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Unfall als Fahrradfahrer


05.12.2006 14:16 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Gestern nahm mir (Radfahrer auf Radweg) ein Autofahrer, der aus einem Parkplatz über den Radweg auf eine Hauptstrasse einbog die Vorfahrt. Ich konnte nicht rechtzeitig bremsen und kollidierte in die rechte Seite des fahrenden Autos. Dabei erlitt ich leichte Verletzungen. Erstmal möchte ich folgendes wissen:

Eine Autostrasse hat auf beiden Seiten einen breiten Gehweg. Dieser hat auf beiden Seiten eine Fahrradspur abgetrennt. Darf ich als Fahrradfahrer dann die Fahrradspur in beiden Fahrtrichtungen benutzen, oder muss ich mich an den Fahrtrichtungen der jeweilig benachbarten Autospur orientieren? Dies ist wichtig, da ich bei der Kollision zwar auf der vom Gehweg abgetrennten Fahrradspur fuhr, aber entgegen der Autorichtung fuhr. Falls mein Verhalten unzulässig war, kann ich dem Autofahrer wohl keine Schuld geben, dass er nicht nach rechts geschaut hat. Bitte erkären Sie mir die gesetzliche Situation in diesem Zusammenhang.

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Zwar haben Sie sich durch das Befahren des Radwegs entgegen der vorgeschriebenen Richtung (dies als Beantwortung auf Ihre erste Frage) an dem Unfall mitverschuldet. Eine Schuldfreistellung des Pkw-Fahrers ist dadurch jedoch nicht anzunehmen. Es gilt das allgemeine Rücksichtnahmegebot im Straßenverkehr. Dies bedeutet, dass auch verkehrswidriges Verhalten im Rahmen der Rücksichtnahme einkalkuliert werden muss.

Für Ihre Ansprüche ist das Verhältnis der Mitverantwortung ausschlaggebend, § 17 StVG. Hier sollten Sie sich, insbesondere wenn auch mit Gegenansprüchen zu rechnen, anwaltlich (Verkehrsrechtsanwalt) vertreten lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de

Nachfrage vom Fragesteller 05.12.2006 | 18:29

Aufgrund der von Ihnen erklärten Problematik, habe ich Chancen auf Schadensersatz von der KFZ-Versicherung des PKW-Fahrers in Sachen beschädigtes Fahrrad und Schmerzensgeld? Oder ist dies total aussichtslos wegen meiner Mitverschuldung?

Nachfrage vom Fragesteller 05.12.2006 | 18:30

Aufgrund der von Ihnen erklärten Problematik, habe ich Chancen auf Schadensersatz von der KFZ-Versicherung des PKW-Fahrers in Sachen beschädigtes Fahrrad und Schmerzensgeld? Oder ist dies total aussichtslos wegen meiner Mitverschuldung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2006 | 08:45

Sie haben Chancen auf Ersatz von ca. 50 % Ihrer Schäden (inkl. Schmerzensgeld). Sie sehen sich aber auch den Ansprüchen des geschädigten Autofahrers ausgesetzt (bzw. Ihre Haftpflichtversicherung, soweit diese Schäden gedeckt sind). Natürlich kommt es auf die Umstände des Einzelfalles an. Das OLG Hamm hatte seinerzeit eine Aufteilung 50-50 vorgenommen:

Passiert ein Unfall, weil ein Radfahrer in falscher Richtung auf dem Radweg fährt, haften Autofahrer und Radfahrer zu gleichen Teilen. Der Autofahrer hätte wissen müssen, dass Radfahrer häufig verbotswidrig Radwege in falscher Richtung benutzen. Umgekehrt hätte die Radfahrerin mit plötzlich auftauchenden Autos rechnen müssen (OLG Hamm, Az. 9 U 12/98).

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