Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unfall, Verletzung wegen Kind - Ansprüche?


11.10.2006 17:26 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Guten Tag!
Ich habe einen Unfall gehabt, bei dem ich verletzt wurde - offener Schienbeinbruch mit voraussichttlicher 6 monatigen Arbeitsunfähigkeit. Dazu 2000 euro Schaden am Motorrad.
Und zwar musste ich als Motorradfahrer eine Vollbremsung durchführen wegen eines Kindes (7 ahre alt)auf dem Fahrrad, das unvermittelt und ohne Anhalten am Strassenrand auf die Fahrbahn gefahren ist. Ich konnte das Kind wegen der Büsche am Strassenrand nicht früher sehen. Die Geschwindigkeit war angepasst (50). Es kam zum überschlag und Sturz. Das Kind blieb unversehrt. Polizei hat den Unfall aufgenommen und Kind als Unfallverursacher ermittelt.
Das Kind war aus der Gruppe der Gleichaltrigen ausgerissen. Die Eltern befanden sich in einem Kleingarten in etwa 100 meter auf der anderen Strassenseite. Das Kind hat also ohne Eltern regelwidrig eine Öffentliche Strasse überquert.
Liegt hier Ihrer Meinung nach eine Aufsichtpflichtverletzung vor?
Wie kann ich zum Schadenersatz kommen? (Keine Private Haftpflicht der Eltern)

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg hatte einen ähnlichen Fall wie Ihren zu entscheiden und eine Schadensersatzhaftung abgelehnt, da die Eltern Ihrer Aussichtspflicht genügt hätten. Allerdings handelte es sich um ein bereits neunjähriges Kind, das die Verkehrsregeln bereits in der Schule gelernt und mehrere Fahrradtouren mit den Eltern unternommen hatte. In diesem Fall hatte sich das Kind nach Auffassung der Richter im Straßenverkehr bewährt, so dass es keiner ständigen Beaufsichtigung im Straßenverkehr durch die Eltern bedurfte.

Bei Ihnen ist das Kind jedoch zwei Jahre jünger, so dass durchaus eine Haftung der Eltern nach § 832 I BGB in Betracht kommen könnte. Dies hängt u.a. von den oben genannten Umständen ab, ein gerichtliches Vorgehen birgt also ein gewisses Risiko.

Wenn Sie den Schaden gegen die Eltern geltend machen wollen, so sollten Sie diese schriftlich unter Fristsetzung mit Einschreiben/ Rückschein zur Zahlung auffordern. Läuft diese Frist fruchtlos ab und Sie suchen einen Anwalt auf, so sind die Anwaltskosten der Verzugsschaden. (Vorausgesetzt natürlich es erfolgt Zahlung oder ein Gericht gibt der Klage gegen die Eltern statt).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine kostenlose Nachfrage stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER