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Unfall durch einen v. rückw.links in die zweite Spur fahrenden lt. Vers. 50:50


| 09.12.2009 06:56 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Morwinsky



Sehr geehrte Damen und Herren,
es ereignete sich ein Unfall.
Enkelin fuhr mit Oma´s Auto aus dem seitlichen Parkstreifen in die in Fahrtrichtung ihrer Seite.(Ausscheren, einflißen in den Verkehr).
Sie hatte sich eingeordnet, da aus dem rückwärtigen Verkehr alles frei war.
Ein gegenüber liegender Kfz Benutzer setzte in diese Zeit rückwärts links zurück, mußte seine Fahrbahn überqueren um in die andere Fahrtrichtung rückwärts zu fahrn, um dann mit vorwärts in die Stadt zu fahren.
Unser Kfz wurde hi.li. getroffen, er hatte hi rechts den Schaden.
Die Schädiger Versicherung will nun eine 50/50 Haftung.

Das bedeutet (Sachschaden ist gering, beschädigtes FZ hat noch den Wert der Rep.-Kosten überstanden/ also nicht Tot-geschrieben), dass der SFR hochgesetzt wird. Zeugen haben in der Skizze und Erklärung eindeutig geschrieben, dass das 1. Fz schon im Verkehrsfluss war. Es ist somit nicht ersichtlich warum eine Mithaftung unterstellt / angenommen wird. Es ist klar, dass § 1 STVo sagt, ein Jeder hat si so zu Verhalten, dass... keiner geschädigt wird.
§ 9 StVo sag, wer rückwärts fährt hat .. zu beachten, ansonsten sich einem EInweiser zu bedienen.

Mag sein, dass das Ausscheren aus einer seitlichen Parklücke (ruhender Verk.) in der Phase des Rückwärtsfahrenden in sek. bruchteilen sich über schnitten hat.
Die Kfz Schäden sind je Fz um einen Wert von 1000,-€
Die Schadenbelastung einen Verlust von 13 Jahren unfallfrei gefahren. Der Schädiger hatte ein Firmen- Fz.

Gerne könnte auch die Skizze gemailt werden.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich gerne auf der Grundlage Ihrer Angaben.

Gemäß § 17 Abs. 1, 2 StVG ist bei einer Schadensverursachung durch mehrere Fahrzeuge eine Haftungsverteilung entsprechend der Verursachungsanteile vorzunehmen.
Die von der gegnerischen Haftpflichtversicherung beabsichtigte Regulierungdes Schadens auf der Grundlage einer Quote von 50 zu 50 stellt offensichtlich alleine auf die gleich hohe Betriebsgefahr der Pkw ab. Der Verstoß gegen § 9 Abs. 5 StVO durch das Rückwärtsfahren findet hierbei entweder gar keine Berücksichtigung oder die Versicherung bewertet einen möglichen Verstoß Ihrer Enkelin gegen § 10 StVO (Einfahren in die Straße / Anfahren ohne Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer) gleich schwer wie das gefährdende Rückwärtsfahren des Unfallgegners.
Nach Ihrer Darstellung hatte sich Ihre Enkelin vor dem Unfall nachweislich bereits vollständig in den fließenden Verkehr eingeordnet. Insofern kommt hier ein relevanter Verstoß gegen § 10 StVO meines Erachtens nicht ernsthaft in Betracht.
Die von der Versicherung vorgenommene Haftungsverteilung hielte somit aller Voraussicht einer gerichtlichen Überprüfung nicht stand. Hier kann Ihrer Enkelin allenfalls vorgeworfen werden, daß sie das Verhalten des Unfallgegners wahrnahm/hätte wahrnehmen können und trotzdem ihre Fahrt fortsetzte. Ich halte daher eine Mithaftung von 20 bis 25 % für gerechtfertigt. Ihre Mithaftung wäre nur dann ausgeschlossen, wenn Ihre Enkelin nachweisbar das Fahrmanöver des Unfallgegners objektiv nicht wahrnehmen konnte oder der Unfallgegner ihr signalisierte, er habe sie wahrgenommen und sie könne den Gefahrenbereich passieren.

Mit der oben angegebenen Argumentation sollten Sie sich an die gegnerische Versicherung wenden und die Haftung von 50 % zurückweisen. In aller Regel wird ein anwaltlicher Schriftsatz größere Beachtung finden, so daß Sie die Beauftragung eines Kollegen vor Ort erwägen sollten. Dessen Gebühren wären durch die gegnerische Versicherung zu erstatten, soweit Ihr Anliegen Erfolg hat.

Weiterhin sollten Sie sich an Ihre eigene Versicherung mit der Bitte wenden, eine Regulierung der Ansprüche allenfalls auf der Grundlage einer Haftung in Höhe von 25 % vorzunehmen. Eine Anspruch hierauf haben Sie jedoch nicht. Nach erfolgter Regulierung durch Ihre Versicherung können Sie entscheiden, ob Sie eine Höherstufung der Schadensfreiheitsklasse akzeptieren oder eine Begleichung des Schadens die bessere Wahl ist.
Bewertung des Fragestellers 11.12.2009 | 07:26


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Dadurch gab es eine >KLARE < Antwort und dafür bdanke ich mich. "
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