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Unfall bei der Arbeit - Fremdverschulden - Schadensersatz?, Schmerzensgeld?

| 21.05.2015 02:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,
folgendes hat sich auf einem Messegelände ereignet

Ausgangssituation war eine an einem Kranz aus Stahlträgern hängende Stütze. Aufgrund eines Montagefehlers musste die Stütze gelöst werden, um eine Distanzscheibe zwischen Träger und Stütze zu entfernen.
Hierzu stieg ich auf eine Leiter und löste die Stütze. Ein anderer Arbeiter positionierte einen elektrischen Hubwagen unter die Stütze und senkte diesen ab, damit ich die Scheibe entfernen kann.
Dabei blieb die Gabel des elektrischen Hubwagens an der Leiter hängen. Ich versuchte die Distanzscheibe zu entfernen und der andere Arbeiter hob ohne Vorwarnung den elektrischen Hubwagen an, wobei mein Finger eingeklemmt wurde.
Dabei brach ich mir den Finger und der Finger musste genäht werden.
Wir sind beide Selbständig. Der Verursacher hat natürlich auch eine Betriebshaftpflicht.

Frage.

Kann ich den Verursacher in Regress nehmen?
Hinsichtlich Schadensersatz und Schmerzensgeld?

Ich unterstelle dem Verursacher keine Absicht. Höchstens Fahrlässigkeit.
Ich bin außerdem Rechtsschutzversichert und mein Anwalt meinte, dass hierzu
Absichtlich gehandelt werden müsste. Stimmt das? Dann müsste ja jeder Unfall mit
Fremdverschulden mit Absicht herbeigerufen werden um Versicherungsansprüche zu erheben.

Vielen Dank



21.05.2015 | 03:07

Antwort

von


(81)
Beethovenstraße 2
60325 Frankfurt
Tel: 069-348742380
Web: https://kanzlei-franz.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:


Da Sie selbstständig sind, ist die Rechtslage im Grunde erfreulich einfach. Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld bestehen sowohl bei einer vorsätzlichen als auch bei einer nur fahrlässigen Schädigung.

Sie können von Ihrem Schädiger daher in der Tat Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangen. Zu denken ist hier insbesondere an Ansprüche im Hinblick auf entstandene Behandlungskosten und einen möglichen Verdienstausfall. Das Schmerzensgeld selbst wird sich wohl im mittleren dreistelligen Bereich bewegen, da kein allzu dramatischer Gesundheitsschaden eingetreten ist.

Weshalb Ihr Anwalt meint, dass Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld eine vorsätzliche Tat voraussetzen, kann ich nicht nachvollziehen. Möglicherweise geht Ihr Anwalt davon aus, dass Sie und der Schädiger Arbeitnehmer sind und für denselben Betrieb arbeiten. In diesem Falle bestünden Ersatzansprüche gegen den Schädiger nämlich tatsächlich nur bei Vorsatz (§ 105 Abs. 1 SGB VII ).

Da Sie aber selbstständig sind, gilt diese arbeitsrechtliche Einschränkung gerade nicht. Es bleibt also bei der "normalen" Rechtslage, wonach Schädiger sowohl für Vorsatz als auch Fahrlässigkeit haften.


Ich hoffe sehr, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben. Bei Unklarheiten stehe ich für eine Nachfrage gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
Christian D. Franz, Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 23.05.2015 | 20:19

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