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Unfall mit Parkinsonpatient


| 14.02.2007 16:45 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor einigen Tagen hatte ich einen Unfall mit einem offenbar parkinsonerkranktem Fahrer. Die Anzeichen dafür waren starkes Zittern und schlufender Gang etc.
Der Hergang: Ich bin aus einer Seitenstrasse unter Beachtung der Vorfahrtsregelung auf eine dreispurige Strasse gefahren. Die Einmündung der Seitenstrasse geht direkt in die 3. Spur als Rechtsabiegerspur für eine weitere Seitenstrasse über. Der Unfallgegner befuhr die mittlerer Spur und hat keine Anzeichen eines Spurwechsels gegeben.
Als ich jedoch bereits einige Meter auf der Rechtsabiegerspur war kam es zum Zusammenstoss, da der Unfallgegner sich scheinbar kurzfristig zum Abbiegen entschlossen hat.
Er beschuldigt mich nun die Vorfahrtsregelung nicht eingehalten zu haben, ich sage dies enstpricht nicht den Tatsachen, da ich ja bereits auf der Rechtsabiegerspur war.
nach dem Zusammenstoss stellet ich fest, dass der Mann scheinbar stark in seiner Bewegungsfähigeit eingeschränkt war, so war er nicht in der Lage mir das Fenster auf seiner Fahrerseite zu öffnen. Ich vermute, dass er keinen Schulterblick nach rechts gemacht hat (oder machen konnte), sonst hätte er mich gesehen.

Die Polizei, welche zufällig vor Ort war, hat nichts zur Aufklärung getan, sondern immer nur auf die Versicherung verwiesen.
Nun meine Frage: Trifft den Herrn nicht mindestens eine Teilschuld, da er Aufgrund seiner Erkrankung (Parkinson Erkrankte nehmen oft starke Medikamente) gar nicht mehr wirklich in der Lage ist am Verkehrsgeschehen teilzunehmen?

Dies alles geschah im übrigen in einem sehr großen Kreisverkehr.

Für eine Einschätzung bin ich Ihnen sehr verbunden.


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Selbstverständlich kann ein Verkehrsteilnehmer die (Teil-)Schuld an einem Unfallgeschehen tragen, wenn unabhängig vom Unfallhergang nicht (mehr) in der Lage war, sicher ein Fahrzueg im Straßenverkehr zu führen.

Nach Ihrer Schilderung dürften Sie jedoch vor erheblichen Beweisproblemen stehen. Dass der Unfallgegner Parkinsonpatient ist, ist Ihre unbestätigte Vermutung. Dass er starke Medikamente nimmt ebenso, auch dass er gar keinen Schulterblick durchgeführt hat.

Vermutungen führen Sie hier jedoch nicht weiter. Es wäre wichtig zu wissen, ob sich aus der polizeilichen Ermittlungsakte zumindest Hinweise dafür ergeben, dass auch die Polizeibeamten Auffälligkeiten bemerkt haben, die Zweifel an der Eignung des Unfallgegners aufkommen lassen. Ein Anwalt vor Ort kann für Sie Akteneinsicht nehmen.

Ansonsten gilt, dass nicht jede Störung der Motorik auf Parkinson und die fehlende Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr hindeutet. Ihre Vermutungen reichen daher leider nicht aus, um hier sicher auf ein (Mit-) Verschulden des Unfallgegners schliessen zu können.

Ich bedauere, Ihnen keine positivere Mitteilung machen zu können, hoffe aber, Ihnen dennoch eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 14.02.2007 | 17:48

Sehr geehrter Herr Jeromin,

vielen Dank für Ihre rasche Antwort.
Das ich mit meinen Vermutungen nicht weiter komme habe ich befürchtet. Es gibt allerdings keinerlei polizeiliche Akten, da die Polizisten den Unfall nicht aufnehmen wollten mit dem Hinweis
sie würden ja nichts anderes schreiben als die Versicherung auch. leider waren Sie auch nicht bereit mir Ihre Namen zu nennen, da Sie nicht als Zeugen zur Verfügung stehen können.
Warum die Polizei so gg. reagiert hat weiß ich leider nicht.

Ich warte derzeit noch auf den Anhörungsbogen der Versicherung. Ist es statthaft darin meine Vermutung bezgl. der sichtbaren Erkrankung des Unfallgegeners zu erwähnen (ohne Parkinson o.ä. zu nennen) um so evtl. die Überprüfung der Verkehrstauglichkeit des Gegners herbei zu führen?
Oder kann dies zu weiteren Problemen für mich kommen?

Für Ihre Beantwortung bedanke ich mich bereits im vorraus.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.02.2007 | 17:59

Sehr geehrter Fragsteller,

grundsätzlich dürfen Sie Ihrem Versicherer Ihre Beobachtungen vom Verhalten des Unfallgegners mitteilen. Allerdings sollten Sie dem Versicherer eine seine eigene Wertung zugestehen und von eigenen Bewertungen absehen. Eine medizinische Untersuchung o.ä. kann jedoch auch Ihr Versicherer nicht veranlassen. Probleme drohen Ihnen bei diesem Vorgehen jedoch nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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