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Unfall: Gegner fuhr rückwärts aus Einfahrt raus und mir drauf

22.11.2019 13:33 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Verhalten Verkehrsunfall

Folgendes ist passiert: ich wollte gestern rechts in eine Straße abbiegen und sehe, dass ein Wagen rückwärts aus seiner Garageneinfahrt rausfährt. Ich halte sofort an und unterbreche den Abbiegevorgang, damit der Wagen raussetzten kann. Die Fahrerin fährt jedoch weiter und weiter rückwärts und trifft schließlich meinen Wagen an der linken Seite (Scheinwerfer kaputt, Motorhaube eingedellt und Stoßstange beschädigt).
Ich habe keine Diskussion mit ihr angefangen, bin einfach nur perplex gewesen und auch gegenüber der Polizei habe ich keine wirkliche Aussage gemacht (meine ich zumindest, kann aber auch falsch sein und ich habe zwei/drei Sätze gesagt. Bin mir da nicht mehr 100%ig sicher. Unterschrieben habe ich jedoch nichts).
Die Polizei sagte, dass ich einen statischen Schaden habe und ihr Auto einen dynamischen. Der Wagen mit dem statischen Schaden hat gestanden, hat sich also nicht bewegt. Die Beamten konnten nicht leider sagen, ob ich eine Teilschuld bekommen könnte.
Die Gegnerin hat gegenüber den Beamten davon gesprochen, dass ich ihr draufgefahren sei. Das stimmt in keiner Weise: sie hat beim Zurücksetzen gepennt und ist mir ins Auto gefahren!
Habe dann meine Versicherung angerufen. Die fragten, ob ich schuld sei. Dies verneinte ich mit Hinweis darauf, dass ich eine Teilschuld zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht 100%ig ausschließen kann. Die Versicherung meinte dann, ich solle erstmal warten und nach knapp einer Woche, wenn nichts passiert sein sollte, bei ihnen dann eine vorsorgliche Meldung abgeben. Das hat mich überrascht. Nun weis ich nicht, wie ich mich verhalten soll. Ist mein aller erster Unfall in über 20 Jahren Fahrpraxis.
Habe die Telefonnummer des gegnerischen Versicherungsbetreuer bekommen (ist DVAG), und noch nicht angerufen.

Meine Fragen: - War das "nicht anrufen" richtig oder soll ich bald bei der DVAG anrufen, um meine
Schadenersatzforderung anzumelden bzw. wann muss ich den Versicherungsvertreter anrufen?
- Wie läuft das weiter ab: Ordnungsamt schickt Fragebogen. Ich fülle aus und schicke zurück. Was kommt dann?
- Wann sollte ich mit meinem Auto zum Gutachter und/oder die Werkstatt fahren?
- Woher und wann bekomme ich die Info, ob ich Teilschuld habe und wer mir meinen Schaden zahlen wird?
- Was ist, wenn die Gegenseite sich quer stellt und auf "unschuldig" beharrt bzw. mir einfach nichts zahlen will?
- Komme ich irgendwie ohne Anwalt aus der Sache raus, wenn alle Seiten sich rechtmäßig verhalten? Habe keine Rechtschutzversicherung und kann mir das Geld für Anwal/Gutachter eigentlich nicht leisten (PKH werde ich aber nicht bekommen). Ich bin rhetorisch äußerst ungeschickt, habe sehr, sehr schwache Nerven und fühle mich einem "Rededuell" mit dem geschulten Versicherungsvertreter in keiner Weise gewachsen. Der quatscht mich platt.

23.11.2019 | 01:06

Antwort

von


(720)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ersteinmal zur Beruhigung: Wenn Sie nicht schuld sind - und das kann ein Gutachter ermitteln - dann übernimmt die gegnerische Versicherung Ihre Anwaltskosten und die Gutachterkosten.

Meine Fragen: - War das "nicht anrufen" richtig oder soll ich bald bei der DVAG anrufen, um meine
Schadenersatzforderung anzumelden bzw. wann muss ich den Versicherungsvertreter anrufen?

Der Schaden muss sobald wie möglich schriftlich bei der gegnerischen Versicherung angezeigt werden. Jedoch müssen Sie erst ein Gutachten erstellen lassen, wenn der Schaden eine gewisse Höhe überschreitet. Dann muss geschaut werden, welche Summe für Sie relevant ist (Reparaturkosten oder Wiederbeschaffungswert).

- Wie läuft das weiter ab: Ordnungsamt schickt Fragebogen. Ich fülle aus und schicke zurück. Was kommt dann?

Ohne Anwalt: Ausfüllen und dabei bleiben, dass Sie gestanden haben - ggf. Zeugen benennen.
Mit Anwalt: keine Angaben machen und Akteneinsicht nehmen.

- Wann sollte ich mit meinem Auto zum Gutachter und/oder die Werkstatt fahren?

Mindestens wenn die Schuldfrage nicht geklärt ist und ab einem gewissen Schadenswert (da bei der der gegnerischen Versicherung nachfragen - ggf. reicht auch ein Kostenvoranschlag).

- Woher und wann bekomme ich die Info, ob ich Teilschuld habe und wer mir meinen Schaden zahlen wird?
Ohne Anwalt. direkt von der Versicherung, Dauer ca. 3-5 Monate
Mit Anwalt: direkt vom Anwalt, Dauer ca. 1-2 Monate

- Was ist, wenn die Gegenseite sich quer stellt und auf "unschuldig" beharrt bzw. mir einfach nichts zahlen will?

Dann hilft nur klagen!

- Komme ich irgendwie ohne Anwalt aus der Sache raus, wenn alle Seiten sich rechtmäßig verhalten?
Wenn alle sich rechtmäßig verhalten, ja, aber ich gehe nicht davon aus, dass die Versicherung nicht versuchen wird, Ihnen eine (Teil)Schuld zu geben.

Habe keine Rechtschutzversicherung und kann mir das Geld für Anwal/Gutachter eigentlich nicht leisten (PKH werde ich aber nicht bekommen). Ich bin rhetorisch äußerst ungeschickt, habe sehr, sehr schwache Nerven und fühle mich einem "Rededuell" mit dem geschulten Versicherungsvertreter in keiner Weise gewachsen. Der quatscht mich platt.

Dann wird es schwierig, wenn Sie aber sicher sind, dass Sie gestanden haben, würde ich einen Anwalt beauftragen, da dann die Kosten übernommen werden!


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 23.11.2019 | 08:59

Gestern Abend rief die Polizei nochmal an. Der Bericht wird sich wohl nicht eindeutig festlegen, dass ich gestanden habe. Bin total überrascht davon und war zu gelähmt, um an Telefon irgendwas zu meiner Verteidigung zu sagen. Vor Ort erklärte mir der Beamte: „Sie haben einen statischen Schaden, das andere Auto einen dynamischen; das Auto mit dem statischem Schaden hat gestanden". Ich bin sprachlos, dass der Bericht das jetzt auf einmal nicht so deutlich aussagen soll. Soll ich da nochmal bei der Polizei anrufen? Schadenhöhe liegt auf beiden Seiten bei mehr als 2.500€.
Soll ich nun einen Gutachter bestellen, der dann meine Version bestätigen kann? Ich sehe nicht ein, für die Dummheit einer anderen bezahlen zu müssen.
Kann mir ein Anwalt sagen, ob bzw. wann ich in dieser Konstellation Aussicht auf Erfolg habe? Wenn ja, kostet diese Erstberatung etwas?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.11.2019 | 10:00

Soll ich da nochmal bei der Polizei anrufen?
Das bringt nichts, die klären nur die strafrechtliche Schuldfrage, ein Gutachten wird bei der Polizei i.d.R. nicht beantragt. Daher müssen Sie das alleine klären.

Schadenhöhe liegt auf beiden Seiten bei mehr als 2.500€.
Soll ich nun einen Gutachter bestellen, der dann meine Version bestätigen kann?
Das wäre die einzige Lösung.

Ich sehe nicht ein, für die Dummheit einer anderen bezahlen zu müssen. Verstehe ich!!!

Kann mir ein Anwalt sagen, ob bzw. wann ich in dieser Konstellation Aussicht auf Erfolg habe?
Ohne Gutachten kann das auch ein Anwalt nicht, mit Gutachten schon.

Wenn ja, kostet diese Erstberatung etwas? Ja, bis max. 190 EUR, jedoch fällt die Gebühr weg, wenn der Anwalt tätig wird.

Gehen Sie also schnell zum Gutachter und klären dort, ob er das in Ihrem Fall beurteilen könnte. Wenn ja und das eindeutig geklärt ist, dass sie nicht Schuld sind, übernimmt die Versicherung Ihre Anwaltskosten, sodass Sie dann kurzfristig einen Anwalt einschalten sollten. Gerne helfen wir da weiter.

Ergänzung vom Anwalt 23.11.2019 | 01:08

Mehr dazu auch: https://youtu.be/ijcuczYZpOs

ANTWORT VON

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