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Unerwünschte Kontaktaufnahme


| 09.11.2014 14:52 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Ich habe im Juni dieses Jahres den Kontakt zu einem Bekannten eingestellt, mit dem ich nichts mehr zu tun haben möchte. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich mich nicht mehr mit ihm treffen möchte und mich nicht als mit ihm befreundet betrachte (ihm allerdings nicht explizit gesagt, dass er mich nicht mehr kontaktieren soll, da ich das nicht für nötig hielt).

Nachdem ich ihm persönlich und per E-Mail mitgeteilt habe, dass und warum ich diese Bekanntschaft beende, habe ich auf seine weiteren Kontaktversuche nicht mehr reagiert. In den Monaten Juli bis Oktober hat er mir dennoch ca. 40 E-Mails plus eine geringere Anzahl an SMS, Forumsnachrichten und Briefen geschickt. Vereinzelt hat er mir mitgeteilt, sich in der Nähe meiner Wohnung zu befinden und persönlich Sachen in meinen Briefkasten geworfen, allerdings jeweils ohne dass es zu einer persönlichen Begegnung kam. Darüber hinaus hat er Ende August einmalig meinen Lebensgefährten kontaktiert (der ihm persönlich nicht bekannt ist; die Kontaktdaten hat er wohl online recherchiert), diesen gebeten, auf mich einzuwirken, damit ich den Kontakt wieder aufnehme und außerdem angedeutet, dass ich psychologische Hilfe benötige.

Kann ich etwas tun, damit diese Person mich und Personen aus meinem Umfeld nicht mehr kontaktiert? Seine Nachrichten an mich enthalten weder Drohungen noch direkte Beleidigungen (allerdings unterstellt er mir psychische Probleme).
Meine Lebensführung ist durch die nur alle paar Tage stattfindenden schriftlichen Kontaktversuche natürlich nicht eingeschränkt, weswegen es wohl unglaubwürdig wäre, mit einer Anzeige wegen Stalkings zu drohen. Dennoch belastet und ärgert mich die Situation. Kann ich ihn schriftlich auf eine Weise aufzufordern, das zu unterlassen, durch die ich eine rechtliche Handhabe hätte, wenn er mich trotzdem wieder kontaktiert, und wie müsste ein solches Schriftstück aussehen?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben Recht, dass der Sachverhalt möglicherweise den Tatbestand des § 238 StGB (noch) nicht erfüllt, weil noch keine schwerwiegende Beeinträchtigung der Lebensgestaltung vorliegt.

Dennoch halte ich es für sinnvoll auch mit einer Strafanzeige zu drohen und diese notfalls auch zu erstatten, weil allein das Ermittlungsverfahren den Bekannten beeindrucken könnte.

Daneben sollte der Bekannte schriftlich zur Unterlassung der Kontaktversuche aufgefordert werden. Auch Zivilrechtlich besteht ein Anspruch darauf vor unerwünschten Kontakten geschützt zu werden. Dem Bekannten sollte angedroht werden ihn auch zivilrechtlich auf Unterlassung in Anspruch zu nehmen, verbunden mit der Starfanzeige.

Bringt das alles nichts bleibt nur einen Anwalt einzuschalten. Ihm sollte also eine zivilrechtliche Unterlassungsverfügung angedroht werden und eine Strafanzeige.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht


Bewertung des Fragestellers 09.11.2014 | 15:59


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