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Unfall mit Mietwagen in USA, Rechnung über Schaden an KFZ der Gegenpartei erhalten.

08.11.2017 23:18 |
Preis: 80,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe über das Vergleichsportal Check24 einen Mietwagen in den USA gebucht. Der Vermieter im Check24 Buchungsvoucher ist Autoeurope der mir wiederrum mitgeteilt hat den Mietwagen bei Advantage Car Rental in den USA abzuholen.

Ich habe nach Buchungsvoucher eine
Haftpflichtversicherung
Haftungsbeschränkung (Vollkasko) ohne Selbstbeteiligung
Diebstahlversicherung ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen.

Im Laufe der Mietdauer hatte ich einen Unfall mit einem anderen PKW. Bei Starkregen wollte ich den Fahrstreifen wechseln und habe im toten Winkel ein anderen PKW übersehen und es kam zum zusammenstoß. Der Unfall wurde von der Polizei aufgenommen und ich habe den Unfall gemeldet. Zurück in Deutschland habe ich eine Rechnung über ca. 2000$ von
einem Amreikanischen Unternehmen über die Reperatur des KFZ der Gegenpartei erhalten. Zunächst habe ich von Check24 die Aussage bekommen die Rechnung zu begleichen und den Betrag zurück zu fordern.
Da ich finanziell dazu nicht in der Lage bin in Vorkasse zu gehen habe ich das abgelehnt und habe darauf bestanden, dass in diesem Fall die Haftpflichtversicherung aufkommen müsse. Wiederrum nach einsenden aller Dokumente an Autoeurope und einem Telefonat mit Autoeurope habe ich von einer englichsprachigen Mitarbeiterin gesagt bekommen, die Versicherung würde dabei nicht greifen, da ich den Schaden verursacht habe. Allerdings hatte Sie auch keine zugriff auf meinen deutschen Mietvertrag. Danach habe ich wieder Check24 per Mail und Telefon kontaktiert.
Nun wurde mir von Check 24 zugestimmt und es wurden nochmal alle Dokumente von Check24 an Autoeurope gesendet, da Autoeurope für alle Versicherungsbelange zuständig ist. Die Bearbeitung dauert aber bis zu 8 Wochen.

Meine Fragen sind nun:
Muss ich in Vorkasse treten und hoffen das Geld von der Versicherung/Autoeurope zurück zu bekommen?
Auch wenn ich den Unfall verursacht habe muss doch die Haftpflichtversicherung dafür aufkommen? Hier kann doch nicht von Fahrlässigkeit gesprochen werden? Und wie verhalte ich mich wenn Autoeurope genau das sagt?
In der Rechnung ist im Kleingedruckten "Unless you dispute the validity of this debt, or any portion thereof, within 30 days from receiving this notice, we will
assume the debt is valid. If you notify us in writing, within 30 days, that you dispute this debt or any portion thereof, we will send you verification of the debt."
aufgeführt. Wie soll ich darauf reagieren?

Vielen Dank und mit freundlichem Gruß
Lars Lücke


Einsatz editiert am 09.11.2017 13:55:52
09.11.2017 | 18:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gerade was Versicherungsfragen betrifft ist es fast unmöglich ohne die AGB der Versicherungen und die genauen Vertragsunterlagen eine konkrete Antwort geben zu können.

Was Ihren Fall betrifft ist aber eines ganz klar:

Sie müssen nicht in Vorkasse gehen.
Es ist zumindest in Deutschland und der EU Pflicht, ein Kfz mit einer Haftpflichtversicherung abzusichern. Das haben Sie, wie sich Ihrer Schilderung entnehmen lässt auch getan. Die Haftpflicht muss in jedem Falle informiert werden, wenn Sie einen Unfall verursacht haben. Auch diesem Erfordernis sind Sie nachgekommen.

!Die Haftplicht des Verursachers ist (einzig und allein) dafür zuständig, den entstandenen Schaden des Unfallopfers zu begleichen.!

Die gesetzliche Verpflichtung zu Haftpflicht wurde zum Schutz derjenigen eingeführt, die ohne eigenes Verschulden in einen Verkehrsunfall geraten.
Als solche muss diese auch eintreten und nicht Sie.
Die Haftpflichtversicherung greift natürlich nur für die Schäden beim Gegner. Für die eigenen Schäden kommt die Vollkaskoversicherung ins Spiel. Um die scheint es Ihnen jedoch nicht zu gehen. An dieser Stelle wäre auch der einzige Punkt, wo Fahrlässigkeit eine Rolle spielt. Die hat mit der Haftpflicht nichts zu tun.

Zu dem Kleingedruckten auf der Rechnung: Wenn Sie Ihre Schuld oder Teilschuld nicht innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Rechnung bestreiten, gehen wir davon aus, dass Sie die Schuld eingestehen....

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist die Schuldfrage bereits geklärt. Ich rate Ihnen auf das Schreiben zu antworten, dass der Vorgang bereits von Ihrer Haftpflichtversicherung bearbeitet wird (eventuell das Aktenzeichen der Haftpflichtversicherung für diesen Fall anfügen) und die Rechnung an sich an die Haftpflicht weiterleiten, denn da gehört sie eigentlich hin.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

Vicky Neubert
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Vicky Neubert, Dipl.-Jur.


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