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Unerwartete Handwerker-Rechnung

13.03.2008 00:27 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Anwaltschaft...

nachdem meine infrarot-gesteuerte Waschtischarmatur im Dezember 2007 plötzlich nicht mehr funktionierte, habe ich die Herstellerfirma angerufen. Eigentlich wollte ich mit dem Anruf nur in Erfahrung bringen, was ich tun kann und woran es liegen könnte.

Nachdem mich die Dame an der Hotline gefragt hatte, ob die Batterien denn frisch seien und ich dies bestätigen konnte, bot sie mir unmittelbar eine zügige Reparatur an. Überrascht fragte ich nach, ob das bedeutet, dass jemand zu mir kommt und ob die Instantsetzung für mich kostenlos sei. Die freundliche Dame bestätigte dies ohne Nachfrage oder irgendwelche Einschränkungen zu erwähnen. Ein Termin wurde festgelegt und nie ein einziges Wort über Garantiebedinungen oder eventuelle Kosten verloren. Mit der Bestätigung, dass mir keine Kosten entstünden, nahm ich den Termin selbstverständlich an.

Eine schriftliche Bestätigung zu diesem telefon-mündlichen Auftrag hat es nie gegeben.

Wenige Tage später kam der Service-Techniker wie vereinbart und fing gezielt an, die Armatur instantzusetzen. Nachdem er fertig war (wohlbemerkt: fertig war!) verlangte er nach einem Beleg oder Rechnung, der die Erstinstallation der Armatur durch einen Fachhändler der Marke belegt. Gleichzeitig legte er mir einen Service-Auftrag vor, den ich zu unterschreiben hätte, damit er seine Anwesenheit nachweisen könne. Den geforderten Installations-Beleg konnte ich leider nicht vorlegen, da ich die Waschtisch-Armatur für 230 Euro bei Ebay als Neuware von Privat erstanden und selbst installiert hatte. Auch die Dame an der Hotline hatte nie danach gefragt. Da der reparierte Defekt laut Service-Techniker aber in keinem Zusammenhang mit der Selbstinstallation stünde, ließ er offen, ob eine interne Prüfung evenutelle Kosten zur Folge hätte oder nicht. Nach einigem Zögern unterschrieb ich also den Service-Auftrag, in dem keinerlei Kosten vermerkt waren, damit der Techniker wenigstens seinen Nachweis für seine Arbeiten hat.

Sechs Wochen später erhielt ich eine Rechnung in Höhe von 440,- Euro für Reparatur.

Ich habe dieser Rechnung umgehend schriftlich widersprochen, doch in einem Antwortschreiben behauptet die Firma nun, dass gemäß Service-Auftrag eine "einwandfreie Auftragssituation" bestand und die Rechnung zu bezahlen sei. Die mündlichen Zusage, dass die Reparatur kostenlos sei, wird wehement bestritten und behauptet, man würde stets darauf hinweisen, dass Kosten entstehen, wenn man keine Werksgarantie besäße. Auf meinen Einwand, dass der Service-Auftrag erst nach der Reparatur unterzeichnet worden ist, wurde nicht eingegangen.

Merkwürdig: Auf dem mir mit der Antwort und Rechnung vorgelegten Service-Antrag steht groß vermerkt, "Keine Garantieleistung, da über Internethandel gekauft". Auf meinem Durchschlag des Service-Aufrags steht dieser Hinweis allerdings noch nicht.

Nun weiß ich nicht mehr weiter und wüsste gern, wie sich die Lage rechtlich verhält und ob ich die Rechnung bezahlen muss.

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Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Sie werden es sehr schwer haben zu beweisen, dass die Dame am Telefonat Ihnen zugesichert hat, dass die Reparatur kostenlos ist. Im Übrigen ist fraglich, ob bei diesem Telefonat die Dame überhaupt Vollmacht hatte, eine solche Erklärung abzugeben.
Falls es nicht unter die Garantiebedingungen fällt, was unstreitig ist, haben Sie die Rechnung zu bezahlen; Sie haben zudem, den Service-Auftrag unterschrieben. Bei einem Gerichtsprozess kämen Sie in Beweisnot.
Es gilt der Grundsatz: Wer die Musik bestellt, bezahlt diese auch.

Es tut mir leid, Ihnen keine bessere Mitteilung machen zu können.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.


Mit besten Grüßen

RA Hermes
Fachanwalt für Steuerrecht


www.kanzlei-hermes.com
Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!

Nachfrage vom Fragesteller 13.03.2008 | 03:05

Ich bin etwas enttäuscht von dieser Nachricht, danke ihnen jedoch für ihre klaren Worte.

Jetzt habe ich gerade auf meiner Service-Antrag-Kopie entdeckt, dass der Punkt "Auftragserteilung" von mir gar nicht unterzeichnet wurde (Unterschriftsfeld ist leer), sondern nur das Feld "Arbeiten wurden ausgeführt". Komme ich so aus der Nummer raus bzw. besteht dann noch die "einwandfreie Auftragssituation", wie es die Firma behauptet?

Ich hatte noch vergessen zu fragen, was die Firma im Falle meiner Zahlungsverweigerung gegen mich unternehmen kann, in Hinblick darauf, dass ich der Rechnung schriftlich widersprochen habe. Darf sie dann einen Mahnbescheid erlassen oder Inkasso beauftragen oder muss sie klagen?

Vielen Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.03.2008 | 21:47

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.
Nichtsdestotrotz ist ein Vertrag (konkludent) zustande gekommen, auch wenn Sie den Auftrag nicht unterzeichnet haben.
Die Firma darf sowohl einen Mahnbescheid beantragen als auch ein Inkassounternehmen mit der Beitreibung beauftragen.

Mit besten Grüßen

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