachte ich würde auf ihn warten, nachdem ich ja schon quasi gestanden hatte.
Meine Frage: was sind die nächsten Schritte für mich? ich habe keinen Anwalt und keine Rechtsschutzversicherung.
Brauche ich einen Anwalt? Wie sehen Sie den Fall?
Die Polizei sagte dem Radfahrer noch am Unfallort, für sie sei er der Hauptschuldige ....
Hier noch ein paar aktuelle Urteile zum Vergleich
http://www.gansel-rechtsanwaelte.de/meldungen/M585-Befahren-des-Radweges-in-falscher-Richtung--Wer-haftet-wie-hoch--.php
http://www.radsport-aktiv.de/freizeit/freizeitbericht_129.php
http://www.radsport-aktiv.de/freizeit/freizeitbericht_128.php

Sehr geehrter Fragesteller,

1.
Fahrlässige Körperverletzung wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Sie sollten gegenüber den Ermittlungsbehörden zunächst keine Angaben machen, sondern einen Rechtsanwalt mit Ihrer Vertretung beauftragen. Dieser kann Akteneinsicht nehmen und die notwendigen Schritte gegenüber den Ermittlungsbehörden einleiten um gegebenenfalls eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen.

2.
Wie Sie bereits bei den von Ihnen erwähnten Urteilen feststellen konnten, ist idR eine Quotelung der Haftung gegeben. Dies liegt an der sogenannten Betriebsgefahr nach § 7 StVG. Die Quotelung richtet sich letztlich nach den zu würdigenden Umständen des Einzelfalls und kann ohne Einsicht in Ihre gesamten Unterlagen nicht beurteilt werden. Wegen der Unübersichtlichkeit der Kreuzung kommt auch ein Alleinverschulden des Unfallgegners in Betracht.

Gem. § 10 AKB (Allgemeine Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung) ist die Versicherung bevollmächtigt, alle ihr zur Befriedigung oder Abwehr der Ansprüche zweckmäßig erscheinenden Erklärungen im Namen der versicherten Personen abzugeben. D.h. grundsätzlich beurteilt die Versicherung, ob sie der Forderung des Unfallgegeners nachkommt. Die Versicherung muss dabei pflichtgemäßes Ermessen ausüben. Die Entscheidung der Versicherung hinsichtlich der Forderungen der Gegenseite ist auch für Sie bindend. Sollte die Versicherung das Ermessen allerdings falsch ausgeübt haben, können Sie die Versicherung in Regress nehmen.

Je nachdem ob die Gegenseite in Ihre Forderung bereits eine Quotelung einberechnet hat, sollten Sie Ihre Versicherung darauf aufmerksam machen, das dem Unfallgegener mindestens eine Teilschuld trifft. Sie können sich zwar selbst an die Versicherung wenden, trotzdem rate ich Ihnen dazu einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl zu beauftragen.

3.
Hinsichtlich Ihrer eigenen Schäden am Fahrzeug oder einer Verletzung können Sie den Unfallgegener in Anspruch nehmen.

4.
Insgesamt rate ich Ihnen einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl zu beauftragen. Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Bewertung des Fragestellers 25.05.2009 | 22:15

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Grundsätzlich bin ich mit Antwort sehr zufrieden - und habe die empfohlenen Schritte eingeleitet. Es blieben keine Fragen offen! Von daher kann ich den Service nur empfehlen!"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 25.05.2009 4,6/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70385 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Top-Antwort. Ausführlich, verständlich und mit klaren Handlungsanweisungen. Ging auf alle Punkte ein. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
nice und schnell-. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank. ...
FRAGESTELLER