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Unfall mit Fahrradfahrer


01.02.2007 15:36 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Folgender Unfall hat sich zugetragen:

Ich fahre mit meinem Fahrzeug (Vw Polo) die Hauptstraße (Vorfahrtsstraße)entlang und will an der Kreuzung (keine Ampel) rechts abbiegen.

Auf beiden Seiten der Hauptstraße verlaufen Fahrradwege. Vor dem Abbiegen schaue ich hinter mich, ob ein Radfahrer kommt. Es kommt keiner.

Also biege ich ab.

Was ich nicht gesehen habe: Von vorne, also die Hauptstraße entlangfahrend kommt ein Fahrradfahrer ohne Licht (es war 19:00, also Dunkel). Sprich: Der Fahrradfahrer fährt ohne Licht auf der falschen Straßenseite.

Er knallt mir vorne links in den Kotflügel und landet auf der Motorhaube.

Dem Radfahrer ist nichts passiert. Das Fahrrad hat nur einen leichten Schaden.

Mein Schaden:
Werkstatt: Ausbeulen und Lackieren (bereits durchgeführt)
Kfz-Haftpflicht: Höherstufung
Kfz-Vollkasko: Höherstufung und Zahlung der Selbstbeteiligung

Der Fahrradfahrer ist nicht haftpflichtversichert.

Wenn ich die Vollkaskoversicherung nutze: Welche Positionen kann ich mit welcher Haftungsquote vom Radfahrer fordern ?

Wie gehe ich am Geschicktesten vor ? Ich scheue das Prozessrisiko, weil ich nicht rechtsschutzversichert bin und der Fahrradfahrer (wohl Student) nicht sonderlich solvent aussah.

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese unter Berücksichtigung des von Ihnen dargestellten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Grundsätzlich sehen es die meisten Gerichte so, dass Sie als Autofahrer auch damit rechnen müssen, dass Fahrradfahrer auf der falschen Seite fahren, auch wenn der Fahrradfahrer damit ggf. selber gegen seine Pflichten verstößt. Insofern kommt also nur eine anteilige Haftung des Fahrradfahrers in Betracht, wobei es auch auf die Geschwindigkeit des Fahrradfahrers etc. und damit auf den Einzelfall ankommt.

Dass das Fahrrad nicht beleuchtet war, wird die Haftungsquote des Fahrradfahrers erhöhen. Jedoch gehe ich nach Ihrer bisherigen Schilderung nicht davon aus, dass es zu einer 100%igen Haftung kommt. Sie werden also wahrscheinlich auf einem Teil Ihres Schadens sitzen bleiben, wahrscheinlich um die 30%.

Ihre Haftpflichtversicherung kommt nur zum Einsatz, wenn ein Schaden des Fahrradfahrers reguliert wird. Ein etwaiger Rückstufungsschaden ist nicht von diesem zu ersetzen, da er auf Ihrem Verursachungsbeitrag beruht.

Was die Vollkaskoversicherung angeht, können Sie nach der Rechtsprechung wohl den Rückstufungsschaden gegenüber dem Fahrradfahrer geltend machen, allerdings auch nur anteilig in Höhe des Verursachungsbeitrages. Sie müssten diesen Schaden dann beim Fahrradfahrer geltend machen. Insofern kommt es in der Tat darauf an, ob Sie der Ansicht sind, dass der Anspruchsgegner, hier: Fahrradfahrer, solvent ist und Sie in Vorleistung hinsichtlich des Schadens treten wollen. Den eigenen Anteil am Rückstufungsschaden müssten Sie dann aber weiterhin tragen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen die hier nur mögliche erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Nicole Maldonado
- Rechtsanwältin -
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