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Unfall - Versicherung verzögert Schadenersatz ?

17.05.2008 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin


Guten Tag. Ich habe folgendes Problem. Meiner Frau ist in einem Parkhaus eine andere Verkehrsteilnehmerin ans Auto gefahren.
Der Schaden wurde zur Sicherheit von der Polizei aufgenommen - da unser Baby mit im Auto saß. Am selben Tag wurde der Schaden von der Verursacherin der Versicherung gemeldet.

Wir erhielten ein Schreiben in dem wir aufgefordert wurden eine Reparaturkostenrechnung und aussagekräftige Fotos einzusenden. Das habe ich per Einschreiben getan - ich sendete einen Kostenvoranschlag unserer Werkstatt mit, Schaden 704,20 netto. Kurz darauf kam das nächste Schreiben in dem es darum ging, ob ein Personenschaden vorlag. Auch darauf Antwortete ich, diesmal per Telefon und Fax. Ein paar Tage später erhielt ich den nächsten Brief das ich nun eine Reparaturkostenrechnung vorlegen solle.
Darauf hin habe ich im Internet etwas Recherchiert. Nach §249 BGB kann ich ja verlangen, den Betrag ohne die Mwst. erstattet zu bekommen. Daraufhin habe ich wieder angerufen, der Kollege am Telefon sagte, alles kein Problem und damit war das Gespräch zu Ende. Zur Sicherheit schickte ich nochmal ein Fax mit der Bitte um Überweisung.
Heute erhielt ich nun wieder ein Schreiben mit der Bitte anzugeben ob das Fahrzeug Fremdfinanziert ist oder nicht. Irgendwie kommt mir das sehr komisch vor zumal mir die Mitarbeiter, mit denen ich ja nun mehrfach auch telefonisch Kontakt hatte, diese Fragen auch am Telefon hätten stellen können oder zumindest alle diese Fragen ja schon mit dem ersten Schreiben aufgeführt hätten sein können!? Wer weiß wie viele Schreiben die noch schicken und wie lange die Versicherung das somit noch heraus zögert? Dabei geht es meiner Meinung nach ja eigentlich nur um einen geringen Betrag!?


Da ich jedenfalls den Grund dieser erneuten Nachfrage nicht nachvollziehen kann meine Frage an Sie - Warum muss ich der Versicherung nun noch mitteilen ob das Fahrzeug Fremdfinanziert ist oder nicht - oder kann das reine Zeitschinderei der Versicherung sein? Muss ich darauf antworten oder kann ich die Versicherung durch Fristsetzung auffordern nun endlich zu Zahlen?

Ich Bedanke mich für Ihre Antworten schon im voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Jeder Tag ohne Zahlung bedeutet natürlich einen Zinsgewinn.

Die Frage nach der Fremdfinanzierung zielt darauf ab, ob Sie überhaupt berechtigt sind, die Unfallschäden im eigenen Namen geltend zu machen.

Natürlich kann der Versicherer aber nicht verlangen, dass er auf jede Eventualität, die er ohne konkrete Anhaltspunkte quasi "ins Blaue hinein" erfragen will, auch eine Antwort erhalten muss, sonst liesse sich die Zahlung noch Monate hinausschieben.

Ich darf Sie daher auf folgendes hinweisen:

Der Schädiger muss dem Geschädigten die Kosten der Rechtsverfolgung erstatten, dazu gehören auch Anwaltskosten. da die Haftung der Gegenseite nach Ihrer Schilderung 100 % beträgt, sollten Sie einen Kollegen mit der Durchsetzung Ihrer Interessen beauftragen. bei einer 100&igen Haftung der Gegenseite hat diese seine Gebühren voll zu erstatten.

Im Rahmen der Beauftragung kann der Kollege zunächst anhand der vorliegenden Unterlagen klären, ob Sie alle für die Regulierungsentscheidung erforderlichen Informationen mitgeteilt und auch keine Schadensersatzposition vergessen haben (Sie erwähnen z.B. nicht, eine Kostenpauschale geltend gemacht zu haben).

Wenn der Versicherer nach objektiver Sachlage regulieren kann, wird der Kollege eine letzte Frist setzen, hieran erkennt der Versicherer zudem, dass nun "ernst" gemacht wird, da -Sie erfahren es gerade- gerne zögerlich und unvollständig reguliert wird, solange der Geschädigte seine Rechte selbst geltend macht.

Ich hoffe Ihnen auf diesem weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt

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