Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unerwartete Kosten für den 2. Anwalt bei Scheidung

| 10.09.2014 18:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Die Anwaltsgebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz dürfen im gerichtlichen Verfahren nicht unterschritten werden. Wenn aber der Mandant aufgrund einer unzulässigen Vergütungsvereinbarung darauf vertraut, nur die vereinbarten Gebühren zahlen zu müssen, darf der Anwalt nicht mehr verlangen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Sachverhalt ist wie folgt:
Eine einvernehmliche Scheidung ist durchgeführt worden.

Im Vorfeld hat während der ganzen Zeit nur Partei 1 Kontakt zum Anwalt 1 gehabt. Erst auf Anforderung des Gerichts (richtigerweise), dass die Partei 2 ebenfalls einen Anwalt bei der Verhandlung haben muss (da z.B. die Rentenansprüche nicht verrechnet werden sollten) wurde mit Anwalt 1 vereinbart, dass er jemanden aus seinem Team für den Verhandlungstag hinzuzieht.
Auf die Bemerkung dass man ja vor Ort im Gericht auch jemanden für eine kleine Summe (Info aus Internet: ca 200€) hinzuziehen kann, hat Anwalt 1 gemeint dass es nicht immer sicher ist, dass jemand vor Ort ist und der eigene Anwalt nur unwesentlich teurer sein würde.

Jetzt ist die Scheidung wie geplant erfolgt. Die Rechnung wurde jetzt auch von Anwalt 1 erstellt. In dieser sind jedoch die Kosten verdoppelt mit der Aussage, dass Anwalt 2 ja die gleiche Arbeit geleistet hat wie Anwalt 1.

Ist das rechtens? Wie kann man dagegen vorgehen und macht es überhaupt Sinn dagegen vorzugehen?

MfG
10.09.2014 | 19:55

Antwort

von


(482)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

zweifelhaft ist zwar, ob Anwalt 1 hier auch für Anwalt 2 mitabrechnen darf, da ja jeder Anwalt von den Parteien gesondert beauftragt wurde.

Der Höhe nach wäre die Rechnung an den Vorschriften des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) zu prüfen. Diese sind im gerichtlichen Verfahren für Rechtsanwälte verbindlich und dürfen insbesondere nicht unterschritten werden (§ 49b Abs. 1 Satz 1 BRAO).

Die Zusage des Anwalts 1, der Anwalt aus seinem Team werde nur wenig mehr als 200 € kosten, war daher unzulässig.

Wenn Sie jedoch eine entsprechende Vergütungsvereinbarung für Anwalt 2 beweisen könnten, dürfte Anwalt 2 von Ihnen nicht mehr verlangen als vereinbart (vgl. BGH, Urteil vom 19.06.1980 - III ZR 91/79). Aus dem von Ihnen Geschilderten schließe ich jedoch, daß über die Vergütung nur mündlich und ohne Zeugen verhandelt wurde.

Ich gehe mithin davon aus, daß die Anwälte 1 und 2 bestreiten werden, Ihnen gesetzwidrig geringere Kosten für Anwalt 2 in Aussicht gestellt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 13.09.2014 | 10:25

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Jürgen Vasel »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13.09.2014
4,4/5,0

ANTWORT VON

(482)

Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Baurecht, priv., Mietrecht, Sozialrecht, Familienrecht, Inkasso, Kaufrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht
Jetzt Frage stellen