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Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort - Zeugenfragebogen

| 23.07.2013 09:33 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer


Ich habe für mich überraschend vom Polizeipräsidium einen Zeugenfragenbogen zum Delikt des unerlaubten Entfernens vom Unfallort bekommen, sowie einen Fragebogen zur Schadenanzeige meiner KfZ Versicherung.
Kurz darauf rief mich eine Dame an, die sagte, ich hätte beim Einparken ihr Auto beschädigt, indem ich mit meiner Stoßstange an ihrer Stoßstange entlanggekratzt bin. Sie hat den Unfall nicht gesehen, hat aber im Nachhinein die Polizei benachrichtigt, die den Unfall aufgenommen hat und den Schaden an ihrem Auto als von mir verursacht eingeschätzt hat. Anschliessend wurde ich als Fahrzeughalter ermittelt.
Ich habe an diesem Tag dort geparkt, und ich weiss auch noch, dass die Parklücke ziemlich eng war. Dennoch habe ich von einem Unfall nichts bemerkt. Der Schaden an meinem Auto ist auch marginal, ich habe ihn erst jetzt bemerkt. Das andere Auto stand vor mir, die Lücke wurde nach hinten von einem Baum begrenzt, so dass ich wohl beim rückwärts einschlagen, als ich nach hinten geschaut habe, den Schaden verursacht habe.
Wie äussere ich mich am besten in dem Zeugenfragebogen, um glaubhaft zu machen, dass ich von dem Unfall nichts bemerkt habe?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Der Fragebogen der Versicherung bedeutet zuerst einmal nur, dass die Dame den Schaden an Ihrem PKW gegen Ihre KFZ-Haftpflichtversicherung geltend macht.

Die polizeilichen Ermittlungen werden erfahrungsgemäß in solchen Fällen wegen Verdachtes des Unerlaubten Entfernens vom Unfallort gegen Sie geführt werden. Gemäß § 142 StGB wird ein Unfallbeteiligter bestraft, der sich nach einem Unfall im Straßenverkehr vom Unfallort entfernt, bevor er zugunsten der anderen Unfallbeteiligten und des Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeuges und der Art seiner Beteiligung ermöglicht.

Den Vorwurf einer verwirklichte Unfallflucht sollte man niemals unterschätzen, da dies nach § 142 StGB eine Straftat darstellt und mit Geldstrafe oder mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft wird. Allerdings müssen sämtliche Tatbestandsvoraussetzungen des Tatbestands des § 142 StGB vorliegen. Sollten Sie tatsächlich keinerlei Kenntnis vom gesamten Vorgang des Zusammenstoßes haben, dann dürfte Ihr Verhalten nicht strafbewehrt sein. Auch spielt erfahrungsgemäß die Höhe des Schadens eine maßgebliche Rolle bei der Strafverfolgung.

Die zielführendste Lösung wäre die schnelle Übertragung des gesamten Vorfalles an einen Rechtsanwalt, welcher den Bogen für Sie ausfüllt und gleichzeitig Einsicht in die Ermittlungsakte beantragt. Dadurch kann der Rechtsanwalt für Sie in Erfahrung bringen, welche Erkenntnisse im Hinblick auf eine Schadenshöhe vorliegen. Auch kann dadurch geklärt werden, ob es eventuell belastende dritte Zeugen gegen Sie gibt. Anhand dieser Informationen kann dann die bestmögliche Verteidigungsstrategie für Sie erarbeitet werden. Ein solches Vorgehen erhöht erfahrungsgemäß die Chancen auf einen guten Ausgang des Verfahrens für Sie doch beträchtlich.

Sollten Sie sich dafür entscheiden, den Bogen selbst auszufüllen, rate ich Ihnen in einem kurzem Statement zu erklären, dass Sie von einer eventuellen Berührung überhaupt nichts gemerkt hätten, sich noch nicht einmal an den genauen Parkvorgang am fraglichen Tag erinnern könnten. Hilfreich kann auch die Erklärung sein, dass ein eventueller Schaden natürlich der eigenen Versicherung gemeldet werden würde. Machen Sie insgesamt keinesfalls zu viele Angaben, vor allem die Angabe, dass die Parklücke eng war sollten Sie gegenüber der Polizei nicht machen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Gerne stehe ich Ihnen für eine weitere Vertretung zur Verfügung und Sie können mich unter der unten genannten Telefonnummer kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwaltskanzlei
Sven Kienhöfer

Rechbergstr. 22
73550 Waldstetten
Telefon: 07171/8709925
Fax: 07171/8709926
E-Mail: info@rechtsanwalt-kienhoefer.de
Web: www.rechtsanwalt-kienhoefer.de

Bewertung des Fragestellers 29.07.2013 | 12:27

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