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Unfall / Meldung an Versicherung verspätet


| 10.12.2015 08:00 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren, vor gut 5 Wochen beschädigte ich ein Tor in einem Parkhaus. Trotz dass 3 Personen im Auto waren, wurde dies von uns nicht bemerkt und wir stellten das Auto ab (Parkplatz neben dem beschädigten Tor).

Nach 3 Stunden kehrten wir zum Fahrzeug zurück und fanden eine Karte der Verkehrspolizei vor, dass wir uns melden sollten, da das Tor beschädigt wurde. Dies tat ich dann von zu Hause ca. 1 Stunde später. Am selben Abend schrieb ich auch eine Email an den Parkhausbetreiber und erklärte die Situation, auch dass der Schaden von uns nicht bemerkt wurde.

4 Tage nach dem Unfall hatte ich einen Termin bei der Verkehrspolizei um die Aussage aufzunehmen. Hier schätzte der Polizist den Schaden am Tor auf 500 bis 1000 Euro. Aus diesem Grund wollte ich den Schaden selbst bezahlen und hatte somit die Versicherung nicht informiert.

Ca. 3 Wochen nach dem Unfall meldete sich der Betreiber des Parkhauses und informierte mich, dass eine Firma sich den Schaden anschauen würde und ein Angebot für die Reparatur erstellen wird.

Dieses Angebot habe ich gestern, ca. 5 Wochen nach dem Unfall erhalten. Jedoch beträgt dieses Angebot ca. 4.500 Euro. Somit habe ich jetzt erst gestern der Versicherung den Schaden gemeldet (5 Wochen später).

Frage: Kann die Versicherung wegen der verspäteten Meldung die Kostenübernahme ablehnen?
10.12.2015 | 09:25

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach den geltenden Vertragsbedingungen obliegt Ihnen im Schadensfall eine Meldepflicht. Bei einer Verletzung dieser Pflicht bleibt der Versicherer dem Geschädigten gegenüber zwar zum Ausgleich des Schadens verspflichtet, kann aber unter Umständen (!) bei Ihnen Regress nehmen.

Dieser Regress ist jedoch der Höhe nach beschränkt. Auf welchen Betrag, hängt von den Vereinbarungen in den Versicherungsbedingungen ab (schauen Sie dort nach). Nach § 6 Abs. 1 KFZPflVV (bitte lesen) darf die Summe 2.500,00 € nicht überschreiten. Ein Fall des Abs. 3 sehe ich nicht als gegeben an, so dass diese Summe nicht auf 5.000,00 € erweitert werden dürfte.

Jedoch können auch die 2.500,00 € nicht verlangt werden, wenn sich die verspätete Meldung nicht auf die Feststellung des Versicherungsfalls oder des Umfangs der Leistungspflicht ausgewirkt hat. Wie etwa in dem Fall, dass die Versicherung auf andere Weise, etwa durch Meldung des Geschädigten, Kenntnis von dem Unfall erlangte. Ich kann auch nicht erkennen, dass die Feststellung des Umfangs sonderlich erschwert wurde. Dies hängt aber von den konkreten Umständen ab, die mir nicht bekannt sind. Schlecht wäre in diesem Sinne sicherlich, wenn die beschädigten Teile bereits entsorgt oder repariert wurden, also keine Beweise zur Schadenshöhe mehr erhoben werden können. In der Regel wirkt sich die verspätete Meldung deswegen nicht aus, weil nicht Sie, sondern der Geschädigte zum Nachweis des unfallbedingten Schadens verpflichtet sind.

Des Weiteren wäre noch zu überprüfen, ob Sie nach den Versicherungsbedingungen eine Selbstregulierung bei der zunächst im Raume gestandenen Summe hätten vornehmen dürfen. Dies wird den Versicherungsnehmern nämlich in den meisten Bedingungswerken zugestanden. Schauen Sie daher in Ihren Verträgen nach. Wenn eine solche Klausel vorhanden ist und der dort genannte Betrag nicht unterschritten wurde, reichte die verspätete Nachricht aus.

Die Tatsache, dass Sie zunächst von einem geringeren Betrag ausgingen wirkt sich zudem auf die Frage aus, ob Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit oder gar leichte Fahrlässigkeit vorliegt. Je nachdem welcher Verschuldensgrad vorliegt, ist auch die Regresshöhe zu bestimmen. Dass Sie zunächst von einer Selbstregulierung ausgingen wirkt sich hier positiv aus. Bereits aus diesem Aspekt heraus, kann sich eine geringere Regresssumme ergeben.

Für eine abschließende Beurteilung wären jedoch weitere Informationen und die Einsichtnahme in die Versicherungsunterlagen notwendig. Nach einer ersten Einschätzung erscheint es jedoch gut möglich, dass die Versicherung Sie nicht in Regress nehmen kann bzw. im Unrecht ist, wenn sie es tut. Jedenfalls steht Ihnen kein Regress in voller Schadenshöhe ins Haus.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse. Diese finden Sie auf meinem Profil, das Sie durch einen Klick auf meinen Namen erreichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt André Meyer

Bewertung des Fragestellers 13.12.2015 | 07:37


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"Vielen Danke für die Beurteilung dieses Falls, hat mir sehr geholfen einen ersten Überblick zu bekommen. Gerne nehme ich Ihr Angebot an und komme auf Sie zurück falls eine Vertretung meiner Rechte benötigt wird."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13.12.2015
5/5.0

Vielen Danke für die Beurteilung dieses Falls, hat mir sehr geholfen einen ersten Überblick zu bekommen. Gerne nehme ich Ihr Angebot an und komme auf Sie zurück falls eine Vertretung meiner Rechte benötigt wird.


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