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Unfähigkeit zum Gerichtstermin zu erscheinen- auf Grund von Auslandsaufenthalt

| 09.04.2014 19:24 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo liebe Anwälte,

ich habe vor kurzem versucht ein Eis zu klauen und wurde vom Kioskbesitzer erwischt und habe dann das Eis zurückgegeben. Kurze Zeit später wurde ich dann an der Straßenseite angehalten und deswegen befragt. Ich war alkoholisiert und sollte auch einen Alkoholtest machen.

Ich weiss nicht genau, ob da wirklich eine Anzeige auf mich zukommt, aber wenn habe ich folgendes Problem:

Ich werde in 2 Monaten ins Ausland fliegen, in die USA nach Detroit, um dort mein Pflichtpraktikum zu absolvieren. Dort werde ich für 2 Monate sein und von dort DIREKT nach Chile fliegen, wo ich bis Mitte Januar 2015 bleiben werde.

Jetzt ist meine Sorge, dass die Anzeige (wenn sie denn kommt) erst kommt wenn ich gerade fliegen soll oder wenn ich schon weg bin, weswegen ich den Termin bei der Polizei und ggf. den vor Gericht nicht wahrnehmen kann.

Was sollte dann passieren? Ist es möglich den Termin auf ein Datum zu legen an dem ich wieder da bin oder muss ich tatsächlich die Unkosten von 1000 Euro auf mich nehmen, nur um fuer einen Tag nach Deutschland zu kommen?

Ich habe keinerlei Vorstrafen und bin nie auffällig geworden.

Vielen Dank für ihre Hilfe!

09.04.2014 | 19:44

Antwort

von


(143)
Mühltorstr. 9/1
71364 Winnenden
Tel: 07195/589260
Web: http://www.rems-murr-kanzlei.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gilt:
Die Pflicht zum Erscheinen vor Gericht auf entsprechende Ladung hin ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung des Angeklagten, die grundsätzlich der Regelung familiärer und geschäftlicher Angelegenheiten und der Erfüllung beruflicher Obliegenheiten vorgeht. Aus privaten Gründen kann demgemäß das Nichterscheinen eines Angeklagten zur Hauptverhandlung allenfalls in Ausnahmefällen dann genügend entschuldigt sein, wenn es sich um unaufschiebbare geschäftliche oder berufliche Angelegenheiten von solcher Bedeutung handelt, dass ihnen gegenüber die öffentlich-rechtliche Pflicht, sich als Angeklagter vor Gericht zu stellen, zurücktreten muss.

Bei der Entscheidung darüber, ob die Entschuldigung genügt, ist mithin die Bedeutung der zu erledigenden Angelegenheit nach Wichtigkeit und Dringlichkeit einerseits gegenüber der öffentlich-rechtlichen Pflicht zum Erscheinen andererseits abzuwägen.

Aber:
Der von Ihnen geschilderte Sachverhalt erfüllt den Tatbestand des § 248a StGB ("Diebstahl und Unterschlagung geringwertiger Sachen").

Sie sind nicht vorbestraft. Das bedeutet dass im Falle einer Anzeige im schlimmsten Fall ein Strafbefehl gegen Sie erlassen werden wird, welcher Ihnen schriftlich zugestellt wird. Eine Hauptverhandlung findet nicht statt.

Sie können beruhigt ins Ausland fliegen.

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, können Sie einen Verteidiger beauftragen, der Sie im Falle einer Anzeige vertritt und für "diese Angelegenheit" zustellbevollmächtigt ist und die Angelegenheit "im Hintergrund" für Sie regelt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Bewertung des Fragestellers 09.04.2014 | 19:53

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Strafrecht, Medizinrecht, Verkehrsrecht, Miet und Pachtrecht