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Unfall in der Kinderbetreuung - Anspruch auf Schmerzensgeld/Schadensersatz

14.03.2017 15:01 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Guten Tag,
meine 14 Monate alte Tochter hatte gestern einen Unfall in der Kinderbetreuung in meinem Fitnessstudio. Sie ist angeblich ausgerutscht und mit dem Kopf auf die Tischkante eines Kindertisches geschlagen und hat sich eine ca. 1,5 cm grosse Platzwunde zugezogen. Wir waren daraufhin mit ihr in der Notaufnahme und die Wunde wurde verklebt, da ein Nähen nach langer Wartezeit und aufgrund einer nötigen Narkose nicht möglich war.

Meine Frage ist nun ob ich von dem Fitnessstudio Schadensersatz und/oder Schmerzensgeld verlangen kann.

Ich habe bereits zuvor bemerkt dass die Angestellten der Kinderbetreuung nicht richtig aufpassen und statt dessen Zeitung lesen und habe daher die Befürchtung, dass meine Tochter nicht richtig beaufsichtigt wurde und so auf den Möbeln herum turnen konnte und gefallen ist.
Zudem bemängele ich, dass ich als Mutter nicht sofort gerufen wurde, sondern durch Zufall dazu kam und keine richtige Erstversorgung/Erste Hilfe Massnahmen durchgeführt wurden.
Meine Tochter wird nun eine Narbe behalten (soweit keine weiteren Folgen auftreten) und wir als Familie haben einen riesen Schock und die Nerven liegen blank.
Zudem werde ich so meinen Fitnessvertrag nicht weiter wahrnehmen können, da ich ihn nur aufgrund der professionellen Kinderbetreuung abgeschlossen habe und diese für mich jetzt nicht mehr gegeben ist.
Raten Sie mir einen Anwalt zu beauftragen um auf eine Entschädigung zu klagen oder hat das Ganze keine grosse Aussicht auf Erfolg?
Vielen Dank vorab!

Sehr geehrte Ratsuchende,

leider kann ich Ihnen nur wenig Hoffnung machen.

Sie müssten ein Organisationsverschulden nachweisen oder ein sonstiges schuldhaftes Verhalten.

Das ist nach Ihrer Schilderung nicht erkennbar.

Alles gute für Ihre Tochter.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 15.03.2017 | 12:03

Sehr geehrte Frau True-Bohle,
diese Antwort ist für mich nicht befriedigend, da Sie gar nicht auf den konkreten Fall eingehen.
Haftet das Studio nicht unabhängig von einer Aufsichtspflichtverletzung für Unfälle, die sich in dessen Räumlichkeiten ereignen?
Und ist nicht meine Beobachtung vorab, dass die Kinder nicht richtig beaufsichtigt werden, bereits ein starkes Indiz, dass ein Verschulden der Betreuer vorliegt?
Es kann ja nicht sein, dass man sein Kind in fremde Obhut gibt und dann wenn etwas passiert niemand dafür verantwortlich ist.
Vielen Dank vorab für eine detailliertere Klärung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.03.2017 | 12:35

Sehr geehrte Ratsuchende,

dass Sie das Ergebnis nicht befriedigt, glaube ich Ihnen gerne. Aber die Fallprüfung ließ nun einmal kein anderes Ergebnis anhand der Rechtsprechung zu.

Sofern Sie nun detaillierte Ausführungen wünschen, muss ich darauf hinweisen, dass Sie ja bewusst den Mindesteinsatz gewählt haben, also auch dann nach den Nutzungsbedingungen entsprechend zu beantworten ist.

Selbstverständlich kann es sein, dass bei Betreuungen Unfälle passieren und niemand haftet.

Das passiert nahezu täglich in jedem Kindergarten. Sie müssen ein Verschulden nachweisen und das können Sie nicht, weil Sie noch nicht einmal angeben können, wie es zum Unfall gekommen ist. Und ein Ausrutschen lässt sich schwer immer verhindern. Daher gibt es kein nachweisbares Verschulden Dritter.

Ihre Beobachtung hatte ich in Ihrem eigenen Interesse nicht nochmals ausdrücklich aufgeführt:

Denn wenn Sie nach Ihren Beobachtungen Zweifel an der ordnungsgemäßen Betreuung haben, werden Sie sich die Frage gefallen lassen müssen, warum Sie Ihr Kind dann weiter dort abgeben? Soviel zu der Frage, wer dann vielleicht bei einem Unfall verantwortlich sein könnte.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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