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Unfall mit PKW


27.04.2007 13:32 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Hallo, hier meine Frage:

Ich bin mit meinem PKW auf eine Kreuzung zugefahren, um links abzubiegen(Links-Abbiegerspur).
Die Ampel war grün. Beim Abbremsen ging die Ampel auf Gelb.
Mein Vordermann(ca.70J.) ist schon fast auf der Kreuzung, versucht aber trotzdem mit einer Vollbremsung vor der Halte-Linie zum Stehen zu kommen. Der Versuch misslingt natürlich, er kommt eine volle Waagenlänge hinter der Haltelinie zum stehen. Ich, natürlich völlig überrascht, mache ebenfalls eine Vollbremsung, fahre ihm aber knapp hinten drauf.

Für mich war das in dieser Situation ein unabwendbares Ereignis, da es für mich keinen ersichtlichen Grund gab, dass der Vordermann hier eine Vollbremsung durch führt.

Mir ist bekannt, dass der auffahrende fast immer zumindest eine Teilschuld hat.
Aber wie sieht es hier nun rechtlich aus ??
Wie verhalte ich mich am besten?

Vielen Dank im voraus

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Aus Ihrer Schilderung vermag ich leider nicht zu entnehmen, dass das Unfallereignis für Sie entweder unabwendbar im Sinne des § 7 Absatz 2 StVG oder unverschuldet nach § 18 Absatz 2 StVG war. Bei Auffahrunfällen spricht der sogenannte "Beweis des ersten Anscheins" dafür, dass der Auffahrende die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nicht beachtet hat, weil er entweder zu dicht aufgefahren ist, seine Fahrgeschwindigkeit nicht der Verkehrslage angepasst hat oder weil er es an der erforderlichen Aufarksamkeit hat fehlen lassen, vgl. OLG Köln, MDR 1995, 577.

Nach dieser Entscheidung ist selbst bei unverhofft starkem Bremsen des Vorausfahrenden ohne zwingenden Grund von einem überwiegenden Verursacheungsbeitrag des Auffahrenden auszugehen. Gemäß § 4 Absatz 1 Satz StVO ist der nachfolgende Fahrer nämlich verpflichtet, einen so großen Abstand zu halten, dass er auch dann hinter dem Vorausfahrenden anhalten kann, wenn dieser plötzlich bremst.

Zur Abklärung Ihres genauen Verursacherbeitrags bzw. des Mitverschuldens des Unfallgegners sollten Sie einen Anwalt vor Ort aufsuchen, der dies nach Akteneinsicht genauer beurteilen kann, als ich aus der Ferne.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt
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