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Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort - aber kein Unfall verursacht

| 12.04.2014 21:14 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Zusammenfassung: Zum Verhalten beim Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

Ich arbeite in einer kleinen Nachbarstadt und fahre täglich ca. 25km zu und von der Arbeit.

Im März diesen Jahres musste ich nach Feierabend verkehrsbedingt anhalten (rote Ampel / Berufsverkehr).
Ich hatte ca. 1 Wagenlänge Abstand zu dem PKW der vor mir stand.
Dieser rollte nach einer Weile zurück .... zuerst hoffte ich, das der Fahrer seine Unachtsamkeit bemerkt.
Als das andere Auto dann immer näher kam betätigte ich die Hupe. Es kam aber keine Reaktion.

Zurückfahren konnte ich nicht, weil hinter mir weitere Autos standen.

Sein Auto kam an meiner Geländewagenstossstange zum Halt. Bedingt durch die niedrige Auffahrgeschwindigkeit seines zurückrollenden PKW´s bin ich nicht davon ausgegangen, dass ein Schaden an meinen 20Jahre alten Wagen entstanden sein könnte.

Ich dachte, dass der Fahrer aussteigt - hatte aber auch ein wenig den Eindruck, dass er gar nicht so richtig Realisiert hat, was Geschehen war.
Als die Ampel auf Grün gewechselt hat (war kurz nach dem kleinen Aufprall) setzte der PKW-Fahrer seine Fahrt fort.(Er ist nach rechts abgebogen). Meine Fahrstrecke ging dann weiter geradeaus.
Da - wie schon geschrieben - kein Schaden an meinen Auto zu erwarten war, verzichtete ich auf eine "Verfolgungsjagt" durch den Berufsverkehr.

Der Schock kam heute mit der Post: Ich hab ne Ladung bekommen wegen "Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort". Ich bin am Kochen !!

Ich hätte mich gar nicht entfernen können weil unsere Autos Stoßstange an Stoßstange standen und hinter mir ja weitere Autos an der Ampel gewartet haben.
Er ist dann einfach gefahren.

Wie soll ich jetzt mit dem Thema umgehen? Ich denke kaum, dass sich noch Zeugen finden lassen. Niemand ist von uns ausgestiegen und es hat auch keinen lauten Knall gegeben (Er hatte noch nicht mal Schrittgeschwindigkeit).

War es jetzt Unfallflucht meinerseits?




Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Nach § 142 StGB liegt unerlaubtes Entfernen vom Unfallort vor, wenn sich ein Unfallbeteiligter vom Unfallort entfernt, bevor er zugunsten der anderen Unfallbeteiligten un der Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeug und der Art der Beteiligung durch seine Anwesenheit und durch die Angabe, dass er an dem Unfall beteiligt ist, ermöglicht hat oder eine nach den Umständen angemessene Zeit gewartet hat, ohne dass jemand bereit war, Feststellungen zu treffen.

2.
Nach Ihrer Schilderung erscheint mir sehr fraglich, ob Sie sich insoweit strafbar gemacht haben können.

Es hat sich ja der Unfallgegener entfernt, ohne Feststellungen treffen zu wollen. Ich meine, dass unter diesen Umständen Sie nicht verpflichtet waren, an der Unfallstelle zu warten.

3.
Auffällig erscheint im Übrigen, dass der Unfallgegner offenbar das Kennzeichen Ihres Fahrzeugs abgelesen und notiert hat.

Dies könnte dafürsprechen, dass Sie mögliherweise hereingelegt wurden, d.h.der Unfallgegegner möglicherweise sein Fahrzeug absichtlich hat zurückrollen lassen und es darum gehen könnte, Ihnen einen alten Vorschchaden anzuhängen.

4.
Jedenfalls rate ich Ihnen dringend, gegenüber der Polizei keine Angaben zur Sache zu machen, sondern einen Verteidiger zu beauftragen. Dieser wird zunächst Akteneinsicht in die Ermittlungsakten nehmen und klären, was Ihnen konkret vorgeworfen und welche Angaben der Unfallgegener gemacht hat. Alsdann wird er mit Ihnen das weitere Vorgehen erörtern und eine Stellingnahme fertigen und einreichen.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 12.04.2014 | 22:12

Erstmal danke für die Antwort.
Zu Punkt 3 ist anzumerken, dass es mir so vorkam, dass der Fahrer jenseits der 70 war. Selbst nach lauten Hupen (nicht nur kurz - sondern ich stand regelrecht auf der Hupe) hat er keine Reaktion gezeigt.
Ich denke, dass er eine Weile brauchte um es überhaupt zu realisieren das irgendwas vorgefallen war.

Ergibt es Sinn, die Polizei auf seine Fahrtauglichkeit hinzuweisen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.04.2014 | 22:22

Sehr geehrter Fragesteller,

ob dies Sinn macht, kann erst nach Einsicht in die Ermittlungen beurteilt werden. Von vorschnellen Vorwürfen rate ich ab.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 12.04.2014 | 22:23

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